Logo facebook Logo Twitter Logo YouTube Logo RSS Logo YouTube Logo Instagram

Nahversorgung: Heidelbergerinnen und Heidelberger verfügen über gutes Angebot

84 Prozent der Einwohner haben Lebensmittelgeschäft in fußläufiger Entfernung

Die Heidelbergerinnen und Heidelberger verfügen über ein gutes Nahversorgungsangebot – zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Bericht des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Heidelberg zum Nahversorgungsangebot 2016. Vier von fünf Einwohnerinnen und Einwohner (84 Prozent) haben mindestens ein Lebensmittelgeschäft in fußläufiger Entfernung (bis zu 500 Meter) – mehr als jeder Zweite (rund 55 Prozent) muss zum Einkauf sogar weniger als 250 Meter zurücklegen. Der Bericht zum Nahversorgungsangebot wurde dem Gemeinderat am 25. Juli 2017 vorgestellt.

Vor allem die innerstädtischen Wohngebiete – die Stadtteile Altstadt, Weststadt, Neuenheim und Bergheim mit Ausnahme des westlichen Teils – weisen ein gutes und überdurchschnittliches Nahversorgungsangebot an Lebensmittelgeschäften, Bäckereien und Metzgereien auf. Auch die Bahnstadt verfügt über eine überdurchschnittliche Versorgungslage. Handschuhsheim, Ziegelhausen, Rohrbach und Wieblingen sind durchschnittlich versorgt. Im Pfaffengrund und in Kirchheim wird die Versorgung dagegen als unterdurchschnittlich bewertet. Schwach ist das Angebot in den – mit Ausnahme des Emmertsgrunds – kleineren Stadtteilen mit weniger als 5.000 Einwohnern: Schlierbach, Südstadt und Boxberg. Aktuell sind sechs Lebensmittelmärkte geplant, unter anderem in Schlierbach, im Pfaffengrund, in der Südstadt und in der Bahnstadt: Dadurch wird sich das Angebot vor Ort kurzfristig wesentlich verbessern und es wird keinen vollständig unterversorgten Stadtteil mehr geben.
 
Das Amt für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung setzt sich für die Sicherung und Neuansiedlung von Nahversorgungsangeboten in fußläufiger Entfernung der Bewohnerinnen und Bewohner ein. Auch wenn die Möglichkeiten der Einflussnahme für die Stadtverwaltung begrenzt sind: Durch die Umsetzung der Handlungsempfehlungen des 2013 vom Gemeinderat beschlossenen Nahversorgungskonzeptes wurde die Nahversorgung in Heidelberg weitestgehend verbessert.

Weitere Ergebnisse des Nahversorgungsberichtes 2016:

  • In Heidelberg gibt es 230 Verkaufsstellen des Lebensmitteleinzelhandels und -handwerks: 93 Lebensmittelgeschäfte, 108 Bäckereien und 29 Metzgereien (Stand: 4. Oktober 2016). Auf einer Verkaufsfläche von circa 56.000 Quadratmetern wird ein Umsatz von rund 400 Millionen Euro erzielt.
  • Supermärkte und Lebensmitteldiscounter haben aufgrund ihrer Größe, Sortimentsbreite und ihres vergleichsweise preiswerten Angebots eine besondere Bedeutung für die Nahversorgung: Unter den 93 Lebensmittelgeschäften finden sich 50 Supermärkte und Discounter.
  • Aktuell sind sechs neue Lebensmittelgeschäfte in Heidelberg geplant: Mit ihrer Realisierung werden Versorgungslücken, die durch das Fehlen und durch den Wegfall des traditionellen Einzelhandels entstanden sind, geschlossen. Unter anderen profitiert die Bahnstadt vom Bau des Nahversorgungszentrums „Westarkaden“.
  • Für rund 23.000 Heidelbergerinnen und Heidelberger ist die Versorgungslage problematisch. Besonders ungünstig ist die Erreichbarkeitssituation in Schlierbach, Ziegelhausen und in der Südstadt: Etwa jeder fünfte Einwohner in Heidelberg (22 Prozent) wohnt weiter als 500 Meter vom nächstgelegenen Supermarkt oder Discounter entfernt. Durch die Realisierung der geplanten Vorhaben wird sich die fußläufige Erreichbarkeit in Schlierbach, in der Bahnstadt und in der Südstadt deutlich verbessern. 
  • Im Vergleich zum Jahr 2008 sind die Verkaufsstellen im Bäckerhandwerk (von 112 auf 108) und von Metzgereien (von 39 auf 29) rückläufig. Die Zahl der Lebensmittelgeschäfte ist seither von 100 auf 93 Betriebe zurückgegangen – darunter fallen unter anderem auch Supermärkte und Discounter: Die Zahl derer ist allerdings seit 2008 um vier Betriebe gestiegen.
  • Die meisten realen Betriebsaufgaben seit 2008 gab es in der Altstadt und in Handschuhsheim (jeweils minus 8). Das Versorgungsniveau hat sich seither in den Stadtteilen Neuenheim und Wieblingen verbessert.