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Konversion Südstadt: Bagger rollen zu mehreren Projekten an

Entwicklungsstart für MTV Nord und Spiellandschaft / Abrissarbeiten an Torhaus und Checkpoint Rheinstraße

Die Entwicklung auf der Konversionsfläche Südstadt geht in großen Schritten weiter. An mehreren Teilprojekten wird die Arbeit nun auch deutlich sichtbar, weil konkrete Bauarbeiten starten. „Wir gehen weiter ein sehr hohes Tempo, da es in einer wachsenden Stadt wie Heidelberg einen enormen Bedarf für Wohnungen in einer attraktiven Umgebung gibt. In der Südstadt entsteht auf über 40 Hektar ein urbanes Quartier mit vielen Grün- und Freiflächen und preiswertem Wohnraum“, sagt Konversionsbürgermeister Hans-Jürgen Heiß. Eine Übersicht über den Sachstand bei den einzelnen Teilprojekten: 

MTV Nord

Am Mittwoch, 25. Oktober, hat die MTV Bauen und Wohnen GmbH den Spatenstich für die Entwicklung von MTV Nord gefeiert. Das Konsortium aus der städtischen GGH, den Baugenossenschaften Familienheim und Neu-Heidelberg sowie der Heidelberger Volksbank und der Volksbank Kurpfalz hat ein Großprojekt vor sich: Die GmbH entwickelt zwischen Feuerbachstraße und Rheinstraße ein Nahversorgungszentrum mit großem Supermarkt sowie 680 Wohneinheiten in Neubauten und Bestandsgebäuden westlich und östlich der Römerstraße für etwa 1.600 Bewohner. Die ersten Wohnungen werden voraussichtlich im Sommer 2019 bezugsfertig sein. Die Fertigstellung des gesamten nördlichen Bereiches des Mark-Twain-Village ist für 2021 geplant. Die MTV Bauen und Wohnen GmbH wird im gesamten Quartier rund 1.300 Wohneinheiten bauen. Voraussichtliche Fertigstellung aller Einzelprojekte ist im Jahr 2025.
 
Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner bedankte sich bei den Unternehmen, die sich in der MTV Bauen und Wohnen GmbH zusammengeschlossen haben: „Wir sind sehr froh, dass die Stadt solche engagierten Partner gewinnen konnte. Es war unser Ziel, auf dieser Fläche preiswerten Wohnraum in einer urbanen und lebendigen Umgebung zu realisieren. Ich freue mich, dass 70 Prozent des Wohnraums für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen zur Verfügung steht.“ 

Lärmschutzlandschaft an der Bahnlinie

Für die Lärmschutz- und Spiellandschaft an der Bahnlinie im nordwestlichen Bereich der Fläche läuft aktuell das Baugenehmigungsverfahren. Mit den Erdbauarbeiten soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Die Flächen werden in fünf Spielbereiche gegliedert – mit viel Grün dazwischen. Sie bieten Spielmöglichkeiten für Kinder aller Altersstufen. Besonderes Element wird eine in den Wall eingeschnittene Spielwand. Mit der Gesamtfertigstellung ist voraussichtlich im Herbst 2018 zu rechnen.

Rückbau am Torhaus und Checkpoint Rheinstraße

Das Torhaus an der Römerstraße mit seinem markanten Uhrenturm gehört zu den bekanntesten Gebäuden auf der Konversionsfläche. Der Platz vor dem Gebäude in Richtung Römerstraße gehört zu dem Freiraum-Ensemble, das im Rahmen des IBA-Projekts „Der andere Park“ neu gestaltet wird. Zu diesem Zweck wird nun der Platz entsiegelt und bestehende Einbauten werden entfernt. Ebenfalls teilweise zurückgebaut und entsiegelt wird der ehemalige Checkpoint an der Rheinstraße. Der Konversionsausschuss der Stadt Heidelberg hat in seiner Sitzung am 25. Oktober 2017 bereits einstimmig der Ausführungsgenehmigung für beide Projekte zugestimmt. Die Kosten belaufen sich auf rund 400.000 Euro, die Maßnahmen laufen zwischen November 2017 und Januar 2018.
 
