Logo facebook Logo Twitter Logo YouTube Logo RSS Logo YouTube Logo Instagram

Prof. Würzner als Vorsitzender des Klimaschutz-Netzwerkes „Energy Cities“ wiedergewählt

Heidelbergs Oberbürgermeister vertritt mehr als 1.000 europäische Städte / Manifest verabschiedet

Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (Mitte) setzt sich als Vorsitzender des Klimaschutz-Netzwerkes Energy Cities gemeinsam mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeister anderer europäischer Städte für den Klimaschutz ein. (Foto: Stadt Heidelberg)
Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (Mitte) setzt sich als Vorsitzender des Klimaschutz-Netzwerkes Energy Cities gemeinsam mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeister anderer europäischer Städte für den Klimaschutz ein. (Foto: Energy Cities)

Prof. Dr. Eckart Würzner bleibt Vorsitzender des Klimaschutz-Netzwerkes „Energy Cities“. Heidelberger Oberbürgermeister ist am Donnerstag, 27. April 2017, bei der Jahreskonferenz in Stuttgart für drei Jahre wiedergewählt worden. „Ich freue mich sehr über das mir entgegengebrachte Vertrauen. Die Städte und Gemeinden nehmen weltweit eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz und der Energiewende ein. Sie sind wichtige Akteure bei der Umsetzung nationaler Energiepolitik und müssen stärkeres Gehör finden – sowohl innerhalb der Europäischen Union als auch darüber hinaus. Gemeinsam können wir viel für eine Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen, eine Steigerung der Energieeffizienz und eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energien bewegen. Daran werden wir weiterhin mit voller Kraft arbeiten“, sagte Prof. Würzner.

Heidelbergs Oberbürgermeister ist bereits seit 2006 Vorsitzender des Netzwerkes, das mehr als 1.000 europäische Städte und Gemeinden mit rund 56 Millionen Einwohnern in 30 Ländern vertritt. Die Mitglieder von „Energy Cities“ entwickeln gemeinsam Handlungsstrategien für den Klimaschutz, tauschen Erfahrungen und Know-how im Energiebereich aus, erarbeiten Projekte zum Klimaschutz und nehmen gezielt Einfluss auf die Politik der Europäischen Union (EU) in den Bereichen Energie-, Umwelt- und Stadtpolitik. Heidelberg arbeitet eng mit „Energy Cities“ zusammen. Daneben wurde auch der zehnköpfige Vorstand (Board of directors) für drei Jahre neu gewählt. Diesem gehören neben Heidelberg die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte Paris (Frankreich), Bornova (Türkei), Cork (Irland), Delft (Niederlande), Lüttich, (Belgien), Milton Keynes (Großbritannien), Modena (Italien), Riga (Lettland), Trnava (Slowakei) und Vaxjoe (Schweden) an. 

Forderung nach einen „echten Dialog“ zwischen der EU und lokalen Behörden

Prof. Würzner und „Energy Cities“ setzen sich für die Stärkung der Rolle von Städten und Kommunen bei internationalen Verhandlungen und Konferenzen ein – vor allem in der EU, aber auch darüber hinaus. Viele Städte in Europa engagieren sich bereits im Sinne der Beschlüsse von Paris für den Klimaschutz und die Energiewende. In einem gemeinsam in Stuttgart unterzeichneten Manifest fordert das Städtenetzwerk eine umfassende Reform des EU-Apparates durch Einführung eines „echten Dialoges mit den lokalen Behörden“ zu Energiethemen. Die Erfahrungen der Städte und Gemeinden sollen stärker in das Gesetzgebungsverfahren der EU und in entsprechende Programme einfließen. Dafür ist ein stetiger Dialog mit den Gremien erforderlich. Zudem diskutierte Prof. Würzner in Stuttgart unter anderem mit dem Abgeordneten des Europäischen Parlaments Claude Turmes (Luxemburg) und Rainer Baake, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, über nationale Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Energiewende in Kommunen.

Heidelbergs Oberbürgermeister engagiert sich zudem insbesondere im „Globalen Konvent der Bürgermeister für Klima und Energie“. Es ist die größte Bewegung von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, die sich freiwillig dazu verpflichten, die Klima- und Energieziele ihres eigenen Staates zu übertreffen. Der „Globale Konvent der Bürgermeister“ tritt vor allem für Klimaschutz, die Anpassung an die Folgen des Klimawandels und den universellen Zugang zu einer sicheren, sauberen und leistbaren Energieversorgung ein. Heidelberg nimmt hier in Deutschland eine Vorreiterrolle ein: Die Stadt gehört zu den 19 Modellkommunen, die von Beginn an beim „Masterplan 100 % Klimaschutz“ des Bundesumweltministeriums mitwirken, und verfolgt ein ambitioniertes Ziel. Bis 2050 möchte Heidelberg – unter Beteiligung der gesamten Stadtgesellschaft – zur klimaneutralen Kommune werden.

Umwelt- und Nachhaltigkeitshauptstadt Heidelberg

Die Stadt Heidelberg tritt bereits seit Jahrzehnten für Umwelt- und Klimaschutz ein. Im Jahr 1992 verabschiedete Heidelberg als erste deutsche Großstadt ein kommunales Klimaschutzkonzept. Über diesen Zeitraum hinweg hat sich die Universitätsstadt gemeinsam mit vielen Netzwerk-Partnern ihren Ruf als Umwelt- und Nachhaltigkeitshauptstadt erarbeitet. Zahlreiche Auszeichnungen bestätigen das Engagement: Heidelberg wurde bereits zweimal mit dem European Sustainable City Award ausgezeichnet, dreimal zur Stadt der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ernannt sowie zweimal als Fairtrade Town geehrt. Im Jahr 2015 erhielt die Stadt Heidelberg im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York den Global Green City Award.


Weitere Infos

Foto zum Download
www.energy-cities.eu