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Heidelberg wird gegen Einwegbecher aktiv

Die Stadt Heidelberg will die Einwegbecher-Flut aktiv eindämmen. Zur Reduzierung der „Coffee to go-Becher“ in der Stadt startet ab Herbst 2017 eine Info-Kampagne. Mit Faltblättern und Werbeplakaten, mit Onlineangeboten, Infoständen und diversen Aktionen sollen die Verbraucherinnen und Verbraucher für die Verwendung umweltfreundlicher und mehrfach verwendbarer Becher motiviert werden. Darüber hinaus prüft die Stadtverwaltung derzeit, ob und inwieweit es rechtlich möglich ist, von Seiten der Stadt ein Pfandsystem zu unterstützen.

Gewerbetreibende sensibilisieren

Die Stadtverwaltung informiert sich bereits seit längerem über Konzepte von Pfandsystem-Anbietern und hat Kontakt zu bundesweiten Fast-Food-Ketten sowie zu Umweltinitiativen aufgenommen. Die Stadtverwaltung initiiert zudem einen „Runden Tisch“, an dem ab Herbst 2017 die unterschiedlichen Akteure zur Mitwirkung motiviert werden sollen. Dazu zählen Cafés, Fastfood-Ketten, Bäckereien und Imbisslokale, die Einzelhandels-, Tourismus- und Umweltverbände sowie das Studierendenwerk Heidelberg. Bei den Treffen sollen beispielsweise Firmen, die Pfandlösungen anbieten, ihr System vorstellen können.

In Kürze wird die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg die Gewerbetreibenden, die Heißgetränke zum Mitnehmen anbieten, anschreiben. Ziel ist, die Händlerinnen und Händler für das Thema zu sensibilisieren und sie um das Befüllen von Mehrwegbechern und um einen Rabatt für das „Mehrweg“-Getränk zu bitten. Interessierte Gewerbetreibende sind dazu aufgerufen, sich online unter www.heidelberg.de/coffeetogo zu beteiligen.   
 
Die gemeinderätlichen Gremien diskutieren ab Ende Juni über die Pläne der Verwaltung (27. Juni Jugendgemeinderat, 4. Juli Bau- und Umweltausschuss, 12. Juli Haupt- und Finanzausschuss, 25. Juli Gemeinderat).

320.000 Einwegbecher für den schnellen Kaffee für unterwegs – pro Stunde

In Deutschland werden jede Stunde 320.000 Einwegbecher für den schnellen Kaffee für unterwegs verbraucht. Im Jahr sind das fast drei Milliarden Becher. Schätzungen sprechen von einer Nutzungsdauer von 15 Minuten. Danach landen sie entweder in den öffentlichen Mülleimern oder – immer häufiger – auf den Straßen, Plätzen und in den Grünflächen der Stadt. Die Einwegbecher-Flut nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Die Unmengen an Einwegverpackungen bedeuten auch einen immensen Ressourcenverbrauch. Dieser könnte ganz einfach vermieden werden, wenn stattdessen Mehrwegbecher oder -tassen verwendet würden.
 
Innerhalb der Stadtverwaltung gibt es ein Mehrweggebot für Veranstaltungen. Es wäre wünschenswert, dass große Einrichtungen und Firmen in Heidelberg sich dem anschließen würden – beispielsweise mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung.
 
Die Stadt Heidelberg sensibilisiert schon seit vielen Jahren ihre Bürgerinnen und Bürger für die Müllvermeidung und gibt Anregungen zur Abfallvermeidung im täglichen Leben. Unter anderem sind regelmäßig praktische Tipps online unter www.heidelberg.de/abfall veröffentlicht.