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Dankes- und Abschlussfeier zum Aktionsplan „Offen für Vielfalt und Chancengleichheit“

Amt für Chancengleichheit feierte 10-jähriges Jubiläum

Präsentation des Heidelberger Aktionsplan "Offen für Vielfalt und Chancengleichheit" (Foto: Rothe)
Der Rektor der Pädagogischen Hochschule Prof. Hans-Werner Huneke, Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, die Präsidentin des Landtags Baden-Württemberg Muhterem Aras, der baden-württembergische Minister für Soziales und Integration Manfred Lucha, die Leiterin des Amtes für Chancengleichheit Dörthe Domzig und Bürgermeister Wolfgang Erichson (v.l.) präsentieren den Heidelberger Aktionsplan „Offen für Vielfalt und Chancengleichheit“.

Rund 150 Bürgerinnen und Bürger sowie Fachleute haben in einem umfangreichen Beteiligungsprozess am Heidelberger Aktionsplan „Offen für Vielfalt und Chancengleichheit –Ansporn für alle“ mitgearbeitet. Entstanden ist eine Sammlung mit über 100 konkreten Projekte für mehr Chancengleichheit in den unterschiedlichsten Lebensbereichen.

Die Stadt Heidelberg hat am Freitag, 3. Februar 2017, ein Dankes- und Abschlussfest für und mit allen gefeiert, die sich an der Erstellung des Aktionsplans beteiligt haben. Zu der Feier in der Aula der Pädagogischen Hochschule Heidelberg waren zahlreiche geladene Gäste sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger gekommen. Gleichzeitig hat das Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg sein 10-jähriges Jubiläum begangen. Grußworte sprachen Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner und Manfred Lucha, baden-württembergischer Minister für Soziales und Integration. Die Festrede hielt Muhterem Aras, Präsidentin des Landtags Baden-Württemberg.
 

Sozial- und Integrationsminister Lucha: „Integration ist ein Prozess, der uns alle betrifft“

Sozial- und Integrationsminister Manfred Lucha sagte: „Es ist wichtig, Vielfalt als Chance zu begreifen und sie zu nutzen. Integration ist ein Prozess, der uns alle betrifft, nicht nur eine bestimmte Gruppe. Wir müssen dabei die gesamte Gesellschaft im Blick behalten, keiner darf sich vernachlässigt fühlen, keiner darf vernachlässigt werden. Es geht um ein gutes Zusammenleben und einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dafür sind wir alle gefragt. Der Aktionsplan beweist, dass dieses Verständnis von einem guten Zusammenleben in Heidelberg fest verwurzelt ist. Ich danke allen, die daran mitgewirkt haben.“

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner betonte: „Mein Dank gilt den engagierten Bürgerinnen und Bürgern und dem Gemeinderat, die sich an diesem intensiven Prozess beteiligt haben. Ohne ihren Einsatz hätten wir nicht diese Qualität der Ergebnisse erreichen können.“

Landtagspräsidentin Muhterem Aras sagte in ihrer Festrede: „Auf dem Boden des Grundgesetzes haben Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft diese Republik über die Jahrzehnte vielfältig, lebenswert und konkurrenzfähig gemacht. Und dabei haben wir unsere Werte wie Respekt, Gleichheit, Offenheit, Meinungsfreiheit, Chancengerechtigkeit und Religionsfreiheit gestärkt. Fast wie nebenbei ist eine lebendige Einwanderungsgesellschaft geschaffen worden, auch wenn es bis heute kein modernes Einwanderungsgesetz gibt. Dieser starke und über viele Jahrzehnte erarbeitete Grundkonsens hat eine selbstbewusste und freiheitliche Gesellschaft mit starken politischen Strukturen entstehen lassen.“

Im Anschluss griff Moderatorin Kirsten Baumbusch in Interviews mit Bürgermeister Wolfgang Erichson, Dörthe Domzig, der Leiterin des Amtes für Chancengleichheit, und Teilnehmenden am Projekt Aktionsplan die Themen des Abends auf. Für den musikalischen Rahmen sorgten Bernhard Bentgens mit dem „1. FC Heidelberg“ und dem Beschwerdechor sowie das Duo „Acoustic Pieces“. 

Die Stadt von morgen: Wie gehen wir mit den sozialen Herausforderungen um?

Der Heidelberger Aktionsplan ist der erste kommunale Aktionsplan in Baden-Württemberg, der sich damit auseinandersetzt, wie die Städte von morgen mit den sozialen Herausforderungen der enorm gewachsenen Vielfalt umgehen können. Mit zahlreichen konkreten Bausteinen soll die Stadt fitter gemacht werden für eine zunehmende Individualisierung der Lebens- und Arbeitsformen. So geht es darum, wie im Berufsleben den vielfältigen Gruppen Rechnung getragen werden kann, wie entsprechende Dienstleistungskonzepte Diskriminierung entgegenwirken und beispielsweise die Chancen auf dem Wohnungsmarkt verbessert werden können. Entsprechend vielfältig sind die Zielgruppen. Ausführliche Infos zum Aktionsplan sind online zu finden unter www.heidelberg.de/aktionsplan-vielfalt. Die Druckversion kann beim Amt für Chancengleichheit, Bergheimer Straße 69, 69115 Heidelberg, abgeholt werden oder per E-Mail an chancengleichheit@heidelberg.de oder telefonisch unter 06221 58-15500 angefordert werden.

Zehn Jahre Antidiskriminierungsstelle – zehn Jahre Amt für Chancengleichheit

Vorreiter für Chancengleichheit auf lokaler Ebene: Seit zehn Jahren hat Heidelberg eine kommunale Antidiskriminierungsstelle und ist eine der wenigen Städte landes- und bundesweit, in denen der Themenkomplex Selbstbestimmung, Teilhabechancen und Schutz vor Diskriminierung, in einem Amt gebündelt sind. Die Stadt nutzt damit Synergieeffekte für mehr Zielgruppensensibilität und die Bekämpfung von Mehrfachdiskriminierung durch die enge Zusammenarbeit mehrerer merkmalsbezogener Fachzuständigkeiten. Zudem werden die sozioökonomischen Ursachen für Teilhabeprobleme berücksichtigt. Damit geht in Heidelberg das Engagement für gleiche Chancen deutlich über das hinaus, was der Gesetzgeber mit dem „Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz“ vorgibt. 
 

Die Stadt Heidelberg fördert die Vielfalt der Talente und bekennt sich zu einem Zusammenleben, das auf Gleichbehandlung und gleichberechtigter Teilhabe beruht. Das Amt für Chancengleichheit entwickelt, finanziert und setzt Projekte zur Prävention und Hilfe um, wenn Menschen von Ausgrenzung aufgrund des Geschlechtes, der sexuellen Identität, ihrer Herkunft/Ethnie, ihrer Behinderung(en) oder Teilhabeproblemen am Arbeitsmarkt bedroht oder betroffen sind. Es hilft weiter, wenn Menschen sich von Diskriminierung betroffen fühlen oder gegen Diskriminierung vorgehen wollen. Das Amt berichtet zudem über den aktuellen Stand der Chancengleichheit von Frauen und Männern in ihrer Vielfalt und vermittelt Kontakte zu Beratungs- und Servicestellen. Es fördert den inklusiven Umgang mit der Vielfalt von Anforderungen aufgrund unterschiedlicher Gruppenmerkmale.