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Startseite / Breitbandausbau
Digitale Welt (Foto: ESB Professional/shutterstock)

Land und Bund fördern Breitbandausbau 
Die Stadt Heidelberg erhält Fördermittel des Bundes in Höhe von rund 3,8 Millionen Euro zum weiteren Ausbau der Breitbandversorgung. Vom Land kommen 1,5 Millionen hinzu. mehr dazu

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

OB-Referat - Digitale Stadt
Rathaus, Marktplatz 10
69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-10000
Fax 06221 58-4618000

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Brainstorming in der Gruppe (Foto: Rawpixel.com/shutterstock.com)

Strategie Breitbandausbau

Tabellarische Versorgungsanalyse (Foto: TÜV Rheinland)

Gute Versorgungssituation in Heidelberg

In Heidelberg wurde der Breitbandausbau in den vergangenen Jahren und Monaten durch den Eigenausbau verschiedener Telekommunikationsanbieter sowie der städtischen Tochtergesellschaften Stadtwerke Heidelberg und Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz Heidelberg (GGH) in vielen Bereichen vorangetrieben. Mittlerweile sind rund 88 Prozent aller Haushalte in Heidelberg mit einer Übertragungsrate von mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) angeschlossen. Bei dieser Geschwindigkeit ist ein Lied etwa in einer Sekunde heruntergeladen, ein zweistündiger Film in circa drei bis vier Minuten. Zum Vergleich: In Baden-Württemberg sind nur etwa 71 Prozent der Haushalte an schnelles Internet angebunden.

Strategie für den zukünftigen Breitbandausbau: Schnelle Datenübertragung für unterversorgte Gebiete

Dennoch bestehen weiterhin unterversorgte Bereiche im Stadtgebiet. Dort ist in den kommenden drei Jahren kein Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen auf mindestens 30 Mbit/s zu erwarten, da die Unternehmen keine ausreichende Rentabilität sehen. Daraus lässt sich ableiten, dass die grundsätzliche Strategie Heidelbergs die Anbindung der unterversorgten Wohn- und Gewerbegebiete ist. Der Gemeinderat hat am 16. Februar 2017 einstimmig der Einreichung eines Förderantrages beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zum Breitbandausbau in Heidelberg zugestimmt. Ziel des Bundesförderprogramms ist es, Breitbandnetze zu schaffen, die eine flächendeckende Versorgung mit Bandbreiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde sicherstellen. Das BMVI will hierfür insgesamt vier Milliarden Euro in schnelle Datenübertragung investieren. Die Stadt Heidelberg hatte in einem ersten Durchgang bereits Fördermittel in Höhe von 50.000 Euro zur Beauftragung und Durchführung der Machbarkeitsstudie erhalten, deren Ergebnisse zwischenzeitlich vorliegen und Grundlage für die Einreichung des Bundesförderantrags bildeten.

Mitverlegung in Neubaugebieten

Breitbandausbau (Foto: ChiccoDodiFC/shutterstock.com)

In Neubaugebieten, wie beispielsweise auf den Konversionsflächen, verlegen die Stadtwerke Heidelberg im Zuge ihrer Erschließungsaufträge für Strom, Wasser, Wärme und Kälte gleichzeitig Leerrohre mit unbeleuchteten Glasfaserleitungen – so genannte Dark Fiber – bis zum Gebäude (FTTB – Fiber-to-the-building) die von privaten Telekommunikations-Unternehmen mit aktiven Komponenten beleuchtet werden. Unternehmen oder Haushalte mit hohem Bandbreitenbedarf haben die Möglichkeit, im Rahmen ihrer Neubau- / Rohbauarbeiten Glasfaserleitungen im Gebäude zu verlegen  (FTTH - Fiber-to-the-home). Auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft GGH – Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz Heidelberg – verlegt im Rahmen ihrer Neubaumaßnahmen High-Speed Internet (FTTB) und bietet dabei nicht nur die Leitungen, sondern alle Services vom Internet über Telefonie bis zu TV zu marktgerechten Konditionen an. 

Projektbezogener Glasfaserausbau in Bestandsgebieten

In Bestandsgebieten erfolgt ein projektbezogener Glasfaserausbau. Da bis zu 80 Prozent der Breitbandausbaukosten durch Tiefbauarbeiten und Deckschichtwiederherstellung anfallen, gilt es, Synergien beim Infrastrukturausbau/Netzbaumaßnahmen (zum Beispiel durch Verkehrs-, Versorgungs-, Abwasser-Aktivitäten) durch Mitverlegung von Leerrohren zu nutzen. Die Stadtwerke Heidelberg werden in Kooperation mit Telekommunikations-Unternehmen auf Basis von Abfragen und Interessensbekundungen den kundengetriebenen Glasfaserausbau betreiben.

