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Stadtteile der Wissenschaft

in Heidelberg

Typenreihe der Stadtteile des Wissens
Typenreihe der Stadtteile des Wissens

Die historische Entwicklung Heidelbergs hat drei Wissenschaftsstadtteile hervorgebracht, die klassische Vertreter bestimmter Stadtmodelle und europäischer Städtebauepochen sind.

Altstadt: Wissenschaften in der historischen Stadt

Wissenschaften und studentisches Leben sind in der Altstadt hochgradig in das Stadtgefüge integriert und mit anderen Nutzungen vernetzt. Studentisches Wohnen, Fachbuchhandel, Gastronomie und kulturelle Angebote machen neben den eigentlichen universitären Einrichtungen den „studentischen Charme“ der Altstadt. aus

Blick auf Alte Universität und Altstadt Heidelberg (Foto: Universität Heidelberg/ Schwarz)
Blick auf Alte Universität und Altstadt Heidelberg (Foto: Universität Heidelberg/ Schwarz)

Perspektive: Seit der Entwicklung des Altklinikums vor etwa 140 Jahren verliert die Altstadt durch Größenwachstum, größere Flächenansprüche und höhere Sensibilitäten an relativer Bedeutung für die Wissenschaften. Auch in Zukunft stellt sich die Frage nach der Anpassung des Gebäudebestands sowie nach der Konkurrenz um die wenigen großen Bauten der Altstadt sowie nach Erweiterungsmöglichkeiten. Der öffentliche Raum spielt als Konflikt- und Begegnungsfeld eine wichtige Rolle. Altstadtspezifisch wäre eine gute Wahrnehmbarkeit der Wissenschaften sowie Offenheit gegenüber einer Mit- und Mehrfachnutzung der öffentlichen und halböffentlichen Freiräume in den Uni-Quartieren, auch durch die Bewohner der Altstadt.

Bergheim: Wissenschaften in der gründerzeitlichen Stadt

Der Auszug der Inneren Medizin bzw. der Medizinischen Poliklinik eröffnete 2005 den aktuellen Abwanderungsprozess der Kliniken in das Neuenheimer Feld. Die Frauenklinik und die Hautklinik sowie die Rechtsmedizin werden nachfolgen.

Altklinikum Heidelberg (Foto: Stadt Heidelberg)
Altklinikum Heidelberg (Foto: Stadt Heidelberg)

Nutzungswandel im Altklinikum

  • Innerhalb von nur 15 Jahren vollzieht sich im Altklinikum ein weitgehender Nutzungswandel.
  • Bisherige Nachfolgenutzungen, einschließlich der Neubebauung des Alten Botanischen Gartens, sind: Privatkliniken, Büros, Wohnungen und Einrichtungen der Universität; neben den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften einige kleinere Institutionen wie das Exzellenzcluster Asia and Europe.
  • Die Universität beabsichtigt inzwischen, weitere Teile des Altklinikums zu einem „Campus Bergheim“ zu entwickeln. Damit bliebe an dieser Stelle ein Wissenschaftsstadtteil erhalten. Seine zentrale Lage zwischen Altstadt, Neuenheimer Feld und Bahnstadt könnte das Altklinikum gerade für die Zukunftsforschung an den Schnittstellen der Wissenschaftskulturen besonders qualifizieren. Die Vielfalt der Gebäudestrukturen könnte für kleine bis mittlere Forschungsgruppen bzw. Institute sowie für eine Durchmischung mit kulturellen, öffentlichen und studentischen Einrichtungen prädestiniert sein.

Perspektive: Stadträumliche Herausforderungen sind unverändert - die Verknüpfung des Altklinikums mit seiner Umgebung sowie der Erhalt und die Aufwertung des großartigen Freiraumpotenzials. Hinzu kämen die Brückenfunktion zwischen den Wissenschaftsstadtteilen und -kulturen und eine entsprechende Qualifizierung des Wegesystems.

Neuenheimer Feld und Satellitenstandorte: Wissenschaften in der funktionalen Stadt

Neubau medizinische Klinik im Neuenheimer Feld Heidelberg (Foto: Stadt Heidelberg)
Neubau medizinische Klinik im Neuenheimer Feld Heidelberg (Foto: Stadt Heidelberg)

Das Neuenheimer Feld weist eine hervorragende Funktionalität für Medizin und Naturwissenschaften auf. Eine maßgebliche Rolle spielt dabei die Nähe zu anderem relevanten Wissen aus verwandten Fachgebieten. In seiner aktuellen Struktur vermischen sich unterschiedliche Leitbilder und Konzepte zu einer eher heterogenen Struktur. Die insbesondere in jüngerer Zeit entstandenen, zum Teil bemerkenswerten architektonischen Einzelbausteine, fügen sich noch nicht zu einem verständlichen Ganzen zusammen.

Ähnliches gilt für den SRH-Campus in Wieblingen, den "Campus am Berg" mit dem Europäischen Laboratorium für Molekulare Biologie (EMBL) und dem Max-Planck-Institut für Kernphysik sowie für das Forschungsareal des Max-Planck-Instituts für Astronomie, die in den letzten Jahren durch architektonisch bemerkenswerte Bauwerke wie das Advanced Training Center oder das Haus der Astronomie ergänzt wurden.

Perspektive: Trotz großer Flächenpotenziale machen sich bereits heute Wachstumsgrenzen bemerkbar, die teilweise zu einer stärkeren baulichen Konzentration führen. Wesentliche Herausforderung ist die Klärung aktueller Leitbilder für die verschiedenen Areale - in der Bandbreite zwischen Grünem Campus und urbanem Stadtquartier. Wichtige Qualifizierungsaufgaben betreffen den öffentlichen Raum, die Ränder zu Neckar und Stadt, die Vernetzung mit anderen (Wissenschafts-)Stadtteilen sowie die Wahrnehmbarkeit im Stadtgefüge.


Weitere Infos

Besuch des Gemeinderats beim DKFZ (Pressemeldung und Diaschau vom 22. Juli 2011)