Logo facebook Logo Twitter Logo YouTube Logo RSS Logo YouTube Logo Instagram

Beratung zu Fragen der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität

Kostenloses Angebot ab Januar in Heidelberg

Bislang mussten Ratsuchende sich erst auf den Weg nach Mannheim machen, um die Angebote von PLUS zu nutzen, der „Psychologischen Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e. V.“. Ab Januar bietet PLUS im Rahmen des vom Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg geförderten „Safer Space“ in Kooperation mit dem Verein Wandlungsbedarf immer am ersten Dienstag im Monat eine offene Sprechstunde für Ratsuchende und deren Angehörige an. Los geht es am Dienstag, 5. Januar 2016, von 18 bis 19 Uhr in den „breidenbach studios“, Hebelstraße 18, 69115 Heidelberg. Individuelle Beratungstermine in Heidelberg können unter Telefon 0621 3362110 oder per E-Mail an team@plus-mannheim.de vereinbart werden. Das Angebot ist kostenlos.

Der Wunsch nach einem Beratungsangebot zu diesem Thema war im Zuge des Heidelberger Aktionsplans „Offen für Vielfalt und Chancengleichheit – Ansporn für alle“ geäußert worden. Das vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien, Frauen und Senioren des Landes Baden-Württemberg geförderte Projekt „Etablierung landesweiter Beratung für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen“ eröffnet nun die Chance dazu. Im Rahmen des Projekts kann PLUS kostenfreie Beratungen künftig auch außerhalb Mannheims anbieten. Damit haben ab Januar 2016 alle Heidelbergerinnen und Heidelberger die Möglichkeit, das psychologische und psychosoziale Beratungsangebot ortsnah in Heidelberg zu nutzen.
 
„Für manche Menschen, gerade in einer Zeit der Verunsicherung über die eigene Identität, ist es hilfreich, mit Beraterinnen und Beratern zu sprechen, die selbst schwul, lesbisch oder bisexuell sind“, so Dr. Ulli Biechele von PLUS. Für viele sei einfach wichtig zu wissen: Egal was sie belastet, die eigene Identität wird nicht in Frage gestellt, sondern gemeinsam nach Lösungen gesucht.

Offene Sprechstunde im Heidelberger „Safer Space“

Der seit Anfang 2015 bestehende „Safer Space“ ist ein Rückzugs- und Begegnungsort, an dem sich Minderheiten geschützt vor Diskriminierung und Belästigung austauschen können. Zielgruppe des Angebotes sind Jugendliche und junge Erwachsene, die von Diskriminierung betroffen sind, aber auch ältere Menschen, die diskriminiert wurden oder werden. Im „Safer Space“ sollen sich nicht nur Menschen mit unterschiedlichen Identitäten und Vorlieben, sondern auch Menschen unterschiedlicher Kulturen und Generationen austauschen können. Jugendliche sollen positive Rollenvorbilder kennenlernen, vorherrschende Stereotype in Frage stellen und langfristig in ihrem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl gestärkt werden. Der Verein Wandlungsbedarf bietet den „Safer Space“ an jedem ersten Dienstag im Monat von 18 bis 21 Uhr an.