Aktuelle Projekte der Stadtplanung und Stadtentwicklung
Die Stadtentwicklung Heidelbergs orientiert sich am Stadtentwicklungsplan "Heidelberg 2015 - Leitlinien und Ziele" und dem Modell Räumliche Ordnung, das die Ziele des Stadtentwicklungsplanes räumlich konkretisiert. Nähere Informationen zu diesen übergeordneten Planungen finden Sie in der Linkliste rechts.
Die Bahnstadt. Ein neuer Stadtteil entsteht.
Mit 116 Hektar ist sie größer als die Altstadt. Und mit ihrer zentralen und verkehrsgünstigen Lage ein idealer Ort zum Wohnen und Arbeiten: Die Bahnstadt, südwestlich des Hauptbahnhofs gelegen, ist Heidelbergs Stadtteil der Zukunft. Herzstück ist der Campus II, neben Büro- und Gewerbeflächen entstehen Wohnungen für rund 5.000 Einwohner/innen und 7.000 Arbeitsplätze.
Konversion US-Flächen
Im Juni 2010 kündigte die US Army an, ihre Standorte in Heidelberg bis Ende 2013 aufzulösen. Aus dem Abzug ergeben sich interessante Perspektiven und Chancen, da mehr als 200 Hektar Fläche in Heidelberg neu entwickelt werden können - das entspricht in etwa der doppelten Größe der Heidelberger Altstadt. Die Stadt Heidelberg bezieht die Bürger über verschiedene Formate der Bürgerbeteiligung im Rahmen eines dialogischen Planungsprozesses in die Entwicklung der Flächen ein.
IBA Wissen-schafft-Stadt
Nach der Weißenhofsiedlung 1927 findet 2012 in Heidelberg erstmals wieder eine Internationale Bauausstellung in Baden-Württemberg statt. Unter dem Motto "Wissen-schafft-Stadt" zeigen Stadt, Universität und weitere Partner aus den Bereichen Wissenschaft und Stadtentwicklung in den nächsten 10 Jahren Gestaltungsspielräume und modellhafte Lösungen für die Stadt der Zukunft auf.
Theatersanierung
Im November 2008 beschloss der Gemeinderat die Ausführungsgenehmigung zur Sanierung des Theaters nach dem optimierten Entwurf des Architekturbüros Waechter + Waechter zu erteilen. In Heidelberg hat ein bundesweit einzigartiges Engagement von Stadt und privaten Spendern die Sanierung und Erweiterung des Theaters ermöglicht. Das Haus im Herzen der Altstadt ist nach dreijähriger Bauzeit am 24. November 2012 wiedereröffnet worden. Das Gebäude wurde umfassend saniert und um einen modernen Anbau mit zweitem Theatersaal erweitert. Bürger und Unternehmen haben hierfür insgesamt rund 19 Millionen Euro gespendet.
© S. Hofschlaeger/www.pixelio.de
Konferenzzentrum für Heidelberg
Seit Jahren wird in Heidelberg über ein neues Konferenzzentrum intensiv debattiert. Neben der Frage, ob Heidelberg als Stadt der Wissenschaft ein Konferenzzentrum benötigt, ist auch die Frage des Standorts noch offen. Deshalb soll im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsprozesses geklärt werden, wie die Idee eines Konferenzzentrums in Heidelberg konkret weiterentwickelt werden kann. Der Gemeinderat hat daher die Bürgerstiftung Heidelberg im Frühjahr 2011 gebeten, ein Beteiligungskonzept zur Standortsuche für ein Konferenzzentrum zu erarbeiten. Am 28. Juni 2012 beschloss der Gemeinderat das erste große Beteiligungsverfahren nach den neuen Leitlinien zur mitgestaltenden Bürgerbeteiligung. Es geht um die Frage, ob Heidelberg ein neues Konferenzzentrum braucht und wenn ja, wo es gebaut werden soll.
Mathematikon und Campus-Hotel
Der Heidelberger Gemeinderat hat am 10. November 2011 beschlossen, für die privaten Bauvorhaben „Mathematikon“ und „Campus-Hotel“ jeweils ein vorhabenbezogenes Bebauungsplanverfahren einzuleiten. Die Gebäude sollen im Universitätsgebiet Neuenheimer Feld entlang der Berliner Straße entstehen. Die Planungen beruhen auf dem Entwicklungskonzept für die Berliner Straße, das der Gemeinderat 2008 einstimmig beschlossen hatte. Die neuen Gebäude entstehen auf der Westseite der Straße, die heute von Parkplätzen und Parkpaletten geprägt ist. Künftig wird der Bereich ein neues Gesicht erhalten. Die Bauarbeiten für das Mathematikon haben im Oktober 2012 begonnen.
