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Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss diskutiert über engere Auswahl

Das geplante neue Konferenzzentrum steht vor der entscheidenden dritten Projektphase. Der Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss berät in seiner Sitzung am Mittwoch, 15. April 2015, erstmals über eine engere Auswahl an Standorten. Nach der ersten Phase der Bedarfserhebung und der zweiten Phase der Standortsuche, die beide unter intensiver Bürgerbeteiligung erfolgt sind, empfiehlt die Fachverwaltung nun, vier Standorte eingehender zu prüfen:

  • Altklinikum Nord-Ost: Das Altklinikum befindet sich in einem Nutzungswandel vom Klinikareal zum Universitätsstandort. Ein Konferenzzentrum im Altklinikum hätte einen Bezug zum Neckar, eine spürbare Ausstrahlung auf das Umfeld des Bismarckplatzes und eine räumliche Nähe zu Kultur- und Sozialwissenschaften der Universität. Die größte Herausforderung bestünde in der Integration in den denkmalgeschützten Gebäudebestand.
  • Berliner Straße/Jahnstraße: Der Standort am Eingang des Neuenheimer Felds hat einen starken Wissenschaftsbezug. Darüber hinaus ist durch die Lage am Brückenkopf auch der Bezug zum Stadtbild und zur Stadtgesellschaft gegeben. Problematisch wären die Verlagerung der aktuellen Nutzung und der Abriss der bestehenden Gebäude.
  • Heidelberger Druck/Print Media Academy: Die Umzugspläne der Heidelberger Druckmaschinen AG eröffneten eine neue Standortoption. Positiv gewertet wurden die Nähe zum Hauptbahnhof und die leichte Orientierung in Richtung Innenstadt. Weitere Fragen ergeben sich im Hinblick auf eine mögliche Integration der Print Media Academy und konkurrierende Nachnutzungskonzepte.
  • Bahnstadt-Baufeld T1: Von diesem Standort, der ebenfalls durch seine Nähe zum Hauptbahnhof punktet, könnten Entwicklungsimpulse für den Bahnstadt-Campus und den Technologiepark ausgehen.

Wenn der Gemeinderat im Mai grünes Licht gibt, sollen für diese vier Standorte in der folgenden Phase die Machbarkeit geprüft und Finanzierungsmodelle sowie Betreiberkonzeptionen erstellt werden. Aufgrund der hohen Kosten rät die Verwaltung, maximal vier Standorte einer solchen Machbarkeitsprüfung zu unterziehen.

Zwei „Nachrücker“-Standorte

Die im Koordinationsbeirat „Neues Konferenzzentrum“ vertretenen Bürgerinstitutionen – die Bürgerstiftung Heidelberg, die Bürger für Heidelberg und die Bürgerinitiative „BIEST“ – haben eine ergänzende Bewertung der Standortvorschläge vorgenommen. Die Ergebnisse sind weitgehend deckungsgleich mit denen der Fachverwaltung. Beide Bewertungsergebnisse wurden vom Koordinationsbeirat legitimiert. Die Fachverwaltung schlägt vor, zwei weitere von den Bürgerinstitutionen vorgeschlagene Standorte – Lessingstraße/Kurfürstenanlage und Stadtwerke (Kurfürstenanlage) – als „Nachrücker“ festzulegen, falls im weiteren Prüfverfahren Standorte ausscheiden sollten.

Mehrstufige Standortbewertung der Fachverwaltung

Insgesamt wurden in der Bürgerbeteiligung 69 verschiedene Standorte vorgeschlagen. Die Kommentare und Anregungen der Bürger wurden bereits bei der Erstbewertung durch die Fachverwaltung einbezogen. Nach der Erstbewertung kristallisierten sich 28 mögliche Standorte heraus. Diese konzentrierten sich auf das jeweilige Umfeld von Bismarck- und Adenauerplatz, Hauptbahnhof und Ernst-Walz-Brücke.
 
In einem nächsten Schritt betrachtete die Fachverwaltung die 28 Standorte nochmals eingehend und bezog weitere Bewertungsaspekte mit ein, die sich auch im Bürgerbeteiligungsverfahren als maßgeblich herausgestellt hatten, beispielsweise der Erhalt innerstädtischer Grünflächen, Grundstücksverfügbarkeit und Entwicklungsimpulse für das Umfeld. Nach einem Vergleich der Standorte im Hinblick auf ihre Stärken-Schwächen-Profile und innerhalb ihres jeweiligen Clusters (Bismarck- und Adenauerplatz, Hauptbahnhof und Ernst-Walz-Brücke) überzeugten schließlich die vier oben genannten Standorte.

Transparenz von der Planung bis zur Realisierung

Auch die dritte Projektphase soll unter intensiver Bürgerbeteiligung erfolgen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen kontinuierlich Informationen über die vertiefenden Planungen erhalten und sich bei wichtigen Aspekten mit einbringen können. Wenn der Gemeinderat dafür stimmt, wird das Konzept für die Bürgerbeteiligung wie in den vorigen Phasen vom Koordinationsbeirat entwickelt und das Verfahren eng von ihm begleitet.
 
Nach der Beratung im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss wird das Thema im Haupt- und Finanzausschuss am Mittwoch, 29. April, diskutiert. Am Donnerstag, 7. Mai, entscheidet der Gemeinderat über die Auswahl der potenziellen Standorte.


Weitere Infos

www.heidelberg.de/konferenzzentrum
www.heidelberg-konferenzzentrum.de