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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie
Agenda-Büro
Prinz-Carl, Kornmarkt 1
69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-18000 und 58-18010
Fax 06221 58-4618000

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Gleitschirmflieger (Foto: Fülop)

Sport-Umwelt-Team Projekt

Das Sport-Umwelt-Team-Projekt wurde 2001 gemeinsam vom Agenda-Büro der Stadt Heidelberg, dem Sportkreis Heidelberg e.V. und 22 Sportvereinen gestartet. Im Vordergrund steht neben einem abfallarmen, energieeffizienten, wassersparenden und ökologischen Sportbetrieb die Bildung für nachhaltige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. 

Die Vereine bilden Sport-Umwelt-Teams, die zunächst beraten werden und Informationsmaterial für die praktische Umsetzung in ihrem Verein erhalten. Die Vereine entscheiden darüber, für welche Maßnahmen oder Projekte sie sich engagieren. Es kann sich gleichermaßen um umwelttechnische Maßnahmen handeln wie um Aktionen im Bereich nachhaltiger Konsum oder zum Beispiel Natur- und Artenschutz. Ziel ist es, Sportvereine zu motivieren, sich mit den Themen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Energiesparen zu beschäftigen. 

Beispiele

Mit den Vereinen werden Projekte und Aktionen entwickelt und durchgeführt, die ihre Mitglieder zu einem verbesserten Umweltverhalten animieren. Hier wurden die unterschiedlichsten Projekte realisiert, wie zum Beispiel eine Müllsammelaktion auf dem Vereinsgelände, ein Mobilitätspass (1,235 MB) durch den Vereinsmitglieder belohnt werden, die nicht mit dem Auto zum Training kommen, die Übergabe von Fair-Trade-Bällen, Vogelnistkästen für das Vereinsgelände, die Anpflanzung einheimischer Bäume und Sträucher, ein Fotoshooting für den Klimaschutz oder eine Beschilderungsaktion, die die Mitglieder animiert Heizung und Licht in den Umkleidekabinen auszumachen etc..

Durch bauliche Veränderungen kann der Energieverbrauch eines Sportvereins reduziert werden. Beispiele hierfür sind der Einbau von Bewegungsmeldern in Sporthallen, Wärmedämmung im Vereinsheim, der Einbau von LED-Leuchten, die Sanierung der Heizungsanlage, solare Warmwasserbereitung oder die Installation einer Solarstromanlage. Interessierte Sportvereine erhalten einen Energiecheck und ein Gutachten mit Maßnahmenvorschlägen sowie Hinweisen auf Fördermöglichkeiten.

Übergabe der Nistkästen an die neuen an dem Projekt beteiligten Vereine (Foto: Stadt Heidelberg)

Das Umweltamt verteilte an alle am Projekt beteiligten Sportvereine Bausätze für Vogelnistkästen. Viele Vereine haben sich bereit erklärt, auf ihren Vereinsgeländen Vogelnistkästen aufzuhängen, sie zu kontrollieren und regelmäßig zu reinigen. Auch andere Aktionen zum Schutz der Artenvielfalt werden von einigen Vereinen auf ihren Vereinsgeländen durchgeführt, so zum Beispiel das Anlegen und Pflegen von Biotopen.

Übergabe der Fair-Trade-Fußbälle an die TSG Rohrbach (Foto: Stadt Heidelberg)

Fußball verbindet – ungeachtet der kulturellen, religiösen und sprachlichen Herkunft. Bei Jugend-Fußballturnieren der TSG Rohrbach waren nicht nur die Spielregeln fair: Zum Einsatz gelangten Fußbälle aus fairem Handel, die zur Förderung von gerechten Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen in den produzierenden Ländern und zur Bekämpfung von Kinderarbeit beitragen. Die Bälle wurden vom Agenda-Büro der Stadt Heidelberg und dem Sportkreis Heidelberg gestiftet.
 
 


22 aktive Sportvereine

Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis 2016 "Sport"

Der Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis 2016 wurde mit dem Schwerpunkt Sport ausgeschrieben. Mit der Schwerpunktsetzung auf den Sport soll das große Engagement von Heidelberger Sportvereinen und allen im Sport Verantwortlichen in den Bereichen Umweltschutz und Nachhaltigkeit gewürdigt werden. Sowohl bereits durchgeführte Maßnahmen, als auch Ideen für zukünftige Projekte konnten bis zum 1. Oktober 2016 eingereicht werden. Weiterführende Informationen finden sich in der Ausschreibung. (198,8 KB) Die Jury tagte am 9. November 2016. Die feierliche Preisverleihung durch Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner fand am 8. Dezember 2016 im Rathaus statt. 

Preisträger des „Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises 2016“, Kategorie „Umgesetzte Projekte“:

