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Stadthalle: Oberbürgermeister Prof. Würzner dankt Wolfgang Marguerre für großzügige Spendenzusage

Heidelberger Unternehmer unterstützt Sanierung der Stadthalle / Weitere Großspender / Insgesamt Zusagen über 22 Millionen Euro

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat am heutigen Freitag, 27. Oktober 2017, den Heidelberger Unternehmer und Mäzen Wolfgang Marguerre im Rathaus begrüßt und ihm für eine äußerst großzügige Spendenzusage zur Sanierung der Heidelberger Stadthalle gedankt. „Die Spendenzusage von Wolfgang Marguerre ist eine großartige Nachricht für unsere Stadt und alle Heidelbergerinnen und Heidelberger. Ohne diese Unterstützung wäre eine umfangreiche Sanierung und Weiterentwicklung der Stadthalle zu einem Konzert- und Kulturhaus für die Zukunft undenkbar“, betonte Oberbürgermeister Prof. Würzner: „Mit seiner Spendenzusage leistet Wolfgang Marguerre – wie auch schon bei seiner außergewöhnlichen Unterstützung für die Sanierung des Theaters und die Integration von Menschen auf der Flucht – seiner Heimatstadt Heidelberg einen großen Dienst. Dafür bedanke ich mich – auch im Namen des Gemeinderats – ganz herzlich. Die Stadthalle ist die gute Stube Heidelbergs. Mit dieser großartigen Unterstützung kann sie ihre Rolle künftig noch schöner ausfüllen als jemals zuvor.“

„Ich will meiner Heimstadt, in der ich mich und in der meine Familie sich so wohl fühlt, etwas zurückgeben. Ich will, dass Heidelbergs gute Stube wieder das wird, als was sie vor über 100 Jahren gebaut wurde, als Versammlungs- und Festgebäude für die Bürgerschaft“, sagte Wolfgang Marguerre. Der Unternehmer hatte unter anderem schon die Sanierung des 2012 wiedereröffneten Heidelberger Theaters mit mehr als 15 Millionen Euro unterstützt. Im Jahr 2015 spendete er an die Stadt Heidelberg zudem eine Million Euro für Flüchtlingsprojekte.
 
Prof. Würzner bedankte sich bei weiteren Großspendern, deren großzügige Zusagen in dieser Woche bekannt geworden waren. Dabei handelt es sich um Prof. Dr. Dietrich Götze, Dr. Renate Keysser-Götze, Dr. Manfred Lautenschläger, Günter Reimann-Dubbers, Dr. Jobst Wellensiek und Achim Wessendorf. Zusammen stehen alle Spender für Zusagen im Gesamtumfang von 22 Millionen Euro, von denen Wolfgang Marguerre den Löwenanteil trägt.
 
„Es ist ein großartiges Signal, dass sich diese hochverdienten Personen aus der Heidelberger Stadtgesellschaft mit solchen Summen für unsere Stadthalle engagieren. Jedem einzelnen gilt mein großer Dank“, sagte Prof. Würzner. 

Pläne für Umbau zu einem Konzert- und Kulturhaus

Die Stadthalle könnte in den kommenden Jahren saniert und zum Konzert- und Kulturhaus weiterentwickelt werden. Der Gemeinderat hatte Anfang Oktober mit großer Mehrheit zugestimmt, entsprechende Pläne weiter zu verfolgen. Der Impuls für eine Weiterentwicklung der Stadthalle zum jetzigen Zeitpunkt geht auf eine Initiative von Mäzenen und Sponsoren des „Heidelberger Frühling“ zurück.
 
Die Stadthalle wurde 1903 fertiggestellt und ist sanierungsbedürftig. Eine Machbarkeitsstudie schlägt einen Umbau vor, der ausschließlich das Innere des Gebäudes betreffen würde. Damit könnte die Stadthalle in Zukunft mehrere Funktionen erfüllen: als Konzerthaus nach international erstklassigen Standards, als Ort für ein breites gesellschaftliches Veranstaltungsangebot – vom Jugendtanztag über gesellschaftliche Bälle, Feste und Empfänge bis hin zu Fastnachtsveranstaltungen. Und drittens als Anbieter von Abendveranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem neuen Konferenzzentrum, das bis 2021 in der Bahnstadt entsteht. Von einer Sanierung würden alle profitieren: Konzertbesucher ebenso wie Gäste der Traditionsveranstaltungen oder Tagungsteilnehmer, die abends aus dem Konferenzzentrum zum Empfang in die Altstadt kommen. Die Fassade der Stadthalle bliebe unverändert.
 
Die Bühne soll künftig in der Mitte des Saales liegen. Hubböden könnten sowohl ansteigende Sitzreihen, zum Beispiel für Konzerte, als auch eine durchgehende Ebene, etwa für Tanzbälle, ermöglichen. Die Besucher sollen von einer deutlich verbesserten Sicht und Akustik profitieren. Durch die Hubpodien sind zahlreiche verschiedene Anordnungen möglich – beispielsweise auch die bisherige Konstellation von ebenem Parkett und Bühne an der Stirnseite des Saals.
 
Der Gemeinderat hat Anfang Oktober – wie bei der erfolgreichen Theatersanierung – der Übertragung der Stadthalle samt Grundstück auf die städtische Theater- und Orchesterstiftung, vorbehaltlich des Ergebnisses der beim Finanzamt Heidelberg eingereichten Anfrage auf verbindliche Auskunft, zugestimmt. Bei erfolgreichem Verlauf und Genehmigung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe könnten die Sanierungsarbeiten bereits Anfang 2019 beginnen.
 
Grundlage für die künftige Nutzung der Stadthalle bildet ein Konzept, das von der Heidelberg Marketing GmbH und der Heidelberger Frühling gGmbH erstellt wurde. Die architektonische Machbarkeitsstudie hierzu wurde vom Büro Waechter + Waechter Architekten erarbeitet. Das Büro hatte bereits die Sanierung des Theaters geplant.
 


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