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Kulturamt
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69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-33000 und 58-33010
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Handlungsräume für Kulturschaffende öffnen

Engagierte Diskussionen bei der Kulturwerkstatt zur Fortschreibung der Kulturleitlinien

Engagierte Diskussion um Heidelbergs Profil als Kulturstadt: Teilnehmer der ersten Kulturwerkstatt am 18. Juni im Rathaus. (Foto: Buck)
Engagierte Diskussion um Heidelbergs Profil als Kulturstadt: Teilnehmer der ersten Kulturwerkstatt am 18. Juni im Rathaus. (Foto: Buck)

Die zweite Etappe ist genommen: Nach dem ersten Kulturgespräch im April, diskutierten am Samstag, 18. Juni 2016, Kulturexperten, Vertreter der Bürgerschaft und der Kulturverwaltung im Rahmen einer „Kulturwerkstatt“ im Rathaus darüber, wie sich die Kulturstadt Heidelberg künftig profilieren soll. Anlass war die Fortschreibung der Kulturleitlinien, mit Hilfe derer die Stadt bis 2017 die Grundlage für eine transparente und flexible Kulturförderung in Heidelberg erarbeiten möchte.

Säulenmodell modifiziert

Das „Drei-Säulenmodell“, das bei einer Klausurtagung des Gemeinderats 2014 erarbeitet wurde und das die Bereiche Tanz, Outsider-Art und Literatur als internationale Alleinstellungsmerkmale für Heidelberg ausweist, wurde als Orientierungsrahmen von den Teilnehmern intensiv diskutiert und modifiziert, weil sich andere Sparten als nicht genügend berücksichtigt empfanden. „Es wurden Ansätze beraten, die es jetzt weiter auszuarbeiten gilt, um zu einer präzisen Darstellung des Gesamtprozesses zu gelangen“, sagte Bürgermeister Dr. Joachim Gerner. „Als Hilfestellung hat das Säulenmodell die Diskussion in Gang gebracht“, zeigte sich Gerner zuversichtlich. Er lobte die engagierte und sachliche Diskussion der Teilnehmer in der wichtigen Frage, wohin sich Heidelberg als Kulturstadt entwickeln solle. Die Leitlinien seien dabei als „Arbeitsdefinition zu verstehen, um Handlungsräume für die Kulturschaffenden zu eröffnen und offenzuhalten“. 

Internationale Netzwerke

Über Chancen und Möglichkeiten für die Profilierung der Kulturstadt Heidelberg im globalen Netzwerk der Creative Cities referierte Dr. Andrea Edel. Leiterin des Kulturamtes und des Projekts UNESCO City of Literature. Sie sieht in interdisziplinären Projekten und im internationalen Wissens- und Erfahrungsaustausch große Potenziale für die Kulturakteure der Stadt. Darin bestärkt wurde sie von Christine Merkel, Abteilungsleiterin Kultur der Deutschen UNESCO-Kommission, die mit Blick auf die kulturelle Vielfalt der UNESCO Creative Cities appellierte, auf Netzwerkarbeit zu setzen, um Potenziale für internationale Kooperationsprojekte zu erschließen.

Interdisziplinäre Projekte

Um Interdisziplinarität ging es bei der anschließenden Diskussion im Plenum. Die Diskussionsteilnehmer identifizierten dabei zahlreiche Anknüpfungspunkte für bereits bestehende und gewünschte interdisziplinäre Projekte. Außerdem wurden unter anderem ein Portal als Kommunikationsplattform für Kulturschaffende gefordert, ebenso Räume für interdisziplinäre Veranstaltungen. 

Dachthemen von Uni und Stadt

Aufbauend auf die bestehenden Kooperationen zahlreicher Institute und Lehrender der Universität mit dem Kulturamt, sollen in der künftigen Zusammenarbeit von Stadt und Universität wechselnde größere „Dachthemen“ für Projekte definiert werden, bei denen Akteure der Universität mit Akteuren der Heidelberger Kulturszene zusammenwirken können.

Orte für Jugendkultur

In Sachen kulturelle Bildung und Jugendkultur waren sich die Teilnehmer einig, dass man Jugendlichen gezielt den Weg zu kultureller Eigenarbeit freimachen und ihnen kulturelle Aktivität beispielsweise in Werkstätten oder Proberäumen ermöglichen solle.

Nach der Sommerpause geht die Arbeit an den Kulturleitlinien weiter mit einer zweiten Kulturwerkstatt, die voraussichtlich Anfang Oktober stattfinden wird.


Weitere Infos

Weitere Informationen zur Fortschreibung der Kulturleitlinien finden Sie unter www.heidelberg.de/kulturamt
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