  • Vereine des Sportzentrums Ost
    Die Vereine des Sportzentrums Ost – „LAV Ziegelhausen – Leichtathletik und Ausdauersportverein e. V.“ (Leitung des Projektes), „TSG 1882 Ziegelhausen“, „DJK/FC Ziegelhausen-Peterstal“ und des „TV 1888 Schlierbach“ – wurden gemeinsam für ihr Projekt „So wie man(n)/frau sich bettet, so liegt man(n)/frau“ ausgezeichnet. Die Sportlerinnen und Sportler der vier Vereine haben ehrenamtlich in rund 250 Arbeitsstunden auf der gesamten Sportanlage unter anderem zum Wasserschutz sämtliche Ablaufrinnen und -gitter gereinigt, Müll entsorgt und ökologische Maßnahmen umgesetzt (beispielsweise die Umsiedlung von Amphibien in einen neu angelegten Teich beim Sportplatz Köpfel). Die Ehrenamtlichen haben außerdem verschiedene Blumen- und Kräuterbeete angelegt, die über Spenden finanziert worden sind. Ähnliche Aktionen sollen künftig in regelmäßigen Abständen stattfinden.
  • HD-Freeride e. V.
    Der „HD-Freeride e. V.“ überzeugte die Jury mit seinem Projekt „Mountainbike-Sport umweltverträglich und ohne Konflikte mit anderen Waldnutzern ausüben“. Der Verein richtete in Kooperation mit der Stadt Heidelberg im Jahr 2012 eine Freeride-Strecke im Heidelberger Stadtwald ein, betreibt diese in Eigenregie und trägt sämtliche Kosten zur Instandhaltung. Es ist eine der ersten offiziellen Strecken Deutschlands in einem stark frequentierten, stadtnahen Erholungswald. Der Verein ist Kooperationspartner des städtischen Umweltbildungsprogrammes „Natürlich Heidelberg“ und bietet in diesem Zusammenhang Schnuppertrainings an. Ziel ist es unter anderem, neue Zielgruppen, etwa Frauen, für den Sport zu begeistern. „HD-Freeride e. V.“ beteiligt sich an verschiedenen Aktionen wie dem jährlichen städtischen Waldputztag, um seine Mitglieder für eine umweltverträgliche und nachhaltige Nutzung des gemeinsamen Erholungsraumes zu sensibilisieren. 

Preisträger des „Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises 2016“, Kategorie „Projektideen“:

  • Anatomie-Sport-Club Neuenheim e. V.
    Der „Anatomie-Sport-Club Neuenheim e. V.“ wurde für seine Projektidee „Junge Sportlerinnen und Sportler clever unterwegs“ ausgezeichnet. In Kooperation mit der Stadt Heidelberg will der Verein ein Projekt zur umweltbewussten Mobilität für die Jugendfußballspielerinnen und –spieler durch Ausgabe von „Mobilitätspässen“ mit Punktesystem auf die Beine stellen. Je umweltfreundlicher sie zwischen September 2017 und Mai 2018 zum Training kommen (per Fahrgemeinschaft; mit ÖPNV, Fahrrad oder zu Fuß), desto mehr Punkte erhalten die Jugendlichen. Am Ende der Saison erhalten die Sportlerinnen und Sportler mit den meisten „Mobilitätspunkten“ einen Preis. So sollen sie für das Thema umweltbewusste Mobilität sensibilisiert werden. Zielgruppe sind die D- und C-Jugendspielerinnen und -spieler (10 bis 14 Jahre). 
  • TSV Handschuhsheim 1886 e. V.
    Mit der Projektidee „Das Sportklamotten-Tausch-Regal“ gehört der „TSV Handschuhsheim 1886 e. V.“ ebenfalls zu den Siegern des Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises 2016. Analog zu den öffentlichen Büchertauschregalen will der Verein ab September 2017 in Kooperation mit der Stadt Heidelberg und der BUND-Jugend ein Tauschregal für Sportbekleidung für Kinder und Jugendliche einrichten. Ziel ist es, ein Projekt gegen die „Wegwerfgesellschaft“ zu starten und Kinder und Jugendliche für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Zielgruppe sind die Kinder und Jugendlichen des TSV Handschuhsheim, Jugendspielerinnen und -spieler von Wettkampfmannschaften anderer Vereine und Schülerinnen und Schüler der Stadtteile Handschuhsheim und Neuenheim.
  • Kurpfälzer Gleitschirmflieger Heidelberg e. V.
    Die Projektidee „Synergie von Biotop-Pflege, Erholungswald und Sport auf dem Königstuhl“ der Kurpfälzer Gleitschirmflieger überzeugte die Jury. Die Vereinsmitglieder pflegen seit 2003 die Startfläche neben der Bergbahn auf dem Königstuhl. Der Startplatz zählt gleichzeitig zu den wichtigsten Aussichtspunkten auf dem Königstuhl. Die Flächen, die beim Starten nicht betreten werden, sollen zu Biotopen weiterentwickelt werden. Der Verein möchte in den Jahren 2017 und 2018 die Biodiversität der Königstuhlwiese verbessern. In Kooperation mit der Stadt Heidelberg und dem BUND will der Verein die dortigen Pflanzenarten kartieren, einen neuen Pflege- und Entwicklungsplan erstellen und die Wiese entsprechend pflegen. 
  • Sport Club Neuenheim e. V.
    Der „Sport Club Neuenheim e. V.“ wurde für seine Projektidee „SCN-Kids tierisch stark“ geehrt. Von April bis Oktober 2017 sollen Jugendspielerinnen und -spieler des Vereins zwischen 7 und 12 Jahren Patenschaften zu einzelnen artgeschützten Tieren des Heidelberger Zoos übernehmen. Die Kinder sammeln in Zusammenarbeit mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zoos Informationen über ihr Patentier. Sie dokumentieren ihre Patenschaft; Abschluss ist eine Ausstellung der Projektergebnisse im Vereinsheim. Zudem findet eine Spendenaktion zu Gunsten der Patentiere satt. Ziel ist es, die Kinder für den Tier- und Artenschutz zu sensibilisieren.
     

Über eine Urkunde und ein kleines Preisgeld können sich folgende Vereine freuen: