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Alte Elektrogeräte (Foto: Mechthild Stein)

Elektrogeräte – zu wertvoll

für den Abfall

Seit 24. März 2006 gilt das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG). Für die Verbraucher/innen bedeutet dies, dass sie ihre Elektroaltgeräte kostenfrei an den kommunalen Abgabestellen entsorgen können. So dürfen auch keine Kleingeräte wie Fön oder elektrische Zahnbürste über den Restmüll entsorgt werden.

In Heidelberg können die Elektroaltgeräte an den Recyclinghöfen der Stadt kostenfrei abgegeben werden. Die Geräte können alternativ auch zum Sperrmüll angemeldet werden.

Alle Recyclinghöfe nehmen Haushaltskleingeräte wie Kaffeemaschine, Fön oder Mikrowelle entgegen. Die Recyclinghöfe Kirchcheim / Oftersheimer Weg und die Abfallentsorgungsanlage Wieblingen nehmen zusätzlich auch:

  • Haushaltsgroßgeräte (Waschmaschine, Kühl- und Gefrierschrank, Herd),
  • Unterhaltungselektronik-Geräte (Fernseher, Videorecorder, HiFi-Anlagen),
  • Informations-(IT-) und Kommunikationstechnik-Geräte (Computer, Monitore, Drucker, Tastaturen, Scanner, Telefaxgeräte, Telefongeräte) einschließlich Geräteteile und Zubehör,
  • Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren.

Die Hersteller sind verpflichtet, die Altgeräte an den kommunalen Sammelstellen abzuholen. Für die Abwicklung der Rücknahme und Wiederverwertung ist die Stiftung „Elektro-Altgeräte-Register“ (EAR) gegründet worden. Geräte, die über die neue Regelung kostenfrei zurückgenommen werden, sind mit dem Symbol „durchgestrichene Mülltonne" gekennzeichnet.

E-Schrott-Zeichen

Das Gesetz schont die Umwelt

Elektrogeräte bestehen aus wertvollen Rohstoffen wie zum Beispiel Kupfer, Aluminium oder Edelmetalle. So kann man aus 14 Tonnen Elektrogeräten etwa eine Tonne Kupfer gewinnen: eine umweltfreundliche Alternative zu der herkömmlichen Gewinnung von Rohstoffen.

Experten schätzen, dass in Deutschland jährlich 1,8 Millionen Tonnen Elektroaltgeräte anfallen. Mit dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz werden die Hersteller in die Verantwortung genommen. In Zukunft sollen die Geräte von vornherein so gestaltet werden, dass sie nach ihrer Nutzung möglichst gut demontiert und ihre Bauteile und Werkstoffe wiederverwendet werden können. Je nach Gerätetyp sieht das Gesetz Mindestrecyclingquoten von 50 bis 80 Prozent vor. Neu ist auch, dass ab Juli 2006 Elektrogeräte gemäß einer EU-Richtlinie keine Schwermetalle, wie Blei, Quecksilber, Cadmium oder bestimmte Bromverbindungen, enthalten dürfen.