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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Bürgeramt
Zuwanderungs- und Ordnungsangelegenheiten
Bergheimer Straße 147 (Landfriedgebäude)
69115 Heidelberg
Telefon 06221 58-17520
Fax 06221 58-17900

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Mittagessen in der Wilckensschule in Bergheim. (Foto: Phillip Rothe)

Familiennachzug

Ehe & Familie

Ausländische Staatsangehörige, die sich mit Aufenthaltstitel im Bundesgebiet aufhalten, sowie deutsche Staatsangehörige können ausländische Ehegatten und minderjährige, ledige Kinder nachziehen lassen. Die Aufenthaltserlaubnis wird zur Herstellung und Wahrung der familiären Lebensgemeinschaft im Bundesgebiet zum Schutz von Ehe und Familie gemäß Art. 6 GG erteilt und verlängert.

Ehegattennachzug zu ausländischen Staatsangehörigen

Dem Ehegatten eines Ausländers ist eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, wenn

  • beide Ehegatten das 18. Lebensjahr vollendet haben.
  • der nachziehende Ehegatte einfache Deutschkenntnisse nachweisen kann.
  • der in Deutschland lebende Ehegatte
1.
eine Niederlassungserlaubnis besitzt, oder
2.
eine Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG besitzt, oder
3.
eine Aufenthaltserlaubnis nach § 20 AufenthG, § 25 Abs. 1 oder Abs. 2 AufenthG besitzt, oder
4.
seit 2 Jahren eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, die verlängert werden kann und eine Niederlassungserlaubnis nicht ausschließt, oder
5.
eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, die Ehe bei deren Erteilung bereits bestand und die Dauer des Aufenthalts im Bundesgebiet voraussichtlich über ein Jahr betragen wird, oder
6.
eine Aufenthaltserlaubnis nach § 38a AufenthG besitzt und die eheliche Lebensgemeinschaft bereits in dem Mitgliedstaat der Europäischen Union bestand, in dem der Ausländer die Rechtstellung eines langfristig Aufenthaltsberechtigten inne hatte, oder
7.
eine Blaue Karte EU besitzt.

Die allgemeinen Erteilungsvoraussetzungen müssen in der Regel vorliegen.
  
Außerdem muss ein Nachweis über die rechtswirksame Eheschließung vorgelegt werden. Diese Eheschließung muss auch im Bundesgebiet Rechtsgültigkeit haben.


Ehegattennachzug zu deutschen Staatsangehörigen

Dem Ehegatten eines Deutschen ist eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, wenn der Deutsche seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet hat.

Die allgemeinen Erteilungsvoraussetzungen müssen in der Regel vorliegen, wobei von der Sicherung des Lebensunterhalts eine Ausnahme gemacht werden soll. Außerdem muss der nachziehende Ehegatte einfache Deutschkenntnisse nachweisen können.


Kindernachzug

Dem minderjährigen ledigen Kind eines Ausländers ist eine Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Herstellung der Familieneinheit zu erteilen, wenn ein Elternteil als Asylberechtigter oder Flüchtling anerkannt ist oder er eine Niederlassungserlaubnis aus humanitären Gründen besitzt. Gleiches gilt, wenn ein Elternteil eine Blaue Karte EU oder eine Niederlassungserlaubnis für Hochqualifizierte besitzt oder beide Elternteile oder der allein personensorgeberechtigte Elternteil eine Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis oder Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG besitzen und das Kind seinen Lebensmittelpunkt zusammen mit den Eltern in das Bundesgebiet verlegt.
 
Ist dies nicht der Fall, besteht der Anspruch nur bis zu einem Altern von 16 Jahren. Ein Nachzug ist jedoch auch noch im Alter von 16 Jahren und 18 Jahren möglich, wenn das Kind die deutsche Sprache beherrscht oder gewährleistet erscheint, dass es sich aufgrund seiner bisherigen Ausbildung und Lebensverhältnisse in Deutschland einfügen kann.
 
Die allgemeinen Erteilungsvoraussetzungen müssen in der Regel vorliegen.