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Wie gelingt die Umwandlung einer Kleinstadt der US-Army zu einer „Wissensstadt von Morgen“? Am 29. März 2017 präsentierte Kees Christiaanse als Gründer des Büros KCAP der Öffentlichkeit die Entwicklungsvision für das Patrick-Henry-Village (PHV) im Hermann-Maas-Haus in Heidelberg-Kirchheim.

  

Die Entwicklungsvision von PHV als „Wissensstadt der Zukunft“ (Visualisierung KCAP).

Planung

In einer einjährigen „Planungsphase Null“ der Internationalen Bauausstellung (IBA) entwarfen internationale Städtebauer im Dialog mit Experten und der Stadtgesellschaft Szenarien für die Entwicklung der größten Heidelberger Konversionsfläche Patrick-Henry-Village (PHV). 

Visualisierung von Wohnbereichen im Patrick-Henry-Village (Grafik: KCAP)

Die visionären Ansätze haben KCAP Architects&Planners um Kees Christiaanse zu einer Entwicklungsvision für die „Wissensstadt der Zukunft“ zusammengeführt. Sie ist die Grundlage für den weiteren Abstimmungsprozess.

Die Entwicklungsvision setzt auf die digitale Zukunft, neue Synergien von Wirtschaft und Wissenschaft, einen „Multi-Mobilitäts-Ansatz“, innovative Orte der Bildung sowie zukunftsweisende Wohn- und Arbeitsumgebungen und Versorgungssysteme. 

Visualisierung Patrick-Henry-Village (Grafik: KCAP)

Die Entwicklungsvision will die für PHV charakteristische Raumstruktur der Amerikaner in ihren Grundzügen erhalten. Das existierende Straßennetz mit Villen und Gebäudezeilen formt im Inneren des Quartiers einen zentralen Grünraum. Diese „neue Gartenstadt“ wird durch die bestehenden Parklandschaften rund um die ehemaligen Offiziersvillen ergänzt. Die Villen samt Garagen sollen zu einem „Start-up-Village“ werden. An den Rändern von PHV ist dagegen ein stark durchmischter, verdichteter Bereich vorgesehen.

Mikroquartiere mit einer dichten Bebauung und einer gemischten Nutzung von Wohnen, Arbeiten und urbanen Produktionsstätten sollen im Osten, Süden und im erweiterten Westen des PHV entwickelt werden. Das Herz eines jeden Mikroquartiers bilden Wissensorte, die Bildungs- und Kulturangebote für die Bewohner bereithalten. Im Osten an der Grenze zur Autobahn finden sich größere Baustrukturen. Die Gliederung des PHV in Mikroquartiere würde eine schrittweise und flexible Entwicklung des Gesamtareals ermöglichen.  

Justizminister Guido Wolf besucht das Patrick-Henry-Village (Foto: Dittmer)
Justizminister Guido Wolf besucht gemeinsam mit Oberbürgermeister Prof. Würzner und erstem Bürgermeister Jürgen Odzuck das Patrick-Henry-Village.

Auch die Planung von PHV erfolgt zukunftsweisend: Die Stadt Heidelberg und die iTWOcity AG – eine Tochter des Software-Konzerns RIB SE – wollen die Konversionsfläche zusammen vollständig digital planen und in die Entwicklung bringen. Die Visualisierung der Planungen mit Hilfe eines digitalen Modells bietet eine anschauliche Basis für Entscheidungen – auch im Dialog mit den Bürgern. 

Das Vorhaben ist in der Fachwelt und der Politik schon auf viel Interesse gestoßen. Im August 2017 besuchte beispielsweise der baden-württembergische Justizminister Guido Wolf das Patrick-Henry-Village.