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Die Stadthalle in Heidelberg. (Foto: Stadt Heidelberg)

Stadthalle: Modernisierung als Konzert- und Kulturhaus

Die Stadthalle bietet seit 1903 unterschiedlichsten Veranstaltungen in Heidelberg ein Zuhause. Das Kongresshaus am Neckar ist jedoch in die Jahre gekommen und könnte schon in den kommenden Jahren modernisiert sowie zum Konzert- und Kulturhaus weiterentwickelt werden. Der Heidelberger Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 5. Oktober 2017 zugestimmt, entsprechende Pläne weiter zu verfolgen. Die Stadthalle mit ihrem historischen Ambiente soll sich in Zukunft auf ihre Stärken konzentrieren können: als gute Stube Heidelbergs, für Kultur auf internationalem Niveau genauso wie Nutzungen durch kulturelle Initiativen, Vereine und die Bürgerschaft. Zudem soll die Stadthalle mit abendlichen Empfängen eine ideale Ergänzung zum neuen Tagungszentrum bieten. Konferenzen und Tagungen ziehen dagegen künftig aus der Stadthalle in das neue Konferenzzentrum in der Bahnstadt.

  • Visualisierung der Stadthalle nach der Sanierung (Grafik: Waechter + Waechter Architekten)
    So könnte der Innenraum der Stadthalle nach der Sanierung aussehen.
  • Für Konzerte könnte künftig eine Bühne in der Mitte hochgefahren werden (Grafik: Waechter + Waechter Architekten)
    Für Konzerte könnte künftig eine Bühne in der Mitte hochgefahren werden.
  • Visualisierung der Stadthalle nach der Sanierung (Grafik: Waechter + Waechter Architekten)
    Für Tanzveranstaltungen kann die Bühne aber auch im Boden verschwinden.
  • Modell der Stadthalle von oben (Grafik: Waechter + Waechter Architekten)
    Modell der Stadthalle von oben.
  • Visualisierung der Stadthalle nach der Sanierung (Grafik: Waechter + Waechter Architekten)
    Blick von oben auf die Bühne.

Hervorragende Bedingungen für vielfältige Nutzungen

Durch die Sanierung soll eine erheblich verbesserte Konzertsituation für Publikum und Künstler entstehen. Die Stadthalle würde damit zu der dringend notwendigen, adäquaten Spielstätte für die Konzertveranstaltungen in der Stadt, vor allem aber auch für den Heidelberger Frühling. Das Festival ist mit rund 130 Veranstaltungen und mehr als 46.000 Besuchern eines der größten Konzertfestivals Deutschlands.

Für das Hausorchester der Stadt, das Philharmonische Orchester, würde die Stadthalle ebenso hervorragende Bedingungen bieten wie auch für die vielen kulturellen Initiativen und Vereine, etwa beim Jugendtanztag oder den gesellschaftlichen Bällen, Festen und Empfängen.

Flexibilität durch Hubböden

Die unterschiedliche Nutzung der Stadthalle soll unter anderem durch den Einbau von Hubböden gewährleistet werden. Damit sind sowohl ansteigende Sitzreihen möglich als auch eine durchgehende Ebene. Die Bedürfnisse bisheriger Veranstaltungen werden dabei genauso berücksichtigt wie die Ansprüche künftiger Events. Die Besucherinnen und Besucher sollen auf den Sitzplätzen eine bessere Sicht auf die Bühne erhalten und von einer deutlich verbesserten Akustik profitieren. Alle Umbauten beschränken sich auf die Innenräume. Die Fassade der Stadthalle bleibt unverändert.

So geht es weiter

Die vorgeschlagene Modernisierung wird durch einen Initiativkreis unterstützt, der sich aus der Gruppe der Mäzene und Sponsoren des Musikfestivals „Heidelberger Frühling“ gebildet hat. Erste sehr großzügige Zusagen zur finanziellen Unterstützung liegen bereits vor. Der Gemeinderat hat – wie auch schon bei der erfolgreichen Sanierung des Theaters – der Übertragung der Stadthalle samt Grundstück auf die Theater- und Orchesterstiftung zugestimmt. Dies bietet steuerliche Vorteile für die Stadt als Bauherrin und ermöglicht zugleich die Einwerbung von Spenden für das Projekt. Verwaltet wird die Stiftung von der Stadt Heidelberg. Bei entsprechend erfolgreichem Spendenverlauf könnten die Sanierungsarbeiten den Vorschlägen nach bereits Ende 2018 beginnen. Eine noch zu gründende städtische Betreibergesellschaft soll den Betrieb der Stadthalle im Einklang mit dem neuen Konferenzzentrum übernehmen, um Synergien zu schaffen.

