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Heidelberg: Europäischer Topstandort für kreative und kulturell interessierte Menschen

Unter den fünf attraktivsten kleinen Großstädten bei Städtevergleich der Europäischen Union

Heidelberg zählt zu den fünf attraktivsten kleineren Großstädten für kreative und kulturell interessierte Menschen in Europa. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Europäischen Union (EU): Dem Städtevergleich „Kultur und Kreativität“ („Cultural and Creative Cities Monitor“) der EU-Kommission zufolge nimmt die Universitätsstadt unter insgesamt 64 untersuchten Städten mit 100.000 bis 250.000 Einwohnern den fünften Platz ein. Heidelberg punktet dabei vor allem mit seinem Kulturumfeld („Enabling Environment“) und seiner Kreativwirtschaft („Creative Economy“), aber auch seiner kulturellen Dynamik („Cultural Vibrancy“). Unter allen 168 in der Studie berücksichtigten Städten aus 30 europäischen Ländern liegt Heidelberg auf dem 14. Rang ebenfalls in der Spitzengruppe – gleichauf mit Prag und Mailand und noch vor Frankfurt, Karlsruhe, Berlin, Mannheim, Hamburg, Brüssel, Barcelona und Rom.

„Heidelberg ist eine Stadt der Kultur und Kreativität – das zeigt die Untersuchung der EU-Kommission ganz deutlich. Unsere Stadt und die Bürgerinnen und Bürger profitieren auf vielfältige Weise davon: Die Kulturangebote gehören zu den besten Deutschlands und die Kultur- und Kreativwirtschaft hat sich zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt: Sie schafft Arbeitsplätze und sorgt für Einnahmen im städtischen Haushalt. Damit trägt sie zum Wohlstand der Heidelbergerinnen und Heidelberger bei“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. Mehr als 4.000 Menschen arbeiten in Heidelberg in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Zwölf Prozent aller Unternehmen – insgesamt rund 850 – sind diesem Sektor zuzuordnen. Sie erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von circa 620 Millionen Euro.

„Einzigartiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland“

„Die Kreativität Heidelbergs macht die Stadt zu einem einzigartigen Wirtschaftsfaktor in Deutschland“, betont der Städtevergleich. Der kulturelle und kreative Bereich nehme einen bedeutenden Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Leistung der Stadt ein und einen größeren als in jeder anderen deutschen Stadt. Mehr als ein Drittel davon komme aus dem Literatur- und Verlagsbereich. Die Gründung des Kultur- und Kreativwirtschaftszentrums Dezernat 16 in der Alten Feuerwache 2013 und die Verleihung des Titels UNESCO Creative City of Literature ein Jahr später werden ebenso herausgestellt.
 
Bei der Kreativwirtschaft überzeugt Heidelberg mit seinem hohen Maß an geistigem Eigentum und Innovationsgeist sowie einer Vielzahl an Patentanmeldungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik. Im Hinblick auf das Kulturumfeld punktet die Universitätsstadt mit seinen umfangreichen lokalen und internationalen Verbindungen sowie dem hervorragenden Bildungswesen und dem vorhandenen Humankapital – messbar unter anderem an der hohen Zahl an Hochschulabsolventen in der Kunst und in den Geisteswissenschaften sowie am regelmäßig guten Abschneiden der Universität Heidelberg in internationalen Rankings – das jüngste Shanghai-Ranking bewertet die Ruperto Carola bereits zum vierten Mal in Folge als beste Universität Deutschland. In Europa belegt die Uni Rang elf. Die hohe kulturelle Dynamik Heidelbergs zeigt sich insbesondere durch die vielfältigen Möglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger zur kulturellen Mitwirkung in der Stadt sowie durch die Attraktivität der Theater und Museen.
 
Kultur und Kreativität sorgen für mehr Wirtschaftswachstum, tragen zur sozialen Entwicklung bei und schaffen neue Arbeitsplätze – das ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie. Zwischen kultureller Dynamik und verschiedenen Aspekten des städtischen Lebens, etwa der sozialen Vielfalt und dem Wirtschaftsleben, bestehen enge Beziehungen. Den topplatzierten Städten gelingt es demnach besser als anderen, eigene Wege zur Ausschöpfung ihres kulturellen und kreativen Potenzials zu entwickeln, um Entwicklung und Innovation voranzutreiben, Arbeitsplätze zu schaffen und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.

168 Städte aus 30 europäischen Ländern miteinander verglichen

Den Städtevergleich hat die Gemeinsame Forschungsstelle – der interne wissenschaftliche Dienst der Europäischen Kommission – erstmals durchgeführt. Die Städte wurden in den drei zentralen Kategorien kulturelle Dynamik, Kreativwirtschaft und Kulturumfeld anhand von insgesamt 29 Indikatoren bewertet – die Anzahl an Museen und Konzerthallen in einer Stadt floss dabei ebenso ein wie zum Beispiel die Zahl der Beschäftigten im Kultur- und Kreativsektor sowie der Patentanmeldungen in der Informations- und Kommunikationstechnik.
 
Neben den EU-Mitgliedstaaten wurden in der Studie auch Städte aus der Schweiz und Norwegen einbezogen. Besser als Heidelberg schlossen bei den Städten mit 100.000 bis 250.000 Einwohnern nur Eindhoven (Niederlande), Linz (Österreich), ’s-Hertogenbosch (Niederlande) und Cork (Irland) ab. Der Städtevergleich soll alle zwei Jahre aktualisiert werden.