Die Stadt Heidelberg wird diesen Prozess unterstützen. Der Breitbandausbau in Bestandsgebieten soll schrittweise nach festzulegender Priorisierung - auch mit Unterstützung durch Fördermittel von Bund und Land – weiter vorangetrieben werden.


Weitere Infos

Telekommunikations-Unternehmen, die in Heidelberg aktiv sind

  • 1&1 Internet AG
  • E-Plus Mobilfunk GmbH & Co.KG
  • Heidelberg-IT Management GmbH & Co KG
  • Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH & Co.KG
  • Kurpfalztel GmbH
  • mediasupply GmbH
  • symbox Gesellschaft für Medienversorgung mbH
  • Telefónica Germany: Alice und O2
  • Telekom AG
  • Unitymedia NRW GmbH
  • Versatel AG
  • Vodafone GmbH
  • WTC Wohnen- und Tele Communication GmbH & Co.KG

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf  Vollständigkeit.


Testen Sie Ihre Internetgeschwindigkeit

Einen Überblick über die aktuelle Versorgungssituation in Heidelberg liefert der Breitbandatlas des BMVI. Ihre Internetgeschwindigkeit können Sie auf der Website Breitbandmessungen der Bundesnetzagentur testen.


Informationsmaterialien

Unterversorgte Gebiete in Heidelberg

  • Teilbereiche von Schlierbach, Ziegelhausen und Neuenheim (Ludolf-Krehl-Straße),
  • äußere Wohnbereiche (Königstuhl, Kohlhof, Kurpfalzhöfe, Neurott und Grenzhof),
  • die Gewerbegebiete Fabrikstraße, Handschuhsheim-Nord, Hardtstraße, Im Bosseldorn, Pfaffengrund, Rohrbach-Süd, Weststadt, Wieblingen-Süd, Wieblingen-West,
  • die noch zu entwickelnde Konversionsfläche Patrick-Henry-Village.

Gemeinderatsbeschlüsse

Breitbandausbau - Einreichung eines Förderantrags im Rahmen des Breitbandförderprogramms des Bundes: Drucksache 0033/2017/BV
Sachstand Breitbandversorgung: Drucksache 0059/2016/IV


Der Weg zu den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie

  • Im ersten Schritt wurden die relevanten Strukturmerkmale und Datengrundlagen ermittelt und zusammengetragen. Ab dem 15. August 2016 wurden Telekommunikationsunternehmen aufgefordert, Informationen zu den jeweils vorhandenen Infrastrukturen und Ausbauplänen offenzulegen. Dieses Markterkundungsverfahren (MEV) lief über einen Zeitraum von 4 Wochen. Auch die Daten aus dem Infrastrukturatlas des Bundes wurden für die Gemarkung Heidelberg analysiert.
  • Parallel wurden 4.000 Unternehmen in Heidelberg angeschrieben und um Teilnahme an einer Online-Bedarfsermittlung gebeten. An dieser Umfrage nahmen 314 Unternehmen teil und hatten damit die Chance, auf die Anbindung Ihres Grundstücks mit Highspeed Internet und Priorisierung von Ausbaumaßnahmen hinzuwirken. Die Onlinebefragung fand anonym und fokussiert auf einzelne Gewerbegebiete statt. 
  • Im Anschluss an die Bedarfsabfrage und das MEV konnten unterversorgte Gebiete – so genannte weiße Flecken – identifiziert werden. Damit lieferten Telekommunikationsunternehmen und Heidelberger Betriebe wichtige Erkenntnisse für die Netzausbauplanung, die in einem zweiten Schritt folgte. Die Netzplanung mit Kostenanalyse für unterschiedliche Ausbauvarianten bildeten dann die Grundlage für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.
  • Im Ergebnis liegen nun Handlungsempfehlungen und Priorisierungen für den Breitbandinfrastrukturausbau vor. Die Empfehlung des TÜV Rheinland erstreckt sich hierbei auch auf die Wahl des Fördermodells (Betreibermodell oder Wirtschaftlichkeitsdeckungslückenmodell). Der TÜV Rheinland spricht sich hierbei für das Betreibermodell aus. Im letzten Schritt wurde nach Wahl des Fördermodells eine Detailplanung erstellt, die dann die Grundlage für den Förderantrag des technischen Breitbandausbaus bei Bund und Land bildet.