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Clemens Brentano Preis 1999

geht an Norbert Niemann

Der mit 10.000 Euro dotierte Clemens Brentano Förderpreis für Literatur der Stadt Heidelberg 1999 ging an Norbert Niemann für seinen ersten, im Jahr 1998 im Carl Hanser Verlag erschienenen Roman „Wie man´s nimmt“. In seinem Buch zeichnet der Autor das Bild einer Gesellschaft, die durch übermächtige Medienpräsenz und eine Vielzahl selbst produzierter Klischees Individualität und Authentizität unmöglich macht.

Norbert Niemann wurde 1961 in Landau/Niederbayern geboren. Von 1982 bis 1989 studierte er Literatur, Musikwissenschaft und Geschichte in Regensburg und München. Seine Magisterarbeit schrieb er über die Literatur der „Neuen Subjektivität“. Bis 1985 war er zudem als Jazz- und Rockmusiker aktiv; unter anderem als Mitbegründer der Band „Diebe der Nacht“. Seit 1986 arbeitet Norbert Niemann als freier Mitarbeiter, Redakteur und Lektor der Literaturzeitschrift Konzepte. Er veröffentlichte eine Vielzahl an kleineren Prosaarbeiten und kulturkritischen Essays. Für ein Kapitel aus dem Manuskript des Romans „Wie man´s nimmt“ wurde Norbert Niemann 1997 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt ausgezeichnet. 1998 erhielt er den Förderungspreis des Landes Bayern für Literatur und wurde 1999 Sprecher der Autorenvereinigung „Forum der 13“. Er schreibt regelmäßig Artikel für die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau und Die Zeit. 2001 erschien Niemanns neuester Roman „Schule der Gewalt“, in dem er sich aus der Erzählperspektive eines Lehrers dem Entstehen der viel debattierten Jugendgewalt nähert. Heute lebt Niemann als freier Schriftsteller und Musiklehrer in Chieming (Chiemsee).

Der Jury gehörten an: die Germanistik-Studierenden der Universität Heidelberg Kerstin Hrudnik, Marcus Müller und Sylvia Vogt sowie der Verleger Michael Krüger, der Autor und Kritiker Stephan Reinhardt, die Literaturkritikerin Christiane Schott sowie als Moderator und Leiter der Jury-Sitzung der Verleger Manfred Metzner.

Die Laudatio bei der Preisverleihung hielt der Feuilleton-Redakteur Eberhard Rathgeb.


Weitere Infos

Interview mit Norbert Niemann