Umwelt und Natur
Umwelt- und Klimaschutz
Technischer Umweltschutz und Wasserwirtschaft
Nachhaltiges Wirtschaften
"Nachhaltiges Wirtschaften für kleine und mittelständige Unternehmen in Heidelberg"
Das Netzwerk „Nachhaltiges Wirtschaften für kleine und mittelständische Unternehmen in Heidelberg“ wurde im Juni 2001 als ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) finanziell gefördertes Modellprojekt begonnen.
Ziel des Projekts ist es, kleinen und mittelständischen Unternehmen mit 10 bis 200 Mitarbeitern/-innen eine Hilfestellung für die Einführung eines Umweltmanagementsystems zu bieten. Koordiniert wird das Modellprojekt vom Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie.
Film "Nachhaltiges Wirtschaften - Prämierung der Stadt Heidelberg 2011"
Hilfestellung beim Umweltmanagement
- Betriebsabläufe werden untersucht
- Optimierungspotenziale insbesondere bei der Abfallentsorgung oder dem Stromverbrauch werden aufgezeigt
- neue, ressourcen- und kostensparende Arbeitsweisen werden eingeführt
Über den Aspekt der Ressourceneffizienz hinaus werden auch weitere Themen einer nachhaltigen Entwicklung bearbeitet, wie zum Beispiel Möglichkeiten für soziales Engagement.
Projektablauf nachhaltiges Wirtschaften
Die theoretischen Grundlagen einer nachhaltigen Wirtschaftsweise werden in Workshops behandelt. Ergänzend werden bei jedem Betrieb durch externe Sachverständige Begehungen durchgeführt, um das Optimierungspotenzial festzustellen und konkrete Maßnahmen zu entwickeln.
Unter dem Motto „Angebote statt Verbote“ eröffnet das Projekt den teilnehmenden Betrieben Möglichkeiten die Umwelt zu entlasten und gleichzeitig Kosten zu sparen. Dies trägt - ebenso wie die höhere Rechtssicherheit - zur Standortsicherung dieser Unternehmen bei. Nach erfolgreichem Abschluss des Projekts ist es für die teilnehmenden Betriebe nur noch ein geringer Aufwand zur Zertifizierung beziehungsweise Validierung nach EMAS oder ISO 14001ff.
- Workshops
- Betriebsbegehungen
- Kosten
- Prämierung
- Projektkommission
- Kooperationspartner
- Projektteilnehmer
Workshops
In den Workshops werden von der Gesellschaft für Arbeitssicherheits-, Qualitäts- und Umweltmanagement mbH (Arqum, siehe Linkliste rechts) rechtliche und technische Grundlagen einer nachhaltigen Wirtschaftsweise theoretisch und anhand von Praxisbeispielen vermittelt. Vertreter/innen der jeweils zuständigen städtischen Fachämter stehen für Rückfragen zur Verfügung. Die Inhalte der Workshops können individuell anhand einer interaktiven, eigens für das Projekt entwickelten CD-ROM vertieft werden.
In den Workshops werden folgende Themen behandelt:
- Projektorganisation und Nachhaltigkeitsleitlinien (Projektablauf und –ziele, Beispiele und Arbeitshilfen für Nachhaltigkeitsleitlinien);
- Umgang mit Gefahrstoffen (gesetzliche Grundlagen, Vorgehensweise bei der Erfassung, dem Umgang und der Lagerung);
- Energie und Klimaschutz (gesetzliche Grundlagen, Beispiele für Energiesparmaßnahmen);
- Abfallwirtschaft (gesetzliche Grundlagen, Entsorgungsmöglichkeiten und Abfallwirtschaftskonzepte);
- Wasser und Umweltrecht (allgemeine Grundlagen, Grundwasserschutz, Wassersparmöglichkeiten);
- Verkehr und Immissionsschutz (Umweltbelastungen durch den Verkehr und technische oder organisatorische Minderungsmöglichkeiten, wie Jobticket, alternative Antriebssysteme);
- Organisation des betrieblichen Umweltschutzes;
- Neben den Umweltmanagement-Themen werden auch weitere Aspekte einer nachhaltigen Wirtschaftsweise angesprochen, wie zum Beispiel konkrete Möglichkeiten für soziales Engagement im Rahmen der im Projekt entwickelten Ausbildungsinitiative (siehe „Kooperationspartner“).
