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Sonnenkraft nutzen und Energieeffizienz steigern

Stadt Heidelberg treibt Ausbau der Photovoltaik voran

Die Kraft der Heidelberger Sonne nutzen und die Energieeffizienz steigern: Die Stadt Heidelberg treibt den Ausbau von Photovoltaikanlagen voran, um das Potenzial der Sonne für den Klimaschutz weiter auszuschöpfen. Ziel der Stadt ist es, die Dachflächen im Stadtgebiet verstärkt für die Solarstromerzeugung zu nutzen. Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses wurden darüber am 4. Juli 2017 informiert. Neue Photovoltaikanlagen sind demnach auf dem Dach der Mark-Twain-Schule (150 Kilowatt), dem Zollhofgarten (76 Kilowatt) und auf der neuen Großsporthalle (750 Kilowatt) geplant. Große Potenziale stellen zudem die Dächer von Mehrfamilienhäusern, Parkflächen und Konversionsflächen dar. 

Photovoltaik: Auf den Heidelberger Dächern ist noch viel mehr möglich

Für die Errichtung von Solarstromanlagen auf Wohn- oder Firmengebäuden bieten die Stadtwerke Heidelberg die Contracting-Produkte „Heidelberg Energiedach“ und „Heidelberg Mieterstrom“ an. Mit „Heidelberg Mieterstrom“ kann der Vermieter eine Photovoltaikanlage auf seinem Haus anbringen lassen, und die Mieter können direkt den auf ihrem Dach produzierten Strom nutzen.
 
Inwieweit Photovoltaikanlagen gestalterisch bei der Sanierung von Kulturdenkmälern integriert werden können, prüft die Verwaltung derzeit gemeinsam mit den Stadtwerken Heidelberg am Beispiel der Chapel in der Südstadt. Im Dezember 2016 waren im Stadtgebiet 675 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtsumme von 18 Megawatt installiert. Dies entspricht rund 4,5 Prozent des theoretisch nutzbaren Heidelberger Dachflächenpotenzials für Photovoltaikanlagen von 405 Megawatt.  

Mit weniger Nachtspeicheröfen für mehr Energieeffizienz

Um die Energieeffizienz zu steigern, unterstützen die Stadtwerke Heidelberg Gebäudeeigentümer, die ihre Nachtspeicherheizungen durch Fernwärme oder Erdgas ersetzen wollen. Bei einer Neuverlegung von Fernwärmeleitungen ist auch die sogenannte „Sprinterprämie“ eine Möglichkeit der Bezuschussung. Hierzu muss der Eigentümer, während die Stadtwerke die Fernwärmeversorgungsleitungen verlegen, auch sein Gebäude anschließen lassen. Damit ersparen die Stadtwerke sich und den Kunden doppelte Aufgrabungen. Derzeit gibt es im Stadtgebiet 901 Haushalte, die mit Nachtstromspeicherheizungen ausgestattet sind. Diese haben eine Gesamtleistung von 2.555 Kilowatt und verbrauchen pro Jahr 4.197 Megawattstunden Strom – dies entspricht 0,6 Prozent des Gesamtstromverbrauchs in Heidelberg.

„Masterplan 100% Klimaschutz“

Am Förderprogramm „Masterplan 100% Klimaschutz“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) beteiligt sich Heidelberg als Modellkommune. Die Stadt hat ambitionierte Klimaschutzziele: die klimaneutrale Kommune. Bis 2050 will Heidelberg die CO2-Emissionen um 95 Prozent reduzieren und den Energiebedarf der Kommune um die Hälfte senken. Dies kann die Stadt nur gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie zentralen Akteuren der Stadt erreichen. Weitere Infos gibt es unter www.heidelberg.de/masterplan100.