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Umfrage zur Sicherheitslage in Heidelberg

Fragebogen-Aktion zur „gefühlten Sicherheit“ –Ergebnisse helfen, Präventionsarbeit zu verbessern

In Heidelberg startet am Mittwoch, 22. März 2017, eine große Umfrage zur Sicherheitslage in der Stadt. 8.000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab dem 14. Lebensjahr (einschließlich) erhalten per Post einen mehrseitigen Fragebogen mit einem Schreiben von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. Die repräsentative Umfrage liefert wichtige Informationen darüber, wie sicher sich die Heidelbergerinnen und Heidelberger in ihrer Stadt fühlen. 

Bürgermeister Wolfgang Erichson: „Jeder Fragebogen zählt“

Die Ergebnisse helfen der Stadt Heidelberg und dem Polizeipräsidium Mannheim, ihre Arbeit und Projekte gezielt an den Bedürfnissen der Bürgerschaft auszurichten und die Präventionsarbeit zu verbessern. Bei einem Pressegespräch im Rathaus am Montag, 20. März 2017, erläuterten Bürgermeister Wolfgang Erichson, Bürgeramtsleiter Bernd Köster und Prof. Dr. Dieter Hermann vom Institut für Kriminologie der Universität Heidelberg die Umfrage. Bürgermeister Erichson betonte: „Jeder Fragebogen zählt. Je mehr Menschen uns ihre Einschätzungen mitteilen, desto größer ist für uns der Erkenntnisgewinn und desto gezielter können wir die Weichen für unser Engagement in Sachen Sicherheit stellen. Wir sind als Stadt darauf angewiesen, dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger an der Umfrage beteiligen.“ 

Teilnahme ist freiwillig – Antworten werden anonymisiert

Die Studie, die in Heidelberg 1998 und 2009 schon einmal durchgeführt worden ist, wurde gemeinsam mit dem Institut für Kriminologie der Universität Heidelberg entwickelt. Das Institut betreut die Untersuchung und wertet sie aus. Die an der Studie beteiligten Bürgerinnen und Bürger werden per Zufallsverfahren aus dem Melderegister ausgewählt. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig. Alle Antworten werden anonymisiert, so dass keine Rückschlüsse auf die Identität der Befragten möglich sind. Datenschutz und Geheimhaltung sind umfassend gewährleistet. Die ausgefüllten Fragebögen können portofrei – möglichst innerhalb einer Woche – an das Bürgeramt zurückgesandt werden. Ein Rückumschlag liegt bei, die Portokosten trägt die Stadt Heidelberg.

Durch die Umfrage wird die Kriminalitätsfurcht in der Bevölkerung umfassend erhoben, also die „gefühlte Sicherheit“, das subjektive Sicherheitsempfinden, das Vermeideverhalten und die Risikoeinschätzung. In dem Fragebogen geht es deshalb um die Angst vor Gefahren im Straßenverkehr ebenso wie um die Furcht vor Kriminalität und das Sicherheitsempfinden im Stadtteil. Die Ergebnisse der Umfrage werden etwa ein halbes Jahr nach Abschluss der Befragung bekanntgegeben.

Ergebnis der Umfragen 1998 und 2009: Kriminalität und Kriminalitätsfurcht deutlich reduziert

Die Studie soll nicht nur die subjektive und objektive Sicherheitslage sowie die Lebensqualität erfassen, sondern auch die Bedingungen für die Entstehung von Unsicherheit bestimmen. Durch die umfassende Charakterisierung von Gruppen mit hoher Kriminalitätsfurcht ist es möglich, erfolgversprechende Präventionsmaßnahmen für Zielgruppen auszuwählen. Die wissensbasierte Prävention, verknüpft mit Instrumenten aus dem Qualitätsmanagement, wird in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis seit 1997 umgesetzt. Sie ist unter dem Begriff „Heidelberger Audit Konzept für urbane Sicherheit“ (HAKUS) bekannt geworden. Die Ergebnisse der Umfragen in den Kommunen zeigten, dass dieses Konzept zielführend war und die Kriminalität und Kriminalitätsfurcht in den befragten Städten und Gemeinden deutlich reduziert werden konnte. Dieser erfolgreiche Weg soll fortgeführt werden. Die Stadt Heidelberg hofft deshalb auf eine hohe Bereitschaft der ausgewählten Bürgerinnen und Bürger, an der Befragung teilzunehmen.


Weitere Infos

Fragen zur Studie beantworten die Mitarbeiterinnen des Bürgerservice unter der Telefonnummer 06221 58-10580 oder per E-Mail an buergerservice@heidelberg.de.