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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 13. Juni 2007

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OB Würzner Vorsitzender von Energie Cités

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner wurde vor kurzem einstimmig zum Vorsitzenden des europäischen Städtebunds Energie-Cités wiedergewählt. Er hatte den Vorsitz bereits seit 2006 inne. Die Wahl fand bei der Mitgliedstagung in Brasov, Rumänien, statt.

Über 500 Städte aus 24 Ländern werden durch Energie-Cités vertreten. Sie sind dem Bündnis beigetreten, um Erfahrungen und Know-how im Energiebereich auszutauschen, gemeinsame Projekte zum Klimaschutz auf die Beine zu stellen, ihre Kompetenz beim Energiesparen auszubauen und die Politik der Europäischen Union in den Bereichen Energie-, Umwelt- und Stadtpolitik zu beeinflussen.

Energie-Cités wurde 1990 gegründet. Die Büros der Vereinigung befinden sich in Brüssel und Besançon.


Baustellenbeauftragter für die Rohrbacher Straße

Der Baustellenbeauftragte für die Baumaßnahme „Erneuerung der Rohrbacher Straße“ Kurt Pulster ist ab sofort unter der Telefonnummer 0162-4283703 zu erreichen. Kurt Pulster wird in Kürze auch seine regelmäßigen Sprechstunden im Informations-Container an der Ecke Feuerbachstraße/Rohrbacher Straße aufnehmen.


Jugendliche als „Lesebotschafter“ der Stadtbücherei

Die „Lesebotschafter kommen“: Ab dem Schuljahr 2007/2008 gibt die Stadtbücherei Jugendlichen ab 14 Jahren die Möglichkeit, sich in der Bücherei ein Taschengeld zu verdienen und nebenbei wertvolle Kompetenzen zu erwerben, die ihren weiteren Lebensweg bereichern. Die Tätigkeiten sollen im weitesten Sinne die Jugendlichen für Bücher und Medien begeistern und ihre Lust, sich Wissen anzueignen, fördern.

Mit dem Projekt knüpft die Stadtbücherei an eine schöne Tradition an. Bis in die 90er hatte man durchweg positive Erfahrungen bei der Mitarbeit von Jugendlichen in der Bücherei gemacht. Jahrzehntelang unterstützten Schülerinnen und Schüler in der Hauptstelle, in den Zweigstellen und vor allem auch in der Schulbibliothek der Internationalen Gesamtschule (IGH) tatkräftig den Büchereibetrieb. So dokumentiert es Jörg Burkhard anschaulich in der Festschrift „Bücher, Bauten, Begegnungen“ zum 100. Geburtstag der „Volkslesehalle“.

Sei es im direkten Umgang mit Büchern beim Einstellen, bei der Unterstützung des Thekenpersonals, bei der Kleinkindbetreuung in der Kinderbücherei und weiteren leichten Tätigkeiten – mit dem Projekt „Lesebotschafter“ werden Jugendliche systematisch und auf vielfältige Weise an den Umgang mit Büchern und anderen Medien herangeführt. Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre angelegt und wird von Manfred Lautenschläger (MLP) unterstützt. „Das Projekt Lesebotschafter kommt meinem Wunsch entgegen, speziell die Zielgruppe Kinder und Jugendliche zu fördern“, sagt der Gründer und Vorstandsvorsitzende der MLP AG.

Außerdem stockt Lautenschläger mit einem Betrag von 10.000 Euro den Bestand der Jugendbücherei auf. Die Leiterin der Stadtbücherei Regine Wolf-Hauschild ist stolz: „Wir freuen uns sehr, das wir über den Kontakt mit der Stiftung Lesen und dem Projekt Lesestart Manfred Lautenschläger dafür gewinnen konnten, die Arbeit der Stadtbücherei zu unterstützen. Dies soll insbesondere den Jugendlichen zu Gute kommen, dass sie nicht nur am PC sitzen.“

Die Auswahl der „Lesebotschafter“ soll mit Unterstützung des Jugendgemeinderats erfolgen und noch vor den Sommerferien abgeschlossen sein. Im September ist eine Auftaktveranstaltung für die Jugendlichen geplant, der Oktober gilt als „Schnuppermonat“ und für die Herbstferien ist eine gründliche Einführung vorgesehen, um die jugendlichen Helferinnen und Helfer für den Büchereialltag fit zu machen und darüber hinaus ihre sozialen und kommunikativen Kompetenzen zu stärken. Wer von ihnen dann Anfang November die Verpflichtungsurkunde unterschreibt und bis zum Ende des Schuljahrs fest zum Team der Stadtbücherei gehört, wird im alltäglichen, selbstverständlichen Umgang mit Büchern eine intensive persönliche Bindung zum Lesen aufbauen und automatisch als„Lesebotschafter“ in der Schule und im Freundeskreis wirken.


Ferienbetreuung an Grundschulen ab dem Schuljahr 2007/2008

Die Familienoffensive von Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner wartet mit neuen Angeboten auf: Nach dem Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren bietet die Stadt Heidelberg ab dem Schuljahr 2007/2008 eine Ferienbetreuung an Heidelberger Grundschulen an. Mit der Zusammenlegung der Hauptschulen gibt es auch an den Grundschulen viele Neuerungen. Von den derzeit acht Heidelberger Grund- und Hauptschulen werden innerhalb der nächsten zwei Jahre vier zu reinen Grundschulen umgewandelt und die Hauptschulzweige an den vier verbleibenden Standorten konzentriert. Durch die Verlegung der Hauptschulklassen aus der Wilckens-, Fröbel-, Steinbach- und ab dem Schuljahr 2008/2009 auch aus der Landhausschule gewinnen diese Grundschulen mehr Platz. Schon ab kommendem Schuljahr wird die Stadt das Betreuungsangebot an diesen Schulen deutlich verbessern und ausbauen. Mit der entsprechenden Umsetzung beauftragt ist der Verein päd-aktiv.

Im nächsten Schritt beginnt in Kürze ein Team aus Vertretern der Stadt, des staatlichen Schulamtes, der Schulleitungen und von päd-aktiv ein Konzept zu erarbeiten, das für alle Heidelberger Grundschulen ein bedarfsgerechtes Bildungs- und Betreuungsangebot im Rahmen der Verlässlichen Grundschule bis 17 Uhr sicherstellen soll.

Ferienbetreuung an der Grundschule

Eine weitere gute Nachricht für alle Eltern von Grundschulkindern: Ab den Herbstferien 2007 bietet päd-aktiv im Auftrag der Stadt Heidelberg an sechs Grundschulen eine verlässliche Ferienbetreuung für 300 Kinder von 8 bis 15 Uhr an. Damit kann endlich eine Lücke im Betreuungsangebot geschlossen werden. Zunächst gibt es dieses Ferienprogramm an der Fröbel-, Heiligenberg-, Pestalozzi-, Steinbach-, Tiefburg- und Wilckensschule. Kinder der umliegenden Grundschulen können ebenfalls angemeldet werden. Vorrang bei der Platzvergabe haben die Kinder, die auch das ganze Schuljahr über die außerschulische Betreuung durch päd