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„Coffee to go“ im Mehrwegbecher: Infoveranstaltung mit Pfandsystem-Anbietern am 10. Oktober

Café-Betriebe, Bäckereien und Imbisslokale können sich noch anmelden

Heidelberger für Mehrwegbecher
Samia und Tabea sprechen sich für den Mehrwegbecher aus.

Die Stadt Heidelberg will die Einwegbecherflut aktiv eindämmen. Die Stadtverwaltung hat sich über die verschiedenen Lösungsansätze informiert, die es aktuell auf dem Markt gibt, und Kontakt zu den „Coffee to go“-Anbietern und zu Umweltinitiativen aufgenommen. Das Ziel ist es, in Heidelberg ein System anzubieten, das von möglichst vielen Kaffeeanbietern genutzt werden kann. Zu diesem Zweck findet am Dienstag, 10. Oktober 2017, um 19 Uhr im Großen Rathaussaal des Heidelberger Rathauses ein Auftakttermin statt. Hier stellen sich die Systemanbieter vor, die es aktuell auf dem Markt gibt. 

An diesem ersten „Runden Tisch“ nehmen sowohl Einzelhandels-, Tourismus- und Umweltverbände als auch diverse Cafés, Imbisslokale, Tankstellen und Bäckereien teil. Hier können sie sich informieren, sich aber auch abstimmen, welches System für Heidelberg geeignet wäre. Betriebe und Personen, die Interesse an einer Teilnahme haben, können sich telefonisch anmelden unter 06221 58-29999.

Online-Karte: Diese Betriebe füllen den „Coffee to go“ in mitgebrachte Becher

Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg hat deshalb bei Cafés, Bäckereien und Tankstellen, die Heißgetränke zum Mitnehmen anbieten, nachgefragt, ob sie einen mitgebrachten Becher wieder füllen und vielleicht sogar Rabatt für das „Mehrweg“-Getränk geben. Eine Übersicht der Stellen, die diesen Service anbieten, gibt es in einem Online-Stadtplan unter www.becherkarte.de.
 
Organisationen und Firmen, die mitgebrachte Becher befüllen, einen Rabatt auf das Getränk im Mehrweggefäß geben oder eigene Becher verkaufen, können sich auf der städtischen Internetseite unter www.heidelberg.de/coffeetogo über ein Onlineformular in die Karte eintragen lassen.

320.000 Einwegbecher für den schnellen Kaffee für unterwegs – pro Stunde

In Deutschland werden jede Stunde 320.000 Einwegbecher für den schnellen Kaffee für unterwegs verbraucht. Im Jahr sind das fast drei Milliarden Becher. Schätzungen sprechen von einer Nutzungsdauer von 15 Minuten. Danach landen sie entweder in den öffentlichen Mülleimern oder – immer häufiger – auf den Straßen, Plätzen und in den Grünflächen der Stadt. Die Einwegbecher-Flut nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Die Unmengen an Einwegverpackungen bedeuten auch einen immensen Ressourcenverbrauch. Dieser könnte ganz einfach vermieden werden, wenn stattdessen Mehrwegbecher oder -tassen verwendet würden.
 
Innerhalb der Stadtverwaltung gibt es ein Mehrweggebot für Veranstaltungen. Es wäre wünschenswert, dass große Einrichtungen und Firmen in Heidelberg sich dem anschließen würden – beispielsweise mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung.
 
Die Stadt Heidelberg sensibilisiert schon seit vielen Jahren ihre Bürgerinnen und Bürger für die Müllvermeidung und gibt Anregungen zur Abfallvermeidung im täglichen Leben. Unter anderem sind regelmäßig praktische Tipps online unter www.heidelberg.de/abfall veröffentlicht.