Logo facebook Logo Twitter Logo YouTube Logo RSS Logo YouTube Logo Instagram

Britische Royals und Heidelberg: Der Ursprung der Schlossbeleuchtung

Die Stadt Heidelberg bereitet sich intensiv auf den 20. Juli vor: An diesem Tag besuchen Herzog William und Herzogin Catherine von Cambridge die Neckarstadt. Derart hochrangigen Besuch aus dem britischen Königshaus hatte Heidelberg schon lange nicht mehr. In der Geschichte der Stadt gibt es wenige Berührungspunkte mit der royalen Familie – ein Ereignis allerdings sticht heraus und prägt Heidelberg bis heute: die Hochzeit zwischen Elisabeth Stuart und Kurfürst Friedrich V., der als „Winterkönig“ in die Historie einging. Die Feierlichkeiten anlässlich der Vermählung im Jahr 1613 waren spektakulär und wurden gekrönt von einem großen Feuerwerk über dem Schloss – das Vorbild für die heutigen Schlossbeleuchtungen, die dreimal pro Jahr zelebriert werden.

Schlossbeleuchtung (Foto: Dittmer)

Eine verhängnisvolle Verbindung

1613 zog Friedrich V. mit seiner frisch angetrauten Gemahlin Elisabeth Stuart – die Tochter des englischen Königs Jakob I. – in einem großen Zug von London über die Niederlande nach Heidelberg. Das Paar kam auf der nördlichen Neckarseite mit dem Schiff an und zog dann feierlich über die Alte Brücke – die damals noch nicht so hieß – in die Stadt ein. Um Elisabeth Stuart standesgemäß zu begrüßen, ließ Kurfürst Friedrich V. 1613 ein großes Fest feiern und ein Feuerwerk inszenieren. Zeitgenössischen Berichten zufolge dauerte es über zwei Stunden und beinhaltete „Rageten, so theils mit starcken schlaegen theils anderen außfahrenden Stern und Regenfewern“.

Das Paar pflegte darauf ein aufwändiges Hofleben. Unter Friedrich V. wurde unter anderem der berühmte „Hortus Palatinus“ angelegt – ein auf Terrassen angelegter Hofgarten mit spektakulärer Architektur und Bepflanzung. Auch das Elisabethentor – das im Gegensatz zum „Hortus Palatinus“ auch heute noch steht – wurde in dieser Zeit angelegt.
Die Heidelberger Zeit endete für das kurfürstliche Paar 1619, als Friedrich die böhmische Krone annahm und Heidelberg in Richtung Prag verließ. Seine Entscheidung führte maßgeblich zu den schweren Glaubenskonflikten, die Europa während des Dreißigjährigen Krieges erschütterten – und in dessen Verlauf auch Heidelberg stark zerstört wurde.

Stippvisite von Prinz Philip 1979

Prinz Philip, Herzog von Edinburgh und Prinzgemahl der britischen Königin besucht das Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität: v.l.n.r.: (?), Präsident des Deutschen Sportbundes Willi Weyer, Stadträtin Beate Weber, Prinz Philip, Institutsdirektor Prof. Dr. Hermann Rieder (Foto: Speck/STA)
Hier im Gespräch: v.l.n.r.: (?), Präsident des Deutschen Sportbundes Willi Weyer, Stadträtin Beate Weber, Prinz Philip, Institutsdirektor Prof. Dr. Hermann Rieder

Der bislang letzte Besuch eines Mitglieds der königlichen Familie hatte hingegen nur positive Konsequenzen. Prinz Philip, Ehemann von Königin Elizabeth II., besuchte 1979 Heidelberg in seiner Funktion als Präsident der Internationalen Reiterlichen Vereinigung. Er besichtigte das Institut für Sport- und Sportwissenschaft, das Bundesleistungszentrum und die Orthopädische Klinik in Schlierbach und lobte dabei insbesondere die intensive Zusammenarbeit verschiedener Stellen bei der Sportförderung in der Bundesrepublik.