Betriebsbegehungen
Parallel zu den Workshops werden individuelle und praxisbezogene Betriebsbegehungen und -beratungen von Arqum (siehe Linkliste rechts) und der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg-Nachbargemeinden gGmbH (KliBA, siehe Linkliste rechts) durchgeführt. Dabei wird aufgezeigt, in welchen Bereichen Ansätze für Verbesserungen hinsichtlich Rechtssicherheit, Umweltentlastung und Kostensenkung bestehen. Die daraus resultierenden Verbesserungsmaßnahmen sind ein wesentlicher Bestandteil des „Umweltprogramms“ der teilnehmenden Betriebe, das gemeinsam mit den Umweltteams der Firmen erarbeitet wird.
Die Betriebe erhalten folgende Leistungen:
- Umwelt- und Rechtscheck (drei Betriebsbegehungen durch Arqum): Bestandsaufnahme, Einrichtung des Umweltteams, Stärken-Schwächen-Analyse, gemeinsame Aufstellung des Umweltprogramms.
- Energiecheck (KliBA): Verbrauchsdatenerfassung, Einrichtung eines Energie-Controllings, Stärken-Schwächen-Analyse im Energie-Bereich, Energiebericht mit Maßnahmenvorschlägen.
Kosten
Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg fördert die Workshops im Rahmen des Programms „ECOfit“ (siehe Linkliste rechts), das auf dem Projektkonzept „Nachhaltiges Wirtschaften“ Heidelberg basiert. Dadurch fallen für die Workshops und alle dort verteilten Projektmaterialien bei den teilnehmenden Betrieben keine Kosten an.
Die Kosten für den Energie-Check durch die KliBA werden für Heidelberger Unternehmen im Rahmen des Projektes vollständig von der Stadt Heidelberg übernommen.
Die Betriebsbegehungen bei mittelständischen Unternehmen werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA, siehe Linkliste rechts) oder dem RKW Beratungsdienst Baden-Württemberg (siehe Linkliste rechts) unter bestimmten Bedingungen bezuschusst, so dass insgesamt für die teilnehmenden Betriebe Nettokosten von circa 1.500 Euro (mit Zuschuss) bis circa 2.250 Euro (ohne Zuschuss) anfallen.
Weitere Kosten entstehen nicht.
Prämierung
Mit der Prämierung honoriert die Stadt Heidelberg die erfolgreiche Projektteilnahme. Die Betriebe erhalten eine Urkunde sowie ein eigens für das Projekt entwickeltes Signet, das auf Briefen, Plakaten oder Anzeigen der Betriebe verwendet werden kann.
Für die Prämierung müssen die teilnehmenden Betriebe folgende Bedingungen erfüllt haben:
- Vorlage der Umwelt- und Nachhaltigkeitsleitlinien;
- Durchführung der Schwachstellenanalyse;
- Erstellen eines Umweltprogramms;
- Vorlage der Organisationsstruktur des betrieblichen Umweltschutzes;
- Nachweis über Einhaltung aller relevanten Umweltrechtsvorschrifte.
Der Nachweis erfolgt über die Vorlage der im Projekt erarbeiteten Unterlagen, die von einem externen Gutachter auf ihre Rechtskonformität geprüft werden. Anschließend findet eine abschließende Begehung des Betriebs durch ein Mitglied der Projektkommission und eine/n Mitarbeiter/in des Umweltamts statt, bei der die Projekterfolge vor Ort nachvollzogen und durch die Geschäftsführung im Gespräch erläutert werden. Die Projektkommission trifft auf der Grundlage der Begehungsberichte ihrer Mitglieder die endgültige Entscheidung über die Prämierungswürdigkeit der teilnehmenden Betriebe. Im Rahmen einer Festveranstaltung erhalten die erfolgreichen Teilnehmer ihre Urkunde vom Oberbürgermeister und einem Vertreter des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg.
Projektkommission
Die Projektkommission unter Vorsitz des Oberbürgermeisters setzt sich aus engagierten regionalen Akteuren aus Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft mit Erfahrung im Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement zusammen.
Die Aufgabe der Projektkommission besteht in der kritischen Begleitung und Unterstützung des Projekts. Darüber hinaus ist die Projektkommission das Gremium, das über die Prämierungswürdigkeit der teilnehmenden Betriebe anhand der Auswertung des vorgelegten „Umweltordners“ und einer Betriebsbegehung entscheidet.
