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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie
Klimaschutz und Energie
Prinz-Carl, Kornmarkt 1
69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-18000 und 58-18010
Mobiltelefon Energieberatung: 06221 58-18141
Fax 06221 58-4618000

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Interview mit Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner auf dem C40 Forum in Paris

Fünf Schwerpunkte

des Maßnahmekatalogs für den Energiesektor

Entsprechend des Beschlusses des Gemeinderates vom 16.12.2004 werden auf der Basis der Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes Heidelberg 2004 folgende fünf Schwerpunkte gesetzt (Reihenfolge nach aufsteigender Numerierung im Gutachten):

  • Heidelberger Gebäude-Standard (Maßnahme Nummer fünf)
    Ausgehend von der Fortschreibung der Energiekonzeption der Stadt Heidelberg, deren Grundzüge im Vorfeld im Heidelberg-Kreis Klimaschutz & Energie unter anderem mit Vertretern/innen der Bauwirtschaft abgestimmt wurden, soll der dort definierte Energiestandard auf Basis freiwilliger Zieldefinitionen auch bei anderen öffentlichen und privaten Bauherren Anwendung finden. Die Schwerpunkte dabei sind die Unterschreitung der Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) um 30 Prozent und eine energie- und kostenoptimierte Gebäudetechnik.
  • Energieoptimierter Stadtteil Bahnstadt (Maßnahme Nummer sechs a)
    Als größtem Stadtentwicklungsprojekt kommt der Bahnstadt eine hohe Bedeutung in ihrer direkten Auswirkung auf den Energieverbrauch und die Kohlendioxidemissionen und auch eine starke Signalwirkung auf die gesamte Stadt zu. Optimierungsziele liegen beim baulichen Wärmeschutz (Passivhäuser), dem Einsatz erneuerbarer Energien (Solarenergie und Geothermie) und bei der effizienten Stromnutzung vor allem im Bürobereich. Hierbei soll gleichzeitig flächendeckend ein hoher Standard erreicht und ausgewählte Modellprojekte realisiert und präsentiert werden.
  • Förderprogramm zur rationellen Energieverwendung (Maßnahme Nummer 22 a)
    Wie der Gutachter betont, hat das Förderprogramm zur rationellen Energieverwendung entscheidendend zur Einsparung der Kohlendioxidemissionen bei der Heizung der Wohngebäude beigetragen. Auch das regionale Handwerk hat von den durch das Programm geförderten energetischen Sanierungen profitiert. Da die Energie-Einspar-Verordnung keinen ausreichenden Anreiz für eine Sanierung der bestehenden Gebäude bietet, soll das Förderprogramm unbedingt fortgeführt und weiterentwickelt werden.
  • Energieeffizienz im Gewerbe (Maßnahme Nummer 31)
    Da im Gewerbe der größte Anstieg der Kohlendioxidemissionen zu verzeichnen war, muss das Klimaschutzkonzept einen Schwerpunkt auf diesen Sektor legen. Eine zentrale Rolle sollte hierbei die Gewerke übergreifende Bearbeitung von technischen Bereichen mit hohem Verbrauchsanteil und lohnendem Einsparpotential spielen. Zu diesen Querschnittstechnologien gehören die EDV, die bereits in Workshops mit Industrie und Gewerbe intensiv bearbeitet wird, und die Lüftungs-/Klimatechnik. Daneben stellt die Energieeffizienz im Programm "Nachhaltiges Wirtschaften" einen wichtigen Aspekt dar und wird in weiteren Branchenprojekten wie "Bäcker/Konditoren und Umwelt" umgesetzt.
  • Ausbau erneuerbarer Energien (Maßnahme Nummer 70)
    Die Versorgung aus erneuerbaren Energien muss weiter ausgebaut werden. Die Solarthermie und die Photovoltaik haben in den letzten Jahren in Heidelberg eine positive und stetige Entwicklung genommen. Weitere Impulse sind erforderlich, um die Waldholznutzung zur Wärme- und Stromerzeugung voranzubringen, die aufgrund des hohen Waldanteils eine besondere Bedeutung hat. Dabei sollen ausschließlich moderne, saubere Technologien, ohne relevante Immissionsbelastung eingesetzt werden.

    Ein hohes Potential für die Wärmeversorgung und Stromerzeugung besitzt die Geothermie. Hier muss zunächst die Machbarkeit anhand der Untersuchung der geologischen Situation in Heidelberg geklärt werden.

Als Zielvorgabe wird der bisherige Zielwert minus 20 Prozent beibehalten und als neuer Zeithorizont das Jahr 2015 festgelegt. Begründet wird dies durch die bereits realisierten Energieeinsparungen bei den städtischen Gebäuden und dem damit erbrachten Nachweis der technischen Machbarkeit dieses Zieles sowie durch die Notwendigkeit angesichts der globalen Perspektive.