Als international geprägte und orientierte Stadt unterhält Heidelberg sechs Städtepartnerschaften in aller Welt. 1961 wurde die erste Partnerschaftsurkunde mit Montpellier (Frankreich) unterzeichnet, es folgten Cambridge (Großbritannien), Rehovot (Israel), Bautzen (Deutschland), Simferopol (Ukraine) und zuletzt 1992 Kumamoto (Japan). Das wichtigste Ziel aller Städtepartnerschaften, die Völkerverständigung, basiert auf der Annahme, dass eine bessere Kenntnis anderer Städte und Länder Vorbedingung eines friedlichen Zusammenlebens und gegenseitiger Toleranz ist. In diesem Sinne wurden die Städtepartnerschaftsurkunden unterzeichnet. Durch Austauschprojekte und Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen soll ein gegenseitiges Entdecken und Kennenlernen ermöglicht werden. Jede einzelne Städtepartnerschaft hat ihre eigene Hintergrundgeschichte und ihre besondere kulturell und strukturell bedingte Prägung.
Die Partnerschaftsarbeit findet auf unterschiedlichen Ebenen statt und reicht von offiziellen Delegationsbesuchen über Erfahrungsaustausch auf politischer und Verwaltungsebene bis hin zu Jugendbegegnungen und Bürgeraktivitäten. Wichtige Akteure der Partnerschaftsarbeit sind das OB-Referat/Städtepartnerschaften auf städtischer Seite sowie die jeweiligen Freundeskreise, der Sportkreis Heidelberg e. V. und der Stadtjugendring Heidelberg e. V. auf der anderen Seite. Seit 1996 organisiert die Stadt Heidelberg auch die „International Summer Science School“ (ISH), die Abiturientinnen und Abiturienten aus allen Partnerstädten Heidelbergs zusammenbringt.
Darüber hinaus bestehen freundschaftliche Beziehungen zu den Städten Mostar (Bosnien-Herzegowina), Jelenia Góra (Polen) und Heidelberg (Südafrika/Provinz Gauteng). Freundschaftliche Beziehungen zu Calamba City (Philippinen) werden zur Zeit aufgebaut. Zunehmend werden Projekte mit mehreren Städten zu bestimmten Themen durchgeführt, zum Beispiel ein Kunstprojekt mit Jugendlichen aus Montpellier, Jelenia Góra und Heidelberg.
Der Stadt Heidelberg ist es außerdem ein Anliegen, den Kontakt zu ihren jüdischen ehemaligen Bürgerinnen und Bürgern zu pflegen. Die meisten von ihnen leben heute in den USA und Israel. Bereits dreimal fanden Treffen in Heidelberg statt, bei denen die ehemaligen Bürgerinnen und Bürger teilweise zum ersten Mal seit ihrer Vertreibung wieder Deutschland besuchten. Gemeinsam mit einem Netzwerk badischer Städte ist die Stadt Heidelberg außerdem an der Pflege der Gedenkstätte Gurs in Frankreich beteiligt. In dieses Konzentrationslager wurden zahlreiche Heidelberger Jüdinnen und Juden während des Zweiten Weltkriegs verschleppt.









