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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Dr. Andrea Edel
UNESCO City of Literature / Kulturamt
Haspelgasse 12
69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-33000

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Literatur live im Spiegelzelt

Vom 21. bis 25. Juni finden die „Heidelberger Literaturtage im Aufbruch“ 2017 statt

Mehr als 40 Einzelveranstaltungen an fünf Tagen: Die „Heidelberger Literaturtage im Aufbruch“ segeln 2017 unter der Flagge der UNESCO Creative Cities und bieten vom 21. bis 25. Juni 2017 im historischen Spiegelzelt auf dem Universitätsplatz ein literarisches Programm, das die Tradition des Festivals aufgreift und zugleich viele Neuerungen bietet. Auf dem Programm stehen Lesungen deutschsprachiger und internationaler Autoren, Veranstaltungen, bei denen sich Literatur mit Musik oder bildender Kunst interdisziplinär verschränkt, ein breites Kinder- und Jugendangebot, Workshops, Führungen, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen sowie Late Night Specials mit Dichtern der jungen und studentischen Szene. Der Vorverkauf läuft.

Seit 23 Jahren gehören die „Heidelberger Literaturtage“ alljährlich zu den festen Höhepunkten des literarischen Lebens der Stadt. Neu ist der Titelzusatz „im Aufbruch“. Denn nach Auflösung der kuratierenden Arbeitsgruppe im vergangenen Spätherbst findet das Festival vorläufig unter der federführenden Organisation des Kulturamtes der Stadt Heidelberg statt. Parallel dazu läuft der gemeinschaftliche Prozess Heidelberger Literaturschaffender unter Moderation des Kulturamts zur Neukonzeption des Festivals für die nächsten Jahre.

Programmausweitung dank Unterstützer

Dass das traditionsreiche Festival 2017 stattfinden kann und sich sogar breiter aufgestellt präsentiert, ist das Verdienst vieler Unterstützer: So hat der Gemeinderat die lückenlose Fortführung des Festivals mitgetragen. Neben der finanziellen Unterstützung des Festivals durch die Stadt ist es Sponsoren und Förderern wie der Klaus Tschira Stiftung, den Stadtwerken Heidelberg, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, der Heidelberger Volksbank, Ritter Sport und anderen Partnern zu verdanken, dass das Veranstaltungsangebot ausgebaut werden konnte.
 
Für Bürgermeister Dr. Joachim Gerner ist dies ein gutes Signal: „Für Heidelberg als traditionsreiche Stadt der Literatur und Mitglied im UNESCO-Netzwerk der Literaturstädte sind die Heidelberger Literaturtage ein wichtiges Merkmal. Es ist in erster Linie dem außerordentlichen Einsatz des Kulturamts für die Rettung des Festivals zu verdanken, dass die Heidelberger Literaturtage 2017 im bewährten Zeitraum im Spiegelzelt auf dem Universitätsplatz realisiert werden können. Das Festival fügt sich mit spannenden Akzenten ins literarische Gesamtprogramm der Stadt ein. Darüber hinaus ist es gelungen, das Festivalprogramm um neue Elemente zu erweitern und für breitere Publikumsgruppen zu öffnen. Dafür möchte ich den Koordinatoren im Kulturamt und allen beteiligten Partnern in der Stadtbücherei, dem Deutsch-Französischen Kulturkreis, dem Montpellierhaus und insbesondere unseren Sponsoren danken.“ 

Eröffnung am 21. Juni

Die Heidelberger Literaturtage im Aufbruch werden am Mittwoch, 21. Juni, um 18 Uhr gemeinsam von Kulturbürgermeister Dr. Joachim Gerner und seinem Amtskollegen Giancarlo Sagramola aus Fabriano, der italienischen UNESCO City of Crafts and Folk Art, eröffnet.
 
Das fünftägige Programm spiegelt Heidelbergs Charakteristiken als UNESCO-Literaturstadt wider, indem es sowohl international und national als auch regional renommierten Autorinnen und Autoren, Verlagen, Buchhandlungen und weiteren literarischen Akteuren eine Bühne bietet. Einen besonderen Schwerpunkt stellen in diesem Jahr interdisziplinäre Veranstaltungen dar. Das wird gleich am Eröffnungsabend deutlich: Neben Beiträgen des Slampoeten Nektarios Vlachoupoulos steht die Uraufführung des „Tango vigoroso für Cello und Klavier“ des Komponisten Luca Tessadrelli aus der UNESCO Creative City Parma für die Heidelberger Cellistin Dorothea von Albrecht und ihren Duopartner Peer Findeisen auf dem Programm. Ab 20 Uhr liest Durs Grünbein aus seinen neuesten Werken, im Anschluss spricht er mit dem bildenden Künstler Via Lewandowsky über die Verbindung von Literatur und Fotografie anhand eines gemeinschaftlichen Ausstellungsprojektes.
 
Das Late-Night-Programm des Eröffnungsabends ab 22 Uhr ist der UNESCO City of Literature Granada gewidmet. Flamencosänger Sergio el Colorao interpretiert, begleitet vom Jazzpianisten Jesús Hernandez, Liedtexte des spanischen Dichters Federico García Lorca. 

Maghrebtag am 22. Juni

Am Folgetag wendet sich der bewährte „Heidelberger Maghrebtag“ (22. Juni ab 18 Uhr) – konzipiert von der Heidelberger Übersetzerin Regina Keil-Sagawe und dem Heidelberger Schriftsteller Hans Thill – mit Lesungen und Podiumsgesprächen mit Meriam Bousselmi (Tunesien), Fouad Laroui, Aicha Berth und Abdelkader Benali (Marokko) dem literarischen Geschehen in der Zeit nach dem arabischen Frühling zu. 

