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Masterplan Neuenheimer Feld: Stadt, Universität und Land unterzeichnen Rahmenvereinbarung

OB Würzner: „Ein großer Schritt in Richtung Zukunft“

Ein Meilenstein ist erreicht: Die drei Projektpartner im Masterplanverfahren Im Neuenheimer Feld – Stadt Heidelberg, Universität Heidelberg und das Land Baden-Württemberg – haben am Montag, 9. Oktober 2017, die gemeinsame Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Damit kann das Masterplanverfahren offiziell beginnen. Im Spiegelsaal des Prinz Carl gaben die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg Theresia Bauer, die Staatssekretärin im Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg Gisela Splett, der Rektor der Universität Heidelberg Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Eitel und Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner mit ihren Unterschriften den Startschuss für den gemeinsamen Prozess.

Im Neuenheimer Feld sind weltweit renommierte Wissenschaftsinstitutionen angesiedelt, insbesondere die Natur- und die Lebenswissenschaften der Universität Heidelberg, das Universitätsklinikum Heidelberg und das Deutsche Krebsforschungszentrum. Gleichzeitig sind hier auch Unternehmen und Einrichtungen wie der Zoo, die Jugendherberge und Sportanlagen beheimatet. Rund 15.000 Beschäftigte sind im Neuenheimer Feld tätig, hinzu kommen rund 4.000 Einwohnerinnen und Einwohner und rund 18.000 Studierende. Vor allem die Wissenschaftseinrichtungen benötigen Entwicklungsperspektiven. Diese sollen auch das Umfeld berücksichtigen und im Rahmen des Masterplanprozesses erarbeitet werden.
 
Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Ich freue mich sehr, dass wir heute die gemeinsame Rahmenvereinbarung unterzeichnen können. Das ist der Start eines ganz wichtigen Prozesses. Das Neuenheimer Feld ist die zentrale Triebfeder für unsere Wissenschaftsstadt Heidelberg. Damit das auch künftig so bleibt, wollen wir mit dem Masterplanverfahren eine ebenso zukunftsweisende wie stadtverträgliche Entwicklungsperspektive für den Campus erarbeiten – gemeinsam mit der Universität, dem Land und unseren Bürgerinnen und Bürgern. Wir machen heute einen großen Schritt in Richtung Zukunft.“
 
Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg: „Starke Wissenschaft braucht Flexibilität und Raum zur Entfaltung. Weil Raum in einer Stadt wie Heidelberg aber immer begrenzt ist, erfordert das Wachstum neue Ansätze, um Verdichtung und Verkehr klug zusammenzudenken. Das wird eine anspruchsvolle Aufgabe für alle beteiligten Akteure sein. Gleichzeitig besteht jetzt eine große Gelegenheit, eine Erfolgsgeschichte für Universität und Stadt gleichermaßen zu schaffen.“
 
Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg: „Wir brauchen gesicherte Rahmenbedingungen und klare Entwicklungsperspektiven für die baulichen Investitionen in den Wissenschaftsstandort Heidelberg. Die heutige Unterzeichnung der Vereinbarung ist hierfür ein wichtiger gemeinsamer Schritt.“Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Eitel, Rektor der Universität Heidelberg: „Die heute unterzeichnete Vereinbarung will eine Basis schaffen für eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit im Rahmen des Masterplanverfahrens. Der Campus im Neuenheimer Feld ist ein Wissenschaftscampus und ein Sondernutzungsbereich für Forschung und Wissenschaft. Von dieser Ausgangslage aus wollen wir gemeinsam nach Lösungen suchen für alle Fragen, die für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes ebenso wie für die Entwicklung der Stadtgesellschaft von Bedeutung sind.“ 
Ebenfalls bei der Unterzeichnung anwesend waren Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck, Bürgermeister Wolfgang Erichson sowie die Mitglieder des Steuerungskreises des Masterplanverfahrens: Bernd Müller, Amtsleiter von Vermögen und Bau Baden-Württemberg Amt Mannheim und Heidelberg, Dr. Manfred Hilzenbecher, zuständig für Bauangelegenheiten im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Dr. Arne Egger, stellvertretender Abteilungsleiter im Dezernat Planung, Bau und Sicherheit der Universität Heidelberg, Annette Friedrich, Amtsleiterin des Stadtplanungsamts der Stadt Heidelberg, und Frank Zimmermann, Leiter der Koordinierungsstelle Bürgerbeteiligung im Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Heidelberg.

Wie geht es weiter?

Die Rahmenvereinbarung schafft die Grundlagen für das von Stadt, Universität und Land gemeinsam geführte Verfahren. Auf ihrer Basis können nun die nächsten Schritte erfolgen, etwa die Einrichtung der Arbeitsstrukturen für den Prozess. Noch in diesem Jahr ist die Ausschreibung des Projektmanagements und der Moderation vorgesehen.
 
Der Masterplan Im Neuenheimer Feld soll die Grundlage für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes und seiner Vernetzung mit dem Umfeld bilden. Ziel ist es, Vorgaben unter anderem für die Bereiche Bauen, Umwelt und Verkehr zu entwickeln. Bei der Erarbeitung des Masterplans ist die Einbindung aller Betroffenen wichtig. Zur Steuerung des entsprechenden Beteiligungsverfahrens soll ein Koordinationsbeirat eingerichtet werden. Dies ist für Mitte November vorgesehen. Der Koordinationsbeirat soll dann zunächst ein Beteiligungskonzept entwickeln, das die gesamte Breite der Interessen berücksichtigen soll und anschließend dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt wird.


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