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Bürgeranregungen zum Thema

Kultur


Theater und Orchester (1 Anregung)

Kulturetat viel zu hoch (5. Februar 2015)
Anregung
Im Doppelhaushalt 15/16 wurden lt. Broschüre über 90 Millionen Euro für Kultur eingeplant. Mit dicken Buchstaben und voller Stolz wurde diese Zahl präsentiert. Mit über 300 Beschäftigen ist der Kulturbetrieb der Stadt Heidelberg der zweitgrößte Betrieb (lt. RNZ). Die Mittel für Infrastruktur- (20 Millionen) und Unterhaltungsmaßnahmen (20 Millionen) sind dagegen recht bescheiden. Wenn man bedenkt, dass es sich bei den Kulturausgaben um freiwillige Leistungen und bei Unterhaltungsmaßnahmen um Pflichtleistungen einer Kommune handelt, ist das für mich und vielen Bekannten in meinem Umfeld nicht mehr zu verstehen. Als Vergleich kann man einen Hausverwalter nennen, der, bevor er ein undichtes Dach reparieren lässt, erst einmal einen "Partykeller" in der Wohnanlage einrichtet.

Hier nun meine Anregung. Nach meinem Gefühl nutzt nur ein bestimmtes Klientel (Elite/gehobener Mittelstand) die hoch subventionierten kulturellen Einrichtungen intensiv (s. Theaterabo). Der "Normalbürger" (vielleicht 90%) nimmt diese Leistungen eher nicht oder nur in geringem Maße in Anspruch. Eine Studie hierzu sollte Klarheit schaffen. Die über 90% Auslastung des Theaters ist wenig aussagekräftig, wenn immer nur die Abonnenten und Schüler die Plätze füllen.

In der Metropolregion sollte man sich im Hinblick auf knappe Kassen den Kulturbetrieb betreffend besser abstimmen. Ist es unbedingt erforderlich dass jede Stadt in der Region "ALLES" bietet oder wäre es nicht sinnvoller hier Schwerpunkte zu setzen."
Antwort
Kommunen haben nicht nur den Auftrag, Pflichtaufgaben zu erledigen, sondern auch die nötige Daseinsvorsorge zu sichern. Dazu gehören auch Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Die kulturelle Infrastruktur und ein attraktives kulturelles Angebot einer Stadt sind deshalb ein bedeutender Standortfaktor. Kulturförderung ist als strategisches Element der Stadtpolitik zu verstehen, gleichrangig mit hochwertigen Bildungseinrichtungen, guten Verkehrsverbindungen, einem nachfragegerechten Wohnungsangebot, guter Kinderbetreuung sowie ansprechenden Erholungs- und Freizeitangeboten.

Es gibt in der städtischen Förderung 40 Kulturträger, die qualitativ sehr hochwertige Arbeit leisten, die auch überregional wahrgenommen wird. Diese Kulturförderung lässt sich beschreiben als eine Form der Bürgerbeteiligung. In der Gesellschaft entstandene, zumeist in Vereinsform organisierte Einrichtungen tragen und erweitern das Kulturangebot.

Bei Gesamtaufwendungen für die Jahre 2015 und 2016 von knapp 92 Millionen Euro (für eigene Einrichtungen wie Theater, Stadtbücherei, Musik- und Singschule, oder Kurpfälzisches Museum als auch für die Förderung Dritter) gilt es zu berücksichtigen, dass auch Kultureinnahmen in Höhe von insgesamt 23 Millionen Euro in den städtischen Haushalt fließen. Bei dieser Betrachtung ganz unberücksichtigt bleiben die positiven gesamt-/volkswirtschaftlichen Nutzen von Kultureinrichtungen, vor allem durch Tourismus sowie Aufträge an die ortsansässige Wirtschaft. Kultur ist also auch ein entscheidender Wirtschaftsfaktor.

Dabei werden die kulturellen Leistungen in Heidelberg sehr wohl in Anspruch angenommen – auch vom „Normalbürger“.  Eine ganz aktuell durchgeführte repräsentative Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen kommt zu dem Ergebnis, dass 80 Prozent der Heidelberginnen und Heidelberger das Kulturangebot kennen, schätzen und nutzen. Das schlägt sich u.a. auch in den Auslastungszahlen des Theaters nieder.

Daneben kommt kultureller Bildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen der gleiche Stellenwert zu, wie allgemeiner Bildung
– 60.000 Schüler, die jedes Jahr ins Theater gehen sind hier ein eindeutiger Nachweis.

Kurpfälzisches Museum (0 Anregungen)


Stadtbücherei (0 Anregungen)


Musik- und Singschule (0 Anregungen)


Förderung freier Träger (1 Anregung)

1250-Jahr-Feiern (11. Februar 2015)
Anregung
Der Stadtteilverein Wieblingen hält es für dringend nötig, dass für die Jahre 2015 bis 2017 dem Kulturamt erhöhte Mittel zugewiesen werden, weil nur dadurch die Veranstaltungen der fünf betroffenen Stadtteilvereine zur Durchführung der 1250-Jahr-Feiern hinreichend gefördert werden können. Diese Jubiläen sind kulturelle Ereignisse für die ganze Stadt. Mit den üblichen Zuweisungen zur Brauchtumspflege sind diese zusätzlichen einmaligen Veranstaltungen nicht finanzierbar. Dieser Vorgang ist ja zeitlich begrenzt; danach sind diese zusätzlichen Mittel nicht mehr nötig.

Stadtteilverein Wieblingen (Namensnennung auf ausdrücklichen Wunsch der Autoren, Anmerkung der Redaktion)
Antwort
Im Haushaltsplan 2015/2016 sind Mittel zur Förderung kultureller Vorhaben eingestellt, die entsprechend der vom Gemeinderat beschlossenen Förderrichtlinien verteilt werden können.