Oft gefragt

Wird die Stadthalle nach der Sanierung zu einem reinen Konzerthaus?

Nein, das Ziel der Sanierung ist es, Verbesserungen für alle Nutzer zu erreichen. Die Stadthalle soll nach der Sanierung mehrere Funktionen erfüllen: als Konzerthaus nach international erstklassigen Standards, als Ort für ein breites gesellschaftliches Veranstaltungsangebot und schließlich auch als Anbieter von Abendveranstaltungen für das neue Konferenzzentrum, das in den kommenden Jahren in der Bahnstadt entsteht. 


Von wem kann das zukünftige Konzert- und Kulturhaus genutzt werden?

An der Nutzung der Stadthalle wird sich auch nach der Sanierung kaum etwas ändern. Weiterhin kann und wird die Stadthalle für Konzertveranstaltungen, wie beispielsweise dem Heidelberger Frühling bespielt werden. Aber auch das Hausorchester der Stadt, das Philharmonische Orchester, sowie die vielen kulturellen Initiativen und Vereine, etwa beim Jugendtanztag oder den gesellschaftlichen Bällen, Festen und Empfängen werden das neue Konzert- und Kulturhaus nutzen können.

Nach dem Motto „Tagen im neuen Konferenzzentrum, Feiern in der Stadthalle“ wird die Stadthalle zudem Tagungsgästen bei Abendveranstaltungen eine optimale Ergänzung bieten. Einzig die Konferenzen und Tagungen selbst werden in die Bahnstadt umziehen, wo das neue Konferenzzentrum am Czernyring bis 2021 fertiggestellt werden soll.


Wie sollen die vielfältigen Nutzungsvarianten ermöglicht werden?

Die unterschiedliche Nutzung der Stadthalle soll unter anderem durch den Einbau von Hubböden gewährleistet werden. Damit sind sowohl ansteigende Sitzreihen möglich als auch eine durchgehende Ebene. Die Bühne kann so entweder in der Mitte sein, was für Konzerte optimal ist, ganz weggenommen werden – beispielsweise für Bälle – oder an der Stirnseite aufgebaut werden, wie es z. B. bei Fastnachtsveranstaltungen ideal ist.


Was wird die Sanierung kosten?

Die genauen Kosten der Sanierung müssen in der weiteren Planung noch konkretisiert werden


Wie wird die Sanierung finanziert?

Die Modernisierung der Stadthalle soll durch Unterstützung eines Initiativkreises möglich werden, der sich aus der Gruppe der Mäzene und Sponsoren des „Heidelberger Frühling“ gebildet hat. Erste sehr großzügige Zusagen zur finanziellen Unterstützung liegen bereits vor. 

Die Stadt Heidelberg wird die bereits im Haushalt 2017/18 vorgesehenen Mittel zur Sanierung beisteuern.


Wozu muss die Stadthalle an eine Stiftung übergeben werden?

Die Modernisierung soll aufgrund der Finanzierung durch Dritte – wie auch schon bei der erfolgreichen Theatersanierung – über die Theater- und Orchesterstiftung Heidelberg erfolgen, auf die die Stadthalle samt Grundstück nach Gemeinderatsbeschluss vom 5. Oktober 2017 übertragen wird. Verwaltet wird die Stiftung von der Stadt Heidelberg. Dieses Modell bietet sowohl für die Stadt wie auch für Spender steuerliche Vorteile. Gleichzeitig wird damit die Verwendung der Stadthalle in dieser Form über den Stiftungszweck dauerhaft festgeschrieben.


Wer entscheidet in Zukunft, was mit der Stadthalle passiert?

Weiterhin der Heidelberger Gemeinderat: Die Einflussnahme der Stadt auf die Theater- und Orchesterstiftung Heidelberg erfolgt über den gemeinderätlichen Haupt- und Finanzausschuss als "oberstes Organ" der Stiftung. Dieser beschließt unter anderem über den Haushaltsplan und erteilt die Maßnahme- sowie die Ausführungsgenehmigungen für den Umbau der Stadthalle. Damit steuert er auch nach der Übertragung der Stadthalle auf die Theater- und Orchesterstiftung Heidelberg voll und ganz die weitere Entwicklung der „guten Stube“ Heidelbergs. Verwaltet wird die Stiftung von der Stadt Heidelberg.


Was passiert als nächstes?

Bei entsprechend erfolgreichem Spendenverlauf könnten die Sanierungsarbeiten bereits Ende 2018 beginnen.