Logo facebook Logo Twitter Logo YouTube Logo RSS Logo YouTube Logo Instagram

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Amt für Chancengleichheit
Bergheimer Straße 69
69115 Heidelberg
Telefon 06221 58-15500
Fax 06221 58-49160

Zur Ämterseite

Der Europäische Sozialfonds in Baden-Württemberg

Das Operationelle Programm des Landes Baden-Württemberg beinhaltet die Strategien für die arbeitsmarktpolitische Entwicklung (Entwicklung des Arbeitsmarktes und der Arbeitsmarktpolitik) für die Förderperiode 2014 bis 2020. Diesen Strategien sind drei Prioritätsachsen zugeordnet:

  1. Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung und Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte
  2. Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskrimierung
  3. Investitionen in Bildung, Ausbildung und Berufsbildung für Kompetenzen und lebenslanges Lernen

Fördermittel

Dem Land Baden-Württemberg stehen für die neue Förderperiode 2014 bis 2020 im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) Fördermittel in Höhe von insgesamt 260 Millionen Euro zur Verfügung. Ein Großteil der Fördermittel wird vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren verwaltet.

Regionalisierung in Baden-Württemberg

Im Förderbereich des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren erfolgt die Umsetzung der Ziele des ESF seit dem Jahr 2000 mit Hilfe von regionalen Arbeitskreisen. Die Regionalisierung fördert die Orientierung an lokalen Bedarfen und bindet die in den Stadt- und Landkreisen arbeitsmarktpolitisch relevanten Akteurinnen und Akteure in die Entscheidung über die Mittelvergabe ein.

Eine in der Förderperiode 2007 – 2013 durchgeführte Studie der ISG bezüglich der regionalisierten ESF-Förderung in Baden-Württemberg hat ergeben, dass die regionale Projektauswahl wesentlich zur Umsetzung der ESF-Ziele beigetragen und eine sinnvolle Ergänzung zur Regelförderung dargestellt hat. Dies gilt insbesondere für Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende und Jugendliche.

Die regionalen ESF-Arbeitskreise in den Stadt- und Landkreisen erstellen auf der Grundlage des Operationellen Programms eine eigene Arbeitsmarktstrategie. Sie bewerten die Projektanträge anhand der lokalen Strategie und erstellen eine Rangfolge. Diese Rangfolge ist Grundlage für eine Bewilligung durch die Landeskreditbank Baden-Württemberg. Den regionalen ESF-Arbeitskreisen stehen für die Förderperiode 2014 – 2020 insgesamt 92 Millionen Euro zur Verfügung.

Regionalisierte spezifische Ziele des Operationellen Programms Baden-Württembergs

Die Umsetzung eines Teils der spezifischen Ziele der Prioritätsachsen B und C erfolgt durch die regionalen ESF-Arbeitskreise:

  • Spezifisches Ziel B 1.1.: Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und der Teilhabechancen von Menschen, die besonders von Armut und Ausgrenzung bedroht sind
    Diese Zielformulierung beinhaltet die Bekämpfung von Diskriminierung sowie Armut durch mehr Chancengleichheit am Arbeitsmarkt für Personengruppen, die besonders von Ausgrenzung bedroht sind, beispielsweise Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende oder Zuwanderer. 53 Millionen Euro sind für die Realisierung dieses Ziels vorgesehen.
  • Spezifisches Ziel C 1.1.: Vermeidung von Schulabbruch und Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit
    Der Schwerpunkt liegt hier auf einer individuellen Förderung von schulmüden oder schulverweigernden Jugendlichen im Schulalter sowie von jungen Menschen nach Beendigung der Schulpflicht, die von den Regelsystemen nicht mehr erreicht werden. Für die Umsetzung dieser Zielsetzung sind 38 Millionen Euro vorgesehen.