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Begehung der Patton Barracks (Foto: Rothe)

Haushaltsplanentwurf 2015/16

Konversion

Durch den Abzug der US-Armee ergibt sich für Heidelberg eine Jahrhundertchance. 180 Hektar können nun für neue Entwicklungen genutzt werden: für bezahlbaren Wohnraum, ansprechende Kultur- und Freizeitangebote, innovative Wissenschaftseinrichtungen, attraktive Gewerbeflächen und vieles mehr.

Verwaltung, Bürgerschaft, Fachplaner und kommunal- politische Gremien arbeiten im dialogischen Planungsprozess eng zusammen. Das gemeinsame Ziel lautet: Es sollen vielfältig gemischte Quartiere mit Lebensqualität und Mut zu Experimenten entstehen.

Fünf Flächen im Stadtgebiet

Grafik zu den Konversionsflächen im Stadtgebiet Heidelberg (Grafik: Stadt Heidelberg)
Konversionsflächen im Stadtgebiet Heidelberg

In Heidelberg gibt es fünf Konversionsflächen: Mark Twain Village/Campbell Barracks (43,3 Hektar) in der Südstadt, US Hospital (9,3 Hektar) in Rohrbach sowie Patton Barracks (14,8 Hektar), Patrick Henry Village (97,2 Hektar) und das Airfield (15,6 Hektar) in Kirch- heim. Die Stadt plant gemeinsam mit dem Bündnis für Wohnen, zunächst alle Flächen von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zu erwerben – im Fall Mark Twain Village/Campbell Barracks haben sich Stadt und BImA bereits auf einen Kaufpreis geeinigt. In einem zweiten Schritt sollen die Areale dann mit Partnern und Investoren, die die Ziele der Stadt mit um- setzen wollen, entwickelt werden.

Was auf den Flächen grundsätzlich passieren soll, haben Stadtverwaltung, Bürgerschaft und der neu geschaffene Entwicklungsbeirat bereits im Jahr 2011 mit den Leitlinien für die Entwicklung der Konversionsflächen definiert. Dieser Zielkatalog wurde anschließend vom Gemeinderat beschlossen. Seit Ende 2012 arbeiten nun alle Akteure an den konkreten Nutzungsszenarien für die einzelnen Flächen. Dieser dialogische Planungsprozess geht 2015 und 2016 weiter: Für die Bürgerbeteiligung, Bestandsuntersuchungen auf den Flächen, fachplanerische Arbeiten und Wettbewerbe sind pro Jahr 2 Millionen EUR im Haushalt vorgesehen.

Mark Twain Village/Campbell Barracks ​

Für die Konversionsfläche in der Südstadt gibt es seit April 2014 einen vom Gemeinderat beschlossenen Masterplan. Schwerpunkt ist demnach die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. 70 Prozent der geplanten rund 1400 Wohnungen sollen als preiswerte Miet- oder Eigentumsobjekte auf den Markt kommen. Partner der Stadt ist hier das Heidelberger Bündnis für Konversionsflächen, in dem sich sechs genossenschaftliche Banken und Wohnungsbaugesellschaften zusammengeschlossen haben. Das Bündnis will zwischen 270 und 300 Millionen EUR in der Südstadt investieren.

Auf einer Teilfläche östlich der Römer- und südlich der Rheinstraße saniert das Bündnis 2015 die ersten Bestandsgebäude. Mieter könnten dann voraussichtlich bereits zum Jahresende 2015 einziehen. Für den Bereich nördlich der Rhein- und zu beiden Seiten der Römerstraße sowie das Areal rund um den Sickingenplatz sollen städtebauliche Konzepte erarbeitet werden. Ein ähnliches Vorgehen ist für die Bereiche Campbell Barracks/ Paradeplatz und Park vorgesehen.

US Hospital und Patton Barracks

Auf der Fläche US Hospital in Rohrbach soll ebenfalls schwerpunktmäßig neuer Wohnraum entstehen. Basis für ein städtebauliches Konzept sind die Ergebnisse eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs, die seit Dezember 2014 feststehen.

Auf den Patton Barracks in Kirchheim ist eine moderne Wirtschaftsfläche mit ergänzenden Nutzungen wie zum Beispiel besonderen Wohnformen sowie Kultur- und Freizeitstätten angedacht. Im Herbst 2014 startete der dialogische Planungsprozess für diese Fläche mit einer Begehung und einem ersten Bürgerforum. Nun soll die Aufgabenstellung erarbeitet werden, auf deren Basis mehrere Planungsbüros im Rahmen einer sogenannten Mehrfachbeauftragung ein städtebauliches Konzept für das Areal und sein Umfeld entwickeln sollen.

Patrick Henry Village und Airfield ​

Bei Patrick Henry Village und dem Airfield stehen die Planungen noch ganz am Anfang. Die beiden Flächen außerhalb des Stadtkörpers wurden erst im Laufe des Jahres 2014 von der US-Armee an die BImA übergeben. Aktuell laufen noch die vorbereitenden Untersuchungen.

Schon gewusst?

180 Hektar
Fläche sind durch den Abzug der Amerikaner in Heidelberg frei geworden
667
Bestandsgebäude stehen auf den insgesamt fünf Flächen
2015
sollen bereits die ersten Mieter in der Südstadt einziehen
2 Millionen EUR
pro Jahr sind für Bürgerbeteiligung, Bestandsuntersuchungen, fachplanerische Arbeiten und Wettbewerbe vorgesehen