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Teaserbild Newsletter Wirtschaftsförderung (Foto: Diemer)

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Heidelberg stellt seine „Wissensstadt der Zukunft“ bei Immobilienmesse Expo Real in München vor

Vision für knapp 100 Hektar großes Patrick-Henry-Village im Fokus / Internationales Fachpublikum vor Ort

Das Patrick-Henry-Village (PHV) lag jahrzehntelang abgeschottet am Heidelberger Stadtrand. Nun rückt die ehemalige Wohnsiedlung der US-Armee ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Stadt Heidelberg und ihre Partner präsentieren auf Europas größter Immobilienmesse Expo Real in München (4. – 6. Oktober 2017) dem internationalen Fachpublikum ihre großen Stadtentwicklungsprojekte – mit einem besonderen Fokus auf PHV. Seit März 2017 gibt es für die fast 100 Hektar große Fläche eine spektakuläre Entwicklungsvision als „Wissensstadt der Zukunft“, die in der Fachwelt für Aufsehen sorgt. Neben PHV zeigt die Stadt Heidelberg am Gemeinschaftsstand der Metropolregion Rhein-Neckar (Halle C1, Stand 130) auch den aktuellen Entwicklungsstand auf seinen weiteren Konversionsflächen und im neuen Stadtteil Bahnstadt – dem weltweit größten Passivhausquartier.

„Heidelberg entwickelt sich aktuell in einem enormen Tempo. Mit der Bahnstadt und den ehemaligen Flächen der US-Armee gestalten wir rund 300 Hektar neu. Wir sind eine wachsende Stadt mit einem hohen Bedarf an Wohnungen und Flächen für innovative Unternehmen. Beim Planen und Bauen suchen wir Lösungen, die beispielhaft für urbanes Leben im 21. Jahrhundert sein sollen: digital vernetzt, energieeffizient, ressourcenschonend und mit einer hohen Lebensqualität“, sagt Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

PHV: Leuchtturmprojekt der Internationalen Bauausstellung

Ein besonderes Leuchtturmprojekt ist die Entwicklung des Patrick-Henry-Village (97 Hektar), mit dem sich die Internationale Bauausstellung (IBA) Heidelberg intensiv befasst. Seit März 2017 liegt hierfür eine spektakuläre Vision für eine „Wissensstadt der Zukunft“ vor. Der international renommierte Städtebauer Kees Christiaanse (u.a. Hafen-City Hamburg) hat hierfür Ideen und Ansätze weiterer weltweit tätiger Fachkollegen zusammengeführt. Das PHV könnte demnach Arbeits- und Wohnraum für 10.000 bis 15.000 Menschen und ein Modellort für den Einsatz digitaler Technologien, innovativer Mobilitätskonzepte sowie klimaneutraler Energieversorgung werden.

Das Interesse der Fachwelt an den Planungen für PHV und die „Wissensstadt der Zukunft“ ist sehr groß. Deshalb sind die Stadt Heidelberg und die International Bauausstellung (IBA) eingeladen worden, eine spezielle Ausstellungsfläche auf der Messe zum Thema Urbanisierung mitzugestalten: Auf dem „Intelligent Urbanisation Forum“ (Halle C1, Stand 442) werden richtungsweisende Prozesse in der Stadtentwicklung vorgestellt – PHV wird dabei als Modellfall behandelt. Kees Christiaanse hält am 4. Oktober, 10 Uhr, die Eröffnungsrede. Anschließend nimmt Oberbürgermeister Würzner um 11 Uhr an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunftsperspektiven der Stadtplanung“ teil. 

Weitere Konversionsflächen: Patton Barracks, Mark-Twain-Village, US Hospital

Neben PHV entwickelt Heidelberg aktuell noch drei weitere ehemalige US-Flächen. Auf den Patton Barracks (15 Hektar) im Stadtteil Kirchheim wächst der Heidelberg Innovation Park (HIP) – ein Hot-Spot für Unternehmen aus den Bereichen IT, digitale Medien, Bioinformatik und Design. Hinzu kommt eine Großsporthalle für bis zu 5.000 Zuschauer und ein Entwicklungszentrum für Startups aus dem Bereich Organische Elektronik.

Bereits weit vorangeschritten ist die Entwicklung auf Mark-Twain-Village/Campbell Barracks (43 Hektar). Bei der Entwicklung der weitgehend denkmalgeschützten Bausubstanz der Campbell Barracks rund um den zentralen Paradeplatz geht die Stadt gemeinsam mit der IBA Heidelberg einen neuen Weg: Das Areal soll vor allem über die Freiräume und Grünflächen entwickelt werden. Unter dem Titel „Der andere Park“ entwerfen sieben internationale Büros bis Jahresende 2017 Vorschläge. In ehemalige Wohnhäuser der US-Armee im Mark-Twain-Village sind seit Sommer 2016 vor allem junge Familien in die ersten knapp 100 fertigen Wohnungen gezogen. Insgesamt entstehen in dem Areal über 1.300 Wohnungen – 70 Prozent davon im preiswerten Segment. Auch auf US Hospital (9 Hektar) entsteht vor allem Wohnraum: rund 600 Einheiten rund um einen fast 8.000 Quadratmeter großen Park. 

Bahnstadt: Weltweit größtes Passivhausquartier

Die neue Bahnstadt ist Heidelbergs jüngster Stadtteil. Er hat sich mit seiner durchgehenden Passivhausbauweise bereits international einen Namen als „Null-Emmissionsstadtteil“ gemacht und wächst kontinuierlich. Rund 6.500 bis 6.800 Menschen werden später in dem Gebiet leben, hinzu kommen etwa 5.000 bis 6.000 Arbeitsplätze, vor allem in Forschung und wissenschaftsbasierten Unternehmen. Bundesbauministerin Barbara Hendricks urteilte bei einem Besuch: „Die Bahnstadt hat Modellcharakter. Durchgehende Passivhaus-Bauweise, ein Energiekonzept, das komplett auf regenerative Energien setzt, oder das Fahrrad als Leitverkehrsmittel – dieser Rahmen ist beispielhaft für eine umweltfreundliche und ökologische Stadtentwicklung.“

Das Areal ist mit 116 Hektar größer als die Heidelberger Altstadt. Es liegt auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofes. Der Hauptbahnhof ist wenige Gehminuten entfernt, in die Altstadt sind es zehn Minuten mit Fahrrad oder Straßenbahn. High-Tech-Unternehmen, eine Hochschule, ein Hotel, Kinderbetreuungseinrichtungen, eine Kultur- und Veranstaltungseinrichtung und Einzelhändler sind vor Ort. Mit dem Bau von B³ – einem Komplex mit Grundschule, Kita und einem Bürgerzentrum – und eines Multiplex-Kinos stehen zwei weitere Großvorhaben kurz vor dem Abschluss.