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"Gesundes Heidelberg" und Schulsanitätsdienst an der Marie-Baum-Schule

"Gesundes Heidelberg"

Projektidee

Leckeres, belegtes Fladenbrot (Foto: Maren Ahlswede Peitinger)

Das Fach Projektkompetenz gehört zur gängigen Stundentafel des einjährigen Berufskollegs (1BK1P), das fächerübergreifend und integrativ unterrichtet wird. Nachdem im ersten Halbjahr Methoden trainiert werden, findet im zweiten Halbjahr ein mehrtägiges Projekt statt, bei dem die trainierten Methoden angewendet werden und weitere Kompetenzen wie Projektplanung, Teamfähigkeit, Umgang mit Informationsmaterial und Präsentationstechniken erworben werden sollen.
 
Da an der Marie-Baum-Schule das Berufskolleg für Gesundheit und Pflege existiert, wird auch der Schwerpunkt des Projekts entsprechend gesetzt. Die Schülerinnen und Schüler sollen das im Unterricht erworbene Wissen mit den die Gesundheit betreffenden Begebenheiten ihrer Stadt verknüpfen und darüber hinaus weiterführende Ideen entwickeln, wie man mehr „Gesundheit“ in der Stadt etablieren kann.

Themen

Gruppenbild der Teilnehmer des Projektes (Foto: Maren Ahlswede Peitinger)

Im Rahmen der Projektkompetenztage vom 18. bis 20.  Mai 2015 zum Oberthema „Gesundes Heidelberg“ bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr folgende Themen:

  • Stadtplanung als Instrument der Gesundheitsförderung
  • Gesundes Frühstück an Schule
  • Gesundheitliche Chancengleichheit
  • Suchtprävention
  • Heidelberg als medizinisches Kompetenzzentrum am Beispiel des DKFZs
  • Heidelberg als medizinisches Kompetenzzentrum am Beispiel der Gesundheitsakademie
  • Heidelberg als medizinisches Kompetenzzentrum am Beispiel des Instituts für Klinische Transfusionsmedizin und Zelltherapie
  • Adipositas bei Kindern
  • Rauchprävention
  • Sportförderung
  • HIV- Prävention
  • Gewaltprävention

Ziel des Projektes

Je nach Thema ist das Ziel eine möglichst genaue Darstellung der Fakten, die übergeordnete Frage, welche Bedeutung die zugeteilte Institution für Heidelberg hat bzw. wie das Thema in Heidelberg umgesetzt wird, welche Präventivmaßnahmen ergriffen werden und welche zukünftigen Strategien hierzu entwickelt werden könnten.

Schülerinnen und Schüler der Marie-Baum-Schule präsentieren die Projektergebnisse (Foto: Maren Ahlswede Peitinger)

Ablauf der Projektkompetenztage

Mit einem Vortrag zum Thema „Essstörung und Schönheitsideal“ von der Jugendsozialarbeiterin und Diplompädagogin Kathrin Raabe starteten die drei Projektkompetenztage. Sie erklärte die zwei Hauptformen der Essstörungen – Bulimie und Magersucht- , zog dann einen Bogen über die Frage, inwiefern das heutige Schönheitsideal möglicherweise ursächlich für diese sei, und schloss mit einer Darstellung ab, welche  Hilfen man in Heidelberg bekommt, sollte man selbst oder für jemanden anderen Hilfe bezüglich einer Essstörung suchen. Nach diesem sehr motivierenden Vortag hatten die Schüler und Schülerinnen anschließend zwei Tage lang Zeit, um sich intensiv mit ihrem Thema auseinanderzusetzen. Sie konnten recherchieren, Plakate, Powerpoint-Präsentationen und weitere Zusatzmaterialien erstellen, sowie Außentermine wahrnehmen.

Präsentation

Am dritten Tag - nach einem gemeinsamen gesunden Frühstück - wurde der Marktplatz in der Aula der Marie-Baum-Schule aufgebaut, sodass sich Schulklassen und Lehrer die Ergebnisse anschauen konnten. Die Infostände waren sehr vielseitig und präsentieren beispielsweise unterschiedliche Wissensquiz, selbstgedrehte Videos, zum Beispiel mit dem Leiter eines KickBox Clubs zum Thema Gewaltprävention oder selbstgemachte Kostproben zum Thema Gesundes Frühstück. Das Ergebnis war ein umfassender Überblick über das gesundheitliche Angebot der Stadt Heidelberg, welche Maßnahmen hier ergriffen werden, um gesundheitlichen Problemen wie Erkrankungen durch das Rauchen oder Adipositas entgegenzutreten, aber auch welche Präventivmaßnahmen stattfinden oder welche zusätzlich sinnvoll wären. Besonders interessant waren die Visionen, Strategien und kreativen Ideen der Schülerinnen und Schüler, mehr „Gesundheit“ in Heidelberg zu etablieren.

Schulsanitätsdienst

Kompetenz durch Kooperation

Teilnehmer des Projekts Schulsanitätsdienst an der Marie-Baum-Schule

Auf Initiative von Schülerinnen und Schülern der Marie-Baum-Schule wurde der schon vor einigen Jahren gegründete Schulsanitätsdienst zu neuem Leben erweckt. Die 14 Schulsanitäter haben seit Schuljahresbeginn schon in 22 Fällen Mitschüler/innen geholfen. Inzwischen ist der Bereitschaftsdienst ein Selbstläufer geworden, so die Rückmeldungen von Schülern und Lehrern. Alle zwei Wochen werden schultypische Situationsbeispiele unter fachkundiger Anleitung geübt. Daneben ist einmal im Monat sowohl für einen Erfahrungsaustausch als auch für tiefergehende Fachfragen und Organisatorisches Raum und Zeit. Am Mittwoch, den 17.02., wurde nun die Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz Heidelberg geschlossen, das der Schule Übungs- und Lehrmaterialien bereitstellt. Außerdem soll mit Abschluss der derzeit laufenden Umbauarbeiten an der Marie-Baum-Schule mit ihrem u.a. gesundheitlichen und pflegerischen Profil auch ein Sanitätsraum entstehen, wo Schüler von Schülern versorgt werden können.