Nationale und internationale Autoren

Frank Witzel ist als Heidelberger Poetikdozent mit einer Lesung ebenso zu Gast im Spiegelzelt (23. Juni, 18 Uhr) wie die indisch-französische Schriftstellerin Shumona Sinha mit einer bilingualen Lesung ihres Romans „Calcutta / Kalkutta“ (23. Juni, 20 Uhr). Die Schweizerin Noëlle Revaz widmet sich im Gespräch mit Verleger Thorsten Ahrend ihrem „Unendlichen Buch“ (24. Juni, 18 Uhr), ihre Landsmännin Ilma Rakusa, Poetin und Übersetzerin, zusammen mit Dr. Thorsten Schmidt vom Literaturarchiv Marbach „Rilkes Spuren in Russland“ (24. Juni, 20 Uhr). Die Berliner Autorin Anke Stelling – 2015 mit „Bodentiefe Fenster“ auf der Longlist des Deutschen Buchpreises – dürfte besonders die jungen Heidelberger Familien ansprechen (24. Juni, 16.30 Uhr) und mit Christian Brückner hält der Textrezitator mit der bekanntesten Synchronstimme Deutschlands Einzug ins Spiegelzelt (24. Juni, 21.30 Uhr). 

Late Night-Programm

Die Festivalabende klingen jeweils mit einem speziellen Late Night-Format aus, in dem junge, oftmals studentische Dichtergruppen wie „Kamina“, „Echolot“ oder „Mosaik“ aber auch ein „Best of“ des Heidelberger Erzählwettbewerbs der Julius-Springer-Schule mit Toni Landomini, Molli Hiesinger und Hannah Kurzenberger dem Publikum in ungezwungener Loungeatmosphäre ihre literarische Kunstfertigkeit präsentieren. 

Umfangreiches Kinder-, Jugend- und Familienprogramm

Wesentlich vergrößert hat sich das Angebot für Kinder, Jugendliche und Familien: Unter der Woche vormittags gibt es kostenfreie Veranstaltungen für Schulklassen jeden Alters im Spiegelzelt. Die bekannte Jugendbuchautorin Katja Brandis ist mit einer Lesung von „White Zone“ und „Woodwalkers“ ebenso vertreten (22. Juni, 9 Uhr im Spiegelzelt und 11.45 Uhr im Kurfürst-Friedrich-Gymnasium) wie ihre Kollegin Kirsten Reinhardt mit „Der Kaugummigraf“ (23. Juni, 11 Uhr im Spiegelzelt und 15 Uhr in der Bücherstube an der Tiefburg, Handschuhsheim).
 
Als Kooperation mit „Word Up!“ bringen Poetry-Slammer Jugendlichen ihre Kunst der Spoken-Word-Performance näher (22. Juni, 11 Uhr), Theaterautorin Ingeborg von Zadow und Ensemblemitglieder des Jungen Theaters Heidelberg das dramatische Schreiben für die Bühne (23. Juni, 9 Uhr). Und am Familiensamstag, 24. Juni, rockt ab 10 Uhr zunächst „Ritter Rost auf Schatzsuche“ mit Autor und Illustrator Jörg Hilbert und der Stimme der Burgfräuleins Bö, Patricia Prawit, das Zelt, bevor es im Anschluss bis 15 Uhr beim Kinderliteraturfest für die ganze Familie in Workshops, an Mitmachstationen, im Bücherbus der Stadtbücherei und auf Geschichtenfinder-Expeditionen mit Enno Kalisch vieles zu erleben gibt. Gemeinsam mit ihm können Kinder am Festivalfreitag nachmittags in der Jugendkunstschule auch ihre eigenen gemalten Bilder zu Geschichten werden lassen. Kuratiert wird das Kinder- und Jugendprogramm 2017 von der Heidelberger Literaturvermittlerin Evelyn Gangl von Kinder.Literatur.Projekte.

Begegnungen mit anderen Literaturstädten

Aus dem Netzwerk der UNESCO Creative Cities präsentieren Vertreter aus dem italienischen Fabriano die hohe Kunst der Papierherstellung (24. Juni, 11.30 Uhr), aus den Literaturstädten Prag und Granada kommen Poeten und Musiker. Verleger aus dem portugiesischen Óbidos stellen an den Ständen im Spiegelzelt ihr literarisches Spektrum neben Heidelberger Buchhandlungen und Verlagen vor. Letztere sind in geballter Form im „Verlagsjam“ am Festivalsonntag, 25. Juni, ab 13.30 Uhr auf der Bühne zu erleben.
 
„Die Heidelberger Literaturtage im Aufbruch“ stellen eine sehr gute Möglichkeit dar, die Besonderheiten und Chancen zur internationalen und interdisziplinären Zusammenarbeit im UNESCO-Netzwerk der Creative Cities zu erfahren und gemeinsame Arbeitsergebnisse zu präsentieren,“ bemerkt Kulturamtsleiterin Dr. Andrea Edel. „Mit diesem Festival kann die regional-internationale Vernetzung der Heidelberger Kulturszene wesentlich gefördert werden. Für die Heidelberger Literaturtage ist das ein weiteres Alleinstellungsmerkmal in der bundesdeutschen Landschaft der Literaturfestivals.“

Vorverkauf und Tickets:

Infos zum Programm, Vorverkaufsstellen und Ticketpreisen der Heidelberger Literaturtage unter www.heidelberger-literaturtage.de.

(Erstellt am 30. Mai 2017)