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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Amt für Chancengleichheit
Bergheimer Straße 69
69115 Heidelberg
Telefon 06221 58-15500
Fax 06221 58-49160

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„Rassismuskritischer Stadtrundgang“ durch Heidelberg am Donnerstag, 29. Juni

Auf eine rassismuskritische Spurensuche durch Heidelbergs Geschichte und Gegenwart begibt sich der Verein „schwarzweiss“ mit Unterstützung des städtischen Amtes für Chancengleichheit am Donnerstag, 29. Juni 2017, ab 17.30 Uhr. Treffpunkt ist der Neckarmünzplatz (Ecke Arkaden/Bootssammlung) in der Altstadt. Die Veranstaltung findet im Rahmen des diesjährigen „Festival contre le racisme Heidelberg“ statt.

Die kolonialen Verwicklungen der Stadt Heidelberg und ihrer Institutionen bleiben in allgemeinen Darstellungen der Stadtgeschichte meist unberücksichtigt. Die Stadtführung beleuchtet diesen blinden Fleck: Sie möchte den Teilnehmenden eine neue Perspektive auf die eigene städtische Lebensumwelt eröffnen und damit zu einer sensibleren Sicht auf koloniale Ursprünge und deren Fortwirken heute anregen. Gleichzeitig soll der Frage nachgegangen werden, ob und in welchem Maße rassistische Stereotype auch im Zeitalter der Globalisierung fortbestehen und welche Bilder und Geschichten etwa durch Werbung, Tourismus oder Entwicklungszusammenarbeit transportiert werden.
 
Der Stadtrundgang ist kostenlos. Er dauert etwa zwei Stunden. Die Gruppengröße ist auf zwanzig Personen begrenzt. Um vorherige Anmeldung per E-Mail an kontakt@schwarzweiss-hd.de wird gebeten. Der Rundgang findet bei jedem Wetter statt.

Maßnahmen gegen diskriminierende Texte und Bilder

Der Stadtrundgang wirft erstmals einen kritischen Blick auf die Darstellung von Herkunft bzw. Ethnie im öffentlichen Raum. Er ist Teil der allgemeinen kommunalen Bemühungen gegen Vorurteile und Geschlechterstereotype. Das Amt für Chancengleichheit kommt damit auch einem Gemeinderatsbeschluss nach, der ein entsprechendes Maßnahmenpaket vorsieht. Ziel des Rundgangs ist es unter anderem, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für diskriminierende Bilder und Texte zu sensibilisieren und ihnen aufzuzeigen, wie sie dagegen vorgehen können. So gibt es zum Beispiel unter www.heidelberg.de/diskriminierende-werbung ein Online-Meldeformular, in dem Bürgerinnen und Bürger diskriminierende Texte und Bilder melden können. Die Stadt prüft die Fälle, konfrontiert die betreffenden Unternehmen oder Organisationen und versucht zu vermitteln.