Vor dem Torhaus werden unter anderem Poller, ein Schlagbaum und ein Fahnenmast entfernt. Ein rostbraunes Schiebetor wird als „historische Schicht“ erhalten. Beim Checkpoint an der Rheinstraße folgt auf Asphalt frisches Grün: Eine rund 8.000 Quadratmeter große Fläche wird Teil des zentralen Parks, der dann 24.000 Quadratmeter groß sein wird. Allerdings bleiben auch hier einige signifikante Spuren der Nutzung durch die US-Armee vorerst erhalten: ein Sendemast, ein Funktionsgebäude und mehrere Überdachungen. Ob diese Relikte langfristig stehen bleiben, hängt vom Ausgang der aktuellen Mehrfachbeauftragung „Der andere Park“ ab. Einige Büros haben bereits geäußert, dass sie diese Elemente in einen künftigen Park integrieren könnten.

Sachstand „Der andere Park“

Ein einst militärischer Ort soll in den kommenden Jahren einen völlig neuen Charakter bekommen – dank seiner besonderen Grün- und Freiflächen und mehrerer Orte des Wissens, die sich daran entlang ziehen. Das ist der Grundgedanke für die Entwicklung eines Gebiets, das sich vom künftigen Standort des Karlstorbahnhofs im Westen des Areals über den Paradeplatz bis zum zentralen Park rund um die Kommandantur und das künftige Bürgerzentrum in der Chapel zieht. Für diesen Freiraum neuen Typs haben die Stadt Heidelberg und die Internationale Bauausstellung (IBA) den Wettbewerb „Der andere Park“ ausgeschrieben. Von 21 teilnehmenden Büros aus ganz Europa hat eine Jury am 4. Juli sieben Arbeiten für die zweite Wettbewerbsphase ausgewählt. Am 20./21. Oktober haben sich diese Büros bei einem Ausgabekolloquium in Heidelberg über die Anforderungen für die zweite Phase informiert – nun haben sie bis Ende des Jahres Zeit, um ihre endgültigen Entwürfe einzureichen. Anfang 2018 wird dann in einer Jurysitzung entschieden, mit welchem Entwurf die Stadt und die IBA in die Realisierung gehen wollen.

Julius-Springer-Schule in neuen Räumen

Pünktlich zum Schuljahresbeginn 2017/2018 hat die berufliche Julius-Springer-Schule ihren Betrieb in neuen Räumlichkeiten aufgenommen. Seit Februar 2016 wurde hierfür die ehemalige Mark-Twain-Schule saniert. Die Julius-Springer-Schule war bisher Teil des Komplexes zwischen Rohrbacher Straße und Römerstraße, wo sich auch die Willy-Hellpach- und die Pestalozzischule befinden. Sie hatte mit ihren über 1.600 Schülerinnen und Schülern bereits seit längerem mit Raummangel zu kämpfen. Mit dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte ergab sich die Möglichkeit, die ehemalige Mark-Twain-Schule zu übernehmen. Die Stadt investierte rund 13 Millionen Euro in die Sanierung des Gebäudes.

Mehrfachbeauftragung MTV West und Sickingenplatz

Die Areale MTV West und Sickingenplatz sind die letzten „weißen Flecken“ auf dem Südstadt-Areal. Bei einem Bürgerforum am 14. September wurden bereits Anregungen für eine Aufgabenstellung gesammelt, die im Dezember an sechs ausgewählte Stadtplanungsbüros verteilt werden soll. Die Büros sollen dann im Februar 2018 ihre städtebaulichen Entwürfe abgeben.
 
Das Areal Sickingenplatz liegt ganz im Südwesten der Konversionsfläche an der Sickingenstraße. Die Bestandsgebäude sollen abgerissen werden. Stattdessen sollen 250 Wohneinheiten entstehen. In den Erdgeschosszonen soll es ergänzende Nutzungen zur Belebung des Quartiers geben – beispielsweise Einkaufsmöglichkeiten oder Gastronomie. Bei MTV West – zwischen dem künftigen Park um die Kommandantur und den Kleingärtenanlagen – soll ebenfalls ein Wohngebiet entstehen. Vorgesehen sind hier 150 Einheiten. Bauherr bei beiden Arealen ist die MTV Bauen und Wohnen GmbH. 


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