Aufwertung der Heidelberger Hauptstraße
Am 25. Juli 2012 gab der Heidelberger Gemeinderat grünes Licht für die Aufwertung der Hauptstraße und billigte das von der Stadtverwaltung vorgelegte Maßnahmenbündel. Die Aufenthaltsqualität ausgewählter Orte soll erhöht, die Seitenstraßen zur Entlastung der Hauptstraße aufgewertet werden, ebenso der Altstadt-Eingang an der Sofienstraße. Das Stadtmobiliar (Beleuchtung, Bänke, Abfallbehälter, Fahrradabstellanlagen, Beschilderung) soll erneuert, die Zahl der Schilder reduziert und überflüssiges Stadtmobiliar entfernt werden. Die Oberfläche der östlichen Hauptstraße zwischen Karlstor und Kornmarkt wird erneuert, die Oberflächen in den übrigen Bereichen gereinigt und neu verfugt. Zur leichteren Orientierung soll ein einheitliches Fußgängerleitsystem eingeführt werden. Mit den Arbeiten wurde im März 2013 begonnen.
Wormser Hof und Theaterplatz
Die Silva Grundstücksverwaltungs- GmbH und Co. Grundstücks KG hat einen Antrag auf Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für das Grundstück Hauptstraße 110 („Wormser Hof“, heute Lux-Harmonie-Kinocenter) gestellt. Die Stadt Heidelberg beabsichtigt außerdem den Theaterplatz neu zu gestalten.
Kurfürsten-Anlage/Bahnhofstraße
Mit dem Neubau des Behördenzentrums des Landes Baden-Württemberg auf dem Gelände des früheren Finanzamtes hat die städtebauliche Aufwertung des von Bauten der Nachkriegszeit geprägten Quartiers zwischen der Kurfürsten-Anlage und der Bahnhofstraße begonnen. Die Grundlagen für die Neugestaltung haben die Stadt Heidelberg und das Land Baden-Württemberg im Jahr 2005 mit dem städtebaulichen Wettbewerb „Umgestaltung der Kurfürsten-Anlage zwischen Adenauerplatz und Römerkreis“ gelegt. Der erste Preis ging an das Stuttgarter Büro Pesch & Partner. Peschs Entwurf nimmt die Baustruktur der Weststadt auf und setzt sie bis zur Kurfürsten-Anlage fort. Derzeit entstehen westlich des Justizzentrums zwei weitere Neubauten mit Wohnungen, Büros, Geschäften und einer Kindertagesstätte.
Neubaugebiet Kirchheim „Im Bieth“
Das Wohn- und Gewerbegebiet liegt zwischen der Speyerer Straße, dem Cuzaring, der Pleikartsförster Straße und der Straße „Im Hüttenbühl“. Es umfasst eine Fläche von 21,5 Hektar.
Neugestaltung des Handschuhsheimer Tiefburgplatzes
Einstimmig beschloss der Heidelberger Gemeinderat am 25. Juli 2012, dass die östliche Hälfte des Tiefburgvorplatzes in Heidelberg-Handschuhsheim künftig nicht mehr als Parkplatzfläche zur Verfügung steht. Sie soll dauerhaft als öffentlicher Platz mit Aufenthaltsfunktion genutzt werden. Die Verwaltung wurde ferner beauftragt, zusammen mit dem Stadtteilverein Handschuhsheim zu prüfen, ob die Tiefburg als Teil des öffentlichen Raums in die Planung einbezogen werden kann. Des Weiteren soll untersucht werden, ob im Ortskern von Handschuhsheim künftig Bewohnerparken gelten sollen. Drei von vier Handschuhsheimer Bürger/-innen hatten sich in einer Repräsentativumfrage dafür ausgesprochen, die östliche Platzfläche zum Verweilen zu nutzen. Rund die Hälfte der im Ortskern Wohnenden sprach sich für Bewohnerparkvorrechte aus. Das Projekt ist im Doppelhaushalt 2013/2014 mit 62.000 Euro Planungsmitteln enthalten. Ein zu beauftragendes Planungsbüro soll bis Mitte 2013 einen Gestaltungsentwurf erarbeiten.
Der Rote Faden“: Ideen für das nördliche Neckarufer
Junge Architekten und Planer aus ganz Europa waren im Jahr 2009 aufgerufen, sich im Rahmen des Architektenwettbewerbs „Europan 10“ mit den aktuellen Problemen europäischer Städte auseinanderzusetzen, innovative Konzepte und neue Programme zu entwickeln und „urban sustainability“ Gestalt zu geben. Als erste baden-württembergische Stadt hat Heidelberg bei einem Europan-Wettbewerb mitgemacht; gesucht wurden Ideen für das nördliche Neckarufer zwischen Römerbad und Zoo. Gewinner des Wettbewerbs sind Martin Sobota, Büro Cityförster, Rotterdam, und Thomas Stellmach, Büro Uberbau, Berlin, mit dem Beitrag „Der Rote Faden“.




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