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#Hol den Oberbürgermeister: Drei Besuche an einem Tag

OB Würzner diskutierte über lokale Wirtschaft, Cannabis Social Club und Wohnprojekte

Ladeninhaber der Heidelberger Altstadt sprachen mit Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner unter anderem über Möglichkeiten der Außenwerbung. (Foto: Dittmer)
Ladeninhaber der Heidelberger Altstadt sprachen mit Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner unter anderem über Möglichkeiten der Außenwerbung. (Foto: Dittmer)

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner hat am Freitag, 20. März, gleich drei Termine im Rahmen von #Hol den Oberbürgermeister“ absolviert. Mit der Beteiligungsaktion können Bürgerinnen und Bürger eigene Themen und Projekte ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Gleichzeitig haben sie die Chance, den Terminkalender von Heidelbergs Stadtoberhaupt mit zu beeinflussen.

Zunächst stand am Vormittag in der Bonbonmanufaktur Heidelberg das Thema „Unterstützt die lokalen Geschäfte“ auf der Tagesordnung. Dort diskutierte der Oberbürgermeister mit mehreren Inhabern von Geschäften in der Altstadt. Im Zentrum der Diskussion standen die Möglichkeiten zur Außenwerbung in der Altstadt. Die Inhaber zeigten Verständnis dafür, dass die Verwaltung gerade in der Altstadt enge Vorschriften für die Außenwerbung macht. Die Ladeninhaber kritisierten jedoch, dass von der Stadtverwaltung Anträge zu Werbemaßnahmen ohne weitere Erklärung abgelehnt werden. Stattdessen forderten die Händler eine Dialogmöglichkeit mit der Verwaltung, um bestehende Gestaltungsmöglichkeiten besprechen zu können. „Wir werden analysieren, inwieweit wir hier unsere Schnittstellen verbessern können“, kündigte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner an. Die Stadt werde unter anderem überprüfen, inwieweit sie mit zusätzlichem Informationsmaterial, Veranstaltungen und der Nennung von Ansprechpartnern den Ladenbesitzern Hilfestellung geben kann.

Der Hanfverband Rhein-Neckar stellte dem Stadtoberhaupt das Konzept eines „Cannabis Social Clubs“ vor. (Foto: Dittmer)
Der Hanfverband Rhein-Neckar stellte dem Stadtoberhaupt das Konzept eines „Cannabis Social Clubs“ vor. (Foto: Dittmer)

Im weiteren Tagesverlauf sprach Oberbürgermeister Würzner im Kreativwirtschaftszentrum Dezernat 16 mit Vertretern des Hanfverbands Rhein-Neckar über deren Idee eines „Cannabis Social Clubs“. Der Oberbürgermeister sprach sich dabei klar gegen eine generelle Legalisierung von Cannabis in Deutschland aus. „Das Verbot ist ein klares Signal des Staates, das sich gerade auch an Kinder und Jugendliche richtet. Ich halte dieses Signal für wichtig“, betonte Dr. Würzner. Die Befürworter eines  „Cannabis Social Clubs“ argumentierten, dass aufgrund einer Ausnahmeregelung im Bundesgesetz jede Stadt die Möglichkeit habe, wegen eines „öffentlichen Interesses“ in begrenztem Rahmen einer Gruppe von Menschen den Konsum der Droge zu erlauben, etwa bei der Betreuung von Süchtigen. „Ich kann auf Grundlage meiner bisherigen Informationen noch nicht beurteilen, ob das Sinn macht oder nicht“, erklärte der Oberbürgermeister. Der Aufforderung, sich einer Gruppe von zehn Städten anzuschließen, die entsprechende Projekte diskutieren, folgte der OB nicht. „In dieser Runde sind Städte wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt mit einer großen Drogenszene“, so der Oberbürgermeister. „So eine Situation haben wir in Heidelberg nicht.“

Mit Mitgliedern der Initiative „HageButze“ diskutierte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner über gemeinschaftliche Wohnprojekte. (Foto: Dittmer)
Mit Mitgliedern der Initiative „HageButze“ diskutierte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner über gemeinschaftliche Wohnprojekte. (Foto: Dittmer)

Am späten Nachmittag traf sich Oberbürgermeister Würzner auf der Konversionsfläche Mark Twain Village in der Heidelberger Südstadt mit den Mitgliedern von HageButze. Die Initiative, der aktuell 35 Personen zwischen 0 und 65 Jahren angehören, will in einem ehemals von der US Army genutzten Gebäude ein gemeinschaftliches Wohnprojekt etablieren. Mit der Stadt liefen schon zahlreiche Vorgespräche zu diesem Thema. Auch im Masterplan Südstadt heißt es bereits, dass für gemeinschaftliche Wohnprojekte, alternative Wohnformen und generationsübergreifendes Wohnen einzelne Gebäude vorgesehen sind. OB Würzner bekräftigte dies auch beim Vor-Ort-Termin: „Wir wollen das unterstützen und die entsprechenden Flächen und Gebäude sind schon vermerkt.“ Sobald der Flächenankauf mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben endgültig abgewickelt sei, könne man die nächsten Schritte angehen.


Weitere Infos

www.holdenoberbuergermeister.de
www.getthemayor.com
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