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Bücherbus: Hoffen auf Elektroantrieb ab 2018

Aktuell kein Hersteller mit geeignetem Serienmodell auf dem Markt

Der beliebte Bücherbus der Stadtbücherei ist in die Jahre gekommen und muss in einer wachsenden Stadt immer mehr Haltestellen bedienen. Das mittlerweile 15 Jahre alte Fahrzeug muss also kurz- bis mittelfristig ersetzt werden. Bei einer Neuanschaffung würde die Stadt gern ein Modell mit Elektroantrieb erwerben – aktuell gibt es aber immer noch kein passendes Angebot der Hersteller. Darüber hat die Verwaltung den Gemeinderat in seiner Sitzung am 5. Oktober informiert.

Das Grundproblem ist die notwendige Bauweise des Busses: Dieser muss aufgrund der spezifischen Anforderungen als Bücherbus mit einem sogenannten Hochflur-Chassis ausgerüstet sein. Das bedeutet, dass die Antriebseinheit komplett unter dem Fahrzeugboden verschwindet und der Innenraum somit als ebene Fläche ohne störende Radkästen, schiefe Ebenen und Stufen nutzbar wird. Geeignete Hochflur-Chassis mit Elektroantrieb aus der Serienproduktion stehen aber bislang nicht zur Verfügung. Der Markt konzentriert sich hier auf die im ÖPNV gängigen Niederflurbusse.
 
Laut Fachleuten ist der Markt für Fahrzeuge mit E-Antrieb aber aktuell aufgrund der Dieseldiskussion stark in Bewegung geraten. Sämtliche Hersteller, die im Kleinsegment „Bücherbusse“ aktiv sind, warten die Fachmesse „busworld“ im Oktober 2017 ab, um Aussagen über die Verfügbarkeit von E-Antrieben im Hochflurbereich treffen zu können. Die Verwaltung hofft daher, dass zum nächsten Doppelhaushalt ein geeignetes Chassis mit E-Antrieb zur Verfügung stehen könnte. Im nächsten Doppelhaushalt sollten daher Mittel für einen neuen Bücherbus mit E-Antrieb eingeplant werden. Die Verwaltung prüft kontinuierlich Fördermöglichkeiten durch Bund und Land.