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Straßenbahn ins Neuenheimer Feld

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Luftbild Neuenheimer Feld 2015 (Rothe)

Straßenbahn ins Neuenheimer Feld

Planfeststellungsbeschluss vom VGH aufgehoben

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) hat am Mittwoch, 11. Mai, über zwei von vier Klagen gegen die Straßenbahn ins Neuenheimer Feld entschieden. Die Klagen richteten sich gegen das für die Genehmigung des Vorhabens verantwortliche Regierungspräsidium Karlsruhe. Der VGH hob den bestehenden Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums nun nach mündlicher Verhandlung vom 10. Mai auf.

Die Stadt Heidelberg bedauert die Entscheidung des VGH. „Wir werden nun mit dem Gemeinderat den weiteren Weg besprechen“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner. „Nach meiner Überzeugung ist damit die Straßenbahn ins Neuenheimer Feld auf absehbare Zeit gestorben. Die Straßenbahn hätte jeden Tag 10.000 Menschen umweltfreundlich und staufrei in das Neuenheimer Feld gebracht. Jetzt müssen wir andere Möglichkeiten diskutieren, wie wir den immer längeren Staus rund um das Neuenheimer Feld begegnen wollen.“

Der Oberbürgermeister weiter: „Das gesamte Prozedere hat deutlich gezeigt, dass alle Akteure mit dem Bebauungsplan aus dem Jahr 1960 nicht mehr weiter kommen. Ich trete deshalb dafür ein, dass wir gemeinsam mit allen Beteiligten eine neue Grundlage für die kommenden 30 Jahre erarbeiten. Die Universität und alle Akteure im und um das Neuenheimer Feld brauchen eine klare Perspektive. Ich trete dafür ein, dass wir diese gemeinsam mit allen Beteiligten erarbeiten.“

Ziel der Trassenplanung war es, den Universitätscampus im Neuenheimer Feld an das Straßenbahnnetz anzubinden. Über 25.000 Menschen pendeln inzwischen täglich ins Neuenheimer Feld mit seinen zahlreichen Kliniken und Universitätseinrichtungen – Tendenz weiter steigend. Die Straßenbahn sollte den Prognosen zufolge 10.000 von ihnen schnell, bequem und umweltschonend ans Ziel bringen – ein enormer Beitrag gegen Staus auf den Zufahrtsstraßen. Für die 2,5 Kilometer lange Trasse lag ein geänderter Planfeststellungsbeschluss vor, dieser wurde am 11. Mai vom VGH aufgehoben. Mit den Planänderungen wollten Stadt und rnv den Klägern gegen die Trasse entgegenkommen.


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