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Vortrag: „Das verlorene Paradies. Russen in Heidelberg 1860 - 1914“

Dr. Roland Krischke referiert anlässlich der Mandelstam-Ausstellung

Anlässlich der Ausstellung „Ossip Mandelstam – Wort und Schicksal“ spricht Dr. Roland Krischke am Mittwoch, 22. Juni 2016, um 19 Uhr in der Friedrich-Ebert-Gedenkstätte, Pfaffengasse 18, über „Das verlorene Paradies. Russen in Heidelberg 1860-1914“.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zog es viele junge Russen nach Heidelberg. Vor allem der Ruf der naturwissenschaftlichen Fakultäten der Universität mit Hermann von Helmholtz oder Robert Wilhelm Bunsen sorgte dafür, dass die „Anlage“ zeitweise zur „Russenstraße“ wurde. In der Plöck entstand eine russische Lesehalle. Zu den berühmten Russen in Heidelberg gehörten neben Schriftsteller Iwan Turgenjew und Chemiker Dmitri Mendelejew auch der Chemiker und Mediziner Alexander Borodin sowie die Komponisten Alexander Skrjabin und Nikolai Rimskij-Korsakow. Der Erste Weltkrieg beendete die von vielen Russen als Idylle empfundene Zeit in „Gejdelberg“, ihrem „verlorenen Paradies“.

Die Ausstellung „Ossip Mandelstam“ ist bis 17. Juli in der Friedrich-Ebert-Gedenkstätte, Pfaffengasse 18, zu sehen. Die eigens für Heidelberg adaptierte und ergänzte Zusammenstellung von Exponaten des Staatlichen Russischen Literaturmuseums Moskau und weiterer russischer Archive zeigt bislang unveröffentlichte Originaldokumente, Manuskripte, Fotos und Grafiken, darunter auch Heidelberger Universitätsdokumente oder Kopien der KGB-Untersuchungsakten des 1938 im russischen Gulag verstorbenen Schriftstellers.