Von der Förderung ausgeschlossen sind reine Feierlichkeiten (auch im Rahmen von Jubiläen) bzw. Veranstaltungen, die vorwiegend der Geselligkeit dienen. Handelt es sich hingegen um kulturelle Ausstellungen oder Konzerte, die während der Feierlichkeiten stattfinden, so können hierfür Projektförderanträge gestellt werden (wie dies der Stadtteilverein Emmertsgrund in 2014 und der Stadtteilverein Handschuhsheim in 2015 gemacht haben).

Sonstiges (3 Anregungen)

Erhaltung eines Kulturdenkmals (16. Feburar 2015)
Anregung
Der Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V. bemüht sich seit 2006 um den Erhalt der Wolfsbrunnenanlage durch die kulturelle Bespielung des Ortes, aber besonders durch die regelmäßige Pflege des Geländes, da das Landschaftsamt der Stadt über unzureichende Gelder verfügt. Unsere Bemühungen enden aber bei der Wiederherstellung von maroden Treppen-, Geländer- und Wegeanlagen, besonders bei den einsturzgefährdeten Stützmauern im oberen Bereich. Die, wie das Gelände insgesamt, unter Schutz stehenden Quellfassungen und Brunnenstuben brauchen dringendst eine Grundsanierung.
Antwort
Zunächst einmal möchten wir uns für Ihr großes und über viele Jahre hinweg andauerndes Engagement zum Erhalt der Wolfsbrunnenanlage bedanken.

Der Freundeskreis Wolfsbrunnen e.V. ist ein wichtiger und verlässlicher Partner der Stadt. Sie haben nicht nur ganz wesentlich zur Pflege und Instandhaltung des Geländes beigetragen, sondern stärken durch Ihre Aktivitäten auch das gesellschaftliche Miteinander.

Zur Sicherung der einsturzgefährdeten Stützmauern sind im Haushaltsplan für das Jahr 2015 entsprechende Gelder vorgesehen.
Jubiläen in den Stadtteilen (16. Februar 2015)
Anregung
Die Stadtteilvereine erhalten für ihre umfangreiche Arbeit eine laufende (geringe) Förderung durch die Stadt Heidelberg. Diese soll künftig etwas erhöht werden, was wir sehr begrüßen. Allerdings hält es der Stadtteilverein Rohrbach für dringend nötig, dass für die Jahre 2015 bis 2017 zusätzlich dem Kulturamt erhöhte Mittel zugewiesen werden, weil fünf Heidelberger Stadtteilvereine in diesem Zeitraum 1250-Jahr-Feiern ausrichten werden. Diese zu fördern ist auch und vor allem eine kulturelle Aufgabe, denn die geplanten Programme sind kulturelle Ereignisse für die ganze Stadt im Sinne von Breitunkultur und mit den üblichen Zuweisungen zur Brauchtumspflege nicht finanzierbar. Diese Förderung wäre einmalig und zeitlich begrenzt, denn es stehen ja nicht alle Jahre große Jubiläen an.
Antwort
Im Haushaltsplan 2015/2016 sind Mittel zur Förderung kultureller Vorhaben eingestellt, die entsprechend der vom Gemeinderat beschlossenen Förderrichtlinien verteilt werden können.

Von der Förderung ausgeschlossen sind reine Feierlichkeiten (auch im Rahmen von Jubiläen) bzw. Veranstaltungen, die vorwiegend der Geselligkeit dienen. Handelt es sich hingegen um kulturelle Ausstellungen oder Konzerte, die während der Feierlichkeiten stattfinden, so können hierfür Projektförderanträge gestellt werden (wie dies der Stadtteilverein Emmertsgrund in 2014 und der Stadtteilverein Handschuhsheim in 2015 gemacht haben).
Literaturstadt (10. Februar 2015)
Anregung
Auf der Autorenversammlung vom 6. Februar 2015 in der Stadtbücherei wurden die Vertreter der Autorenversammlung der City of Literature Heidelberg gebeten, folgende Anliegen der Autoren weiterzugeben. „Unseren Platz im Konzert der weltweit elf Literaturstädte müssen wir sicher erst noch finden“, formulierte Dr. Gerner im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels. Ideen, den Begriff „Creative City“ mit Leben zu füllen und darzustellen, sind seitens der Heidelberger Autorinnen und Autoren ohne Zweifel vorhanden. Um diesen eine nachhaltige Basis zu schaffen, wäre es sinnvoll, eine feste „Bühne“ einzurichten, auf der sich die Heidelberger Autoren präsentieren und austauschen können. Von hier aus könnten Autoren aus anderen Städten eingeladen werden, um mit ihnen Workshops auszurichten, mehrsprachige Projekte aufzuführen, in langen Nächten Gedichte zu präsentieren, eine multiperspektivische Literaturzeitschrift zu entwickeln und zukunftsgerichtet Fragen der interkulturellen Poetik zu erörtern. Dabei denken die Heidelberger AutorInnen nicht an ein kurzfristig und eher intern wirksames Literaturzelt. Auch nicht an ein exklusives und repräsentatives Literaturhaus, sondern an einen Ort, der als literarischer, kreativer und interkultureller Ort ausgewiesen wird.
Antwort
Vielen Dank für die Anregung, eine "feste Bühne" für Literaturveranstaltungen auch für Heidelberger Autorinnen und Autoren sowie Autorinnen und Autoren aus den UNESCO Creative Cities einzurichten.
 
Wir werden diesen in die weiteren Überlegungen und Gespräche zum Thema „UNESCO City of Literature“ entsprechend einbringen.