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Institutionen |
Vertreter/in |
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ABB-Stotz-Kontakt GmbH |
Michael Förderer |
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BUND Heidelberg |
Stephan Pucher |
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Henkel AG & Co. KGaA – Standort Heidelberg |
Jochen Holz |
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IHK Rhein-Neckar |
Klaus Peter Engel |
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IUWA Heidelberg |
Dr. Thomas Sterr |
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Kreishandwerkerschaft' |
Tobias Menzer |
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Rudolf Wild GmbH & Co. KG |
Dirk Schweikert |
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Stadtwerke Heidelberg GmbH |
Alexander Ritz |
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Umweltkompetenzzentrum Rhein-Neckar e.V. |
Prof. Dr. Liesegang |
Kooperationspartner
Ausbildungsinitiative mit Orthos e.V.
Gemeinsam mit dem Orthos e.V. (siehe Linkliste rechts) wurde im Rahmen des Projektes eine Ausbildungsinitiative begründet. Ziel ist es, sozial benachteiligten jungen Menschen, die kaum eine Chance auf dem freien Arbeitsmarkt haben, den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen und dadurch den Grundstein zu einem selbständigen und eigenverantwortlichen Leben zu setzen.
Den Projektteilnehmern wird der Verein und sein Betreuungsangebot vorgestellt. Wenn es zu einem Praktikum oder einer Ausbildung in einem Betrieb kommt, wird der Ausbildungsvertrag zwischen dem Auszubildenden und Orthos e.V. abgeschlossen. Der Praxisbetrieb wird in den Ausbildungsvertrag als Ort der praktischen Ausbildung eingetragen. Orthos e.V. zahlt dem/der Auszubildenden die Ausbildungsvergütung und versichert ihn/sie. Der Verein übernimmt auch alle administrativen Tätigkeiten.
„Ecodrive“ mit ECO-Consult GmbH
Die ECO-Consult GmbH (siehe Linkliste rechts) mit dem Geschäftsführer Ulrich Pfeiffer vermittelt den Projektteilnehmern eine neue Fahrkultur, die den Kraftstoffverbrauch um ca. 20 Prozent reduziert, Lärm mindert und durch eine vorausschauende Fahrweise sicherer ist. Dabei kommt man sogar meist noch schneller ans Ziel.
ECO-Consult bietet Fahrerschulungen als reines Eco-Fahrtraining oder in einer Kombination aus Eco-Kurs und Fahrsicherheitstraining an. Dieses Kombi-Fahrtraining findet beispielsweise in Fahrsicherheitszentren des ADAC in Heidelberg oder auf dem Hockenheimring statt, während das reine Eco-Fahrtraining direkt bei den Teilnehmern im normalen Straßenverkehr durchgeführt wird.
Brandschutzseminar der Berufsfeuerwehr der Stadt Heidelberg
Jedes Jahr führt die Berufsfeuerwehr der Stadt Heidelberg mit Projektteilnehmern/innen ein Brandschutzseminar durch, bei dem das richtige Verhalten im Brandfall vermittelt wird. Jeder Teilnehmer kann auf dem Übungsgelände der Feuerwehr am offenen Feuer den Umgang mit einem Feuerlöscher trainieren. Es werden die Gefahren von Fettexplosionen und das Abbrennen verschiedener Materialien wie zum Beispiel Metallspäne gezeigt und Gasbrände simuliert.
Die Berufsfeuerwehr Heidelberg bietet diese Seminare allen interessierten Firmen an.
„CarSharing“ mit Stadtmobil Rhein-Neckar AG
Das CarSharing im Rhein-Neckar Raum wurde vom Verein Ökostadt Rhein-Neckar (siehe Linkliste rechts) 1992 ins Leben gerufen. Damals gab es zunächst je ein Auto in Mannheim und Heidelberg. Inzwischen ist aus der Umweltinitiative ein Mobilitätsdienstleister geworden. Heute bietet Stadtmobil 3700 Privat- und Geschäftskunden 220 Autos an mehr als 110 Stationen.
CarSharing stellt Privat- und Firmenkunden einen gesamten Fuhrpark zur Verfügung, für den man nur zahlt, wenn man ihn tatsächlich in Anspruch nimmt. Grundlage für die Nutzung ist ein Rahmennutzungsvertrag, nach dessen Abschluss man nach Bedarf Fahrzeuge buchen und benutzen kann. Für Firmen, die auf CarSharing umsteigen wollen, stellt Stadtmobil Rhein-Neckar AG bei Abschluss eines Vertrags einen Fuhrpark zur Verfügung, der an die aktuellen Bedürfnisse angepasst ist.
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