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Eine zentrale Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger im Hasenleiser

Quartiersbüro Hasenleiser wurde eröffnet

(v.l.) Miriam Wolf, Michael Blum (Geschäftsführer der DSK), Boris Wüst, Hubert Herrmann (Geschäftsführer des Caritasverbands Heidelberg), Rebecca Ramirez und Martin Holler von der städtischen Koordinierungsstelle Hasenleiser (Foto: Rothe)
v.l.: Miriam Wolf, Michael Blum (Geschäftsführer der DSK), Boris Wüst, Hubert Herrmann (Geschäftsführer des Caritasverbands Heidelberg), Rebecca Ramirez und Martin Holler von der städtischen Koordinierungsstelle Hasenleiser

Den Hasenleiser in sozialer, kultureller, ökonomischer und städtebaulicher Hinsicht weiterzuentwickeln: Das ist das Ziel des Quartiersmanagements Hasenleiser, das im Auftrag der Stadt Heidelberg vom Caritasverband Heidelberg und der Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) betrieben wird. Seit dem 1. Januar gibt es mit dem Quartiersbüro im Waldshuter Weg 2 eine zentrale Anlaufstelle für alle Engagierten vor Ort. Am Dienstag, 26. April 2016, wurde das Quartiersbüro von Hubert Herrmann, Geschäftsführer des Caritasverbands Heidelberg, Michael Blum, Geschäftsführer der DSK, und Martin Holler, Leiter der Koordinierungsstelle soziale Stadtentwicklung Rohrbach-Hasenleiser beim Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Heidelberg, offiziell eröffnet.

„Das Quartiersbüro Hasenleiser ist sowohl der Arbeitsort für das Team des Quartiersmanagements als auch eine zentrale Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger im Hasenleiser. Hier können die vorhandenen Kräfte im Stadtviertel gebündelt werden“, so Martin Holler von der städtischen Koordinierungsstelle Hasenleiser: „Ziel des Quartiersmanagements ist es, Netzwerke aufzubauen und die Eigeninitiativen der Bewohnerinnen und Bewohner zu stärken.“
 
„Für unser Engagement im Hasenleiser sind kurze Wege sehr wichtig“, Hubert Herrmann, Geschäftsführer des Caritasverbands Heidelberg: „Mit dem Quartiersbüro sind wir nah dran an den Bewohnerinnen und Bewohnern, können Anregungen direkt aufnehmen und die engagierten Akteure miteinander vernetzen. Das hilft uns dabei nachhaltige und bewohnerorientierte Projekte anzustoßen, etwa Inklusions- und Integrationsprojekte oder Modellprojekte zum Leben im Alter.
 
„Um den Hasenleiser ganzheitlich weiterzuentwickeln, wollen wir sowohl das bürgerschaftliche Engagement stärken als auch städtebauliche Impulse nutzen“, sagt Michael Blum, Geschäftsführer der DSK: „Die Entwicklung der Konversionsfläche Hospital im nördlichen Teil des Hasenleisers bietet zum Beispiel eine große Chance. Hier entstehen Möglichkeiten für neue Wohnformen, kulturelles Leben und Verknüpfungen innerhalb des Viertels, die wir für den ganzen Hasenleiser nutzen wollen. Gleichzeitig geht es darum, die bestehenden städtebaulichen Strukturen des Hasenleiser zu betrachten und im Interesse der Bewohner weiterzuentwickeln, um nicht nur ein Nachbarschaftsgefühl zu erzeugen, sondern auch das Image des Hasenleiser als Wohnstandort zu verbessern.“
 
Das Quartiersbüro Hasenleiser im Waldshuter Weg 2 ist montags bis mittwochs von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Außerhalb der Öffnungszeiten die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner des Quartiersmanagements – Rebecca Ramirez, Miriam Wolf und Boris Wüst – nach Vereinbarung für Bürgeranfragen zur Verfügung.
 
Seit seiner Einrichtung im November 2015 hat das Quartiersmanagement Hasenleiser ein Arbeitsprogramm entwickelt, bei dem zunächst die Aktivierung und Vernetzung der Akteure und Multiplikatoren des Quartiers im Vordergrund stehen. Unter anderem wurde ein Runder Tisch Hasenleiser eingerichtet, der künftig mehrmals im Jahr zusammenkommen soll. Als nächstes sind unter anderem ein Fotowettbewerb geplant, Stadtteilspaziergänge sowie eine aktivierende Befragung im Quartier, um gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern Handlungsfelder zu identifizieren.

Rohrbach-Hasenleiser – ein Stadtviertel im Umbruch

Grundlage für die Einrichtung des Quartiersmanagements im Hasenleiser ist ein Gutachten, das das Institut für Stadtplanung und Sozialforschung, Weeber + Partner Stuttgart für die Stadt erstellt hat. Demnach ist der Hasenleiser mit seinen knapp 5.000 Einwohnern ein Stadtviertel im Umbruch. Rund 40 Prozent der Bewohner leben hier kürzer als fünf Jahre, mehr als die Hälfte hat einen Migrationshintergrund. Neuzugezogene sind wenig integriert. Viele Bewohnerinnen und Bewohner identifizieren sich mit dem Hasenleiser und leben gerne dort. Sie nehmen aber wahr, dass ihr Viertel keinen besonders guten Ruf hat.
 
Eine ruhige Lage, erschwingliche Mieten und viel Grün kennzeichnen das Wohnen im Hasenleiser. Allerdings sind einige größere Mehrfamilienhäuser sanierungsbedürftig, ebenso fehlen attraktive öffentliche Grünflächen. Während die Infrastruktur insgesamt als gut bewertet wird, mangelt es an Treffpunkten, die das Zusammenleben und die Gemeinschaft fördern. Um dauerhafte Veränderungen zu bewirken, fehlen im Hasenleiser bisher genügend engagierte Menschen vor Ort sowie eine übergeordnete Kooperation und Vernetzung der Einrichtungen.
 
Mit dem Quartiersmanagement soll nun die Wohn- und Lebensqualität im Hasenleiser gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern verbessert werden. Hierfür sollen das bürgerschaftliche Engagement gefördert, Integrations- und Inklusionsprozesse angestoßen und die Quartiersidentität gestärkt werden. Weitere Aspekte sind die Bildungsarbeit sowie die Stärkung der lokalen Wirtschaft.

Integriertes Handlungskonzept

Die Stadt Heidelberg unterstützt das Quartiersmanagement Hasenleiser nicht nur finanziell. Analog zur Stadtteilarbeit auf dem Emmertsgrund wurde für den Hasenleiser eine Koordinierungsstelle beim Amt für Stadtentwicklung und Statistik eingerichtet. Von hier aus werden die städtischen Aktivitäten im Hasenleiser koordiniert und das Quartiersmanagement vor Ort unterstützt. Auch das Integrierte Handlungskonzept für die nächsten Jahre erarbeiten Stadt und Quartiersmanagement gemeinsam mit den Bewohnern. Ziel dabei ist, dass die positive Entwicklung des Hasenleisers sich langfristig verstetigt und auf Dauer selbst tragen kann.


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