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Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg
Hardtstraße 2
69124 Heidelberg
Telefon 06221 58-29999
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Felix trinkt auf der Hauptstraße aus seinem Kaffeebecher. (Foto: Stadt Heidelberg)

Was halten die Menschen in Heidelberg vom Mehrwegbecher?
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Besucherin am Infostand der Stadt zum Thema Coffee to go wirbt für den Kaffeegenuss in der Mehrwegtasse aus Porzellan (Foto: Stadt Heidelberg)

„Coffee to go“ im Mehrwegbecher

Vielfältige Aktionen gegen die "Einwegbecherflut"

In Deutschland werden jede Stunde 320.000 Einwegbecher für den schnellen Kaffee für unterwegs verbraucht. Im Durchschnitt wird der Becher 15 Minuten lang verwendet und landet dann im Müll. Diese Menge an Abfall kann einfach vermieden werden, wenn stattdessen Mehrwegbecher verwendet würden.

Die Stadt Heidelberg macht sich daher für einen Kaffeegenuss im Mehrwegbecher stark. Mit verschiedenen Aktionen werden die Kaffeetrinkerinnen und -trinker dazu sensiblisiert, eine Alternative zum Einwegbecher zu nutzen. Für ein nachhaltiges Konsumverhalten!

Gleichzeitig werden die Firmen, die Coffee to go verkaufen, angesprochen, sich für die Einführung von Mehrwegsysteme zu engagieren. Die Stadt unterstützt daher die Maßnahmen, die die Heidelberger Firmen dafür unternehmen. Das können Maßnahmen sein, den Kaffee mit Genuss vor Ort zu trinken, die Abgabe von Heißgetränken über Mehrwegbecher anzubieten oder an der Einführung eines stadtweiten Pfandsystems teilzunehmen.

Information für Kaffeegenießerinnen und -genießer: die Becherkarte

Wo bekomme ich meinen Becher wieder befüllt?

In der Online-Becherkarte findet man die Cafés, Bäckereien und Tankstellen, die den selbst mitgebrachten Mehwegbecher wieder befüllen, zum Teil sogar mit Rabatt für das „Mehrweg“-Getränk oder Mehrwegbecher verkaufen. Eine Übersicht der Betriebe erhält man auch in einer Liste zum Herunterladen (110,9 KB).

Organisationen und Firmen, die mitgebrachte Becher befüllen können sich über ein Onlineformular in die Karte eintragen lassen.


Informationen für Firmen, die Coffee to go anbieten

Informationsveranstaltungen mit dem Ziel eine gemeinsame Lösung für Heidelberg zu finden

Parallel zur Sensibilisierung der Bevölkerung hat die Stadt Heidelberg die Firmen, die Coffee to go anbieten sowie die Tourismus- und Umweltverbände zu einer Infoveranstaltung im Oktober 2017 eingeladen.  
An diesem Termin haben sich fünf Konzepte für Mehrweg- und Pfandbecher den mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern präsentiert. Die Informationen waren so vielfältig, dass die anwesenden Firmen ein weiteres Treffen angeregt haben, um zu klären, inwieweit sich ein Pfandsystem in Heidelberg umsetzen lässt.

Dieses zweite Treffen fand am 15. November statt. Unter den Anwesenden fand ein reger Austausch statt, bei dem das Für und Wider der jeweiligen Pfandsysteme diskutiert und besprochen wurde. Ein anwesendes Café, hatte sich bereits dem Pfandsystem der Firma Recup angeschlossen und berichtete über die gemachten Erfahrungen.
 
Die Vertreterin der Lebensmittelüberwachung machte noch einmal deutlich, dass die Stadt die Verwendung von Coffee to go-Mehrwegbechern unterstützt. Am Einfachsten ist aus ihrer Sicht ein Pfandsystem, bei dem gebrauchte Becher gegen neue ausgetauscht werden. Sollen mitgebrachte Mehrwegbecher der Kundschaft erneut befüllt werden, ist eine einfache Sichtkontrolle notwendig. Wenn der Becher auf den ersten Blick stark verschmutzt ist, sollte die Verkaufsstelle diesen abweisen.

Folgende Firmen haben ihr System vorgestellt:

Fazit

Das Ergebnis des Termins war, dass sich die Anwesenden tendenziell für das System der Firma reCup GmbH ausgesprochen haben. Auch die Rückmeldungen, die die Abfallwirtschaft der Stadt Heidelberg im Rahmen ihrer letzten Umfrage erhielt, tendierten mehrheitlich zu diesem Pfandsystem.
Inzwischen hat sich auch ein großer Anbieter und Verkäufer von Coffee to go an uns gewandt, der beabsichtigt, sich diesem System in Kürze anzuschließen. Die Unternehmen waren sich einig, dass es sehr sinnvoll ist, wenn sich in Heidelberg ein einheitliches System etablieren würde.
 

„Wir wollen eine Bewusstseins- und im Idealfall eine Verhaltensänderung in Sachen Abfallvermeidung bewirken“, sagt Bürgermeister Wolfgang Erichson: „Ein eigenes Pfandsystem für Mehrwegbecher wollen wir als Stadt nicht einführen, sondern wir setzen auf private Initiativen. Unser Ziel ist es, den Handel mit den Anbietern der unterschiedlichen Mehrwegsysteme zusammenzubringen.“


320.000 Einwegbecher pro Stunde in Deutschland sind zu viel!

320.000 Einwegbecher für den schnellen Kaffee für unterwegs – pro Stunde

In Deutschland werden jede Stunde 320.000 Einwegbecher für den schnellen Kaffee für unterwegs verbraucht. Im Jahr sind das fast drei Milliarden Becher. Schätzungen sprechen von einer Nutzungsdauer von 15 Minuten. Danach landen sie entweder in den öffentlichen Mülleimern oder – immer häufiger – auf den Straßen, Plätzen und in den Grünflächen der Stadt. Die Einwegbecher-Flut nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Die Unmengen an Einwegverpackungen bedeuten auch einen immensen Ressourcenverbrauch. Dieser könnte ganz einfach vermieden werden, wenn stattdessen Mehrwegbecher oder -tassen verwendet würden.

Innerhalb der Stadtverwaltung gibt es ein Mehrweggebot für Veranstaltungen. Es wäre wünschenswert, dass große Einrichtungen und Firmen in Heidelberg sich dem anschließen würden – beispielsweise mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung.