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Häufige Fragen der Bürgerinnen und Bürger (Foto. Rothe)

Häufige Fragen

Antworten zur Konversion

Das Thema Konversion stößt in der Öffentlichkeit auf ein hohes Interesse. Dabei entstehen auch viele Fragen. Die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen sowie deren Antworten haben wir für Sie zusammengestellt.

Was bedeutet Konversion?

Im Bereich der Stadtentwicklung steht Konversion für die Nutzungsänderung von Flächen und Gebäuden. In Heidelberg bezieht sich Konversion auf die Entwicklung der Areale, welche die US-Armee nach ihrem Abzug zurücklässt. Es geht dabei um die Überführung von ehemals militärisch genutzten Flächen in eine zivile Nachnutzung.


Ist das US-Militär bereits vollständig abgezogen?

Ja. Im Juni 2010 hatte die US-Armee noch angekündigt, dass sich der Abzug aus Heidelberg bis 2015 hinziehen würde – tatsächlich haben die Amerikaner aber ihre letzten Areale nun schon 2014 vollständig geräumt.


Wer ist Eigentümer der ehemaligen US-Areale?

Nach dem Abzug der US-Armee gehen die frei werdenden Flächen in das Eigentum der Bundesrepublik Deutschland über. Die zuständige Behörde für die Verwertung und Verwaltung der Flächen ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Sie hat den gesetzlichen Auftrag, die Konversionsflächen zu vermarkten.


Wird die Stadt Heidelberg die Konversionsflächen kaufen?

Die Stadt Heidelberg beabsichtigt, von der sogenannten kommunalen Erstzugriffsoption Gebrauch zu machen und die Flächen zu erwerben. Damit kann am besten sichergestellt werden, dass die städtischen Planungsziele umgesetzt werden. Die Stadt Heidelberg wird die Flächen nicht vollständig im Eigentum halten, sondern sie an geeignete Interessenten weiterveräußern. Der An- und Weiterverkauf wird durch die Konversionsgesellschaft Heidelberg mbH, eine 2013 gegründete, 100prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Heidelberg, gesteuert. Im September 2014 haben sich Stadt und BImA auf Konditionen über den Verkauf von Mark Twain Village/Campbell Barracks verständigt.


Welche Bedeutung hat der Abzug der US-Armee für die Stadt Heidelberg?

Mit dem Abzug der Amerikaner werden etwa 180 Hektar Fläche in Heidelberg frei. Dies entspricht ungefähr der doppelten Größe der Altstadt. Insgesamt gibt es auf den von den Amerikanern genutzten Flächen rund 2.350 Wohnungen. Dazu kommen soziale und kulturelle Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen, sowie Kasernen-, Bürogebäude und Hallen.

Die Entwicklung der Standorte bietet der Stadt Heidelberg – ihren Bürgerinnen und Bürgern – die einmalige Chance einer sozial, ökologisch und ökonomisch ausbalancierten Weiterentwicklung. Ein Schwerpunkt wird die Schaffung von preiswertem Wohnraum sein. Zudem sollen Angebote für Wissenschaft, Forschung, Gewerbe und Kultur gemacht werden sowie hochwertige Freizeit- und Erholungsflächen entstehen.


Welche neuen Nutzungsmöglichkeiten sind geplant?

Die Nutzungsoptionen sind für jede Fläche unterschiedlich und werden immer gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Grundlagen sind die Leitlinien zur Konversion, die in Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft erarbeitet wurden. Im Bereich Mark Twain Village ist beispielsweise ein Schwerpunkt das wohnungspolitische Konzept, das die Schaffung von preiswertem Wohnraum vorsieht. 70 Prozent des entstehenden Wohnraums sollen als preisgünstige Eigentumswohnungen oder als Mietwohnraum für einen Quadratmeterpreis zwischen 5,50 Euro und 8 Euro angeboten werden. Auch auf der Fläche US-Hospital in Rohrbach soll die Wohnnutzung überwiegen. Hingegen ist für die Patton Barracks in Kirchheim eine schwerpunktmäßig gewerbliche Nachnutzung angedacht.


In welchem Umfang werden vorhandene Immobilien weiter genutzt oder abgerissen?

Das ist von Fläche zu Fläche unterschiedlich und kann grundsätzlich erst nach eingehenden Bestandsuntersuchungen gesagt werden. Generell wird eine nachhaltige und wirtschaftliche Entwicklung angestrebt.

Im Bereich Mark Twain Village haben die Untersuchungen zum Beispiel gezeigt, dass die Wohngebäude im Bereich Süd-Ost, östlich der Römerstraße, nachgenutzt werden können. Im Bereich nördlich der Rheinstraße oder am Sickingenplatz müssen hingegen mehrere Wohngebäude abgerissen werden. Das Ensemble der Campbell-Barracks steht größtenteils unter Denkmalschutz.

Auf der Fläche US-Hospital in Rohrbach sind im Osten des Areals insgesamt sieben Gebäude entweder als erhaltenswert eingestuft worden oder sie stehen unter Denkmalschutz. Der westliche Teil des Areals kann hingegen weitgehend mit Neubauten überplant werden.


Wird die Bevölkerung in die Planungen einbezogen?

Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ist ein wesentliches Element im sogenannten dialogischen Planungsprozess. Auf verschiedene Art und Weise – auf Veranstaltungen wie Bürgerforen oder Workshops – kann die Bürgerschaft ihre Anregungen und Vorstellungen einbringen. Die Ideen werden von Fachplanern aufgegriffen, geprüft und die Zwischenergebnisse dokumentiert. Im Wechselspiel mit dem Gemeinderat, dem Entwicklungsbeirat und im fortgesetzten Bürgerdialog entstehen schließlich konkrete Entwicklungsoptionen und Planungen als Grundlage für die spätere konkrete Umsetzung.


Warum werden die Einzäunungen nicht abgebaut?/ Warum ist das Betreten der Flächen nicht möglich?

Die Stadt Heidelberg ist aktuell noch nicht Eigentümerin der Areale. Nach dem Abzug der US-Army gehen die Flächen in den Besitz der Bundesrepublik Deutschland über, vertreten von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Die BImA als derzeitige Eigentümerin der Areale unterliegt als solche der Verkehrssicherungspflicht und hat daneben ein großes Interesse daran, die Flächen vor Diebstählen und Vandalismus zu schützen.

Die Gelände werden derzeit nur notdürftig beleuchtet und minimal nach öffentlichem Standard unterhalten. Sämtliche Firmen und Personen, die im Hinblick auf die zivile Nachnutzung Untersuchungen oder Arbeiten auf den Flächen durchführen, gehen deshalb aus haftungsrechtlichen Gründen eine vertragliche Vereinbarung mit der BImA ein.

Sobald die Eigentumsverhältnisse nach dem Ankauf auf die Stadt übergehen und die Konzepte und Planungen realisiert werden, die gerade mit den Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen des Dialogischen Planungskonzeptes erarbeitet werden, werden die Einzäunungen abgebaut.


An wen können sich Bürgerinnen und Bürger wenden, die konkrete Fragen und Ideen haben?

Die NH ProjektStadt ist mit der Steuerung des Dialogischen Planungsprozesses beauftragt. Eine der zentralen Aufgaben dabei ist die intensive Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Konversionsbüro telefonisch unter 06221 7253432 oder per Mail an konversion@heidelberg.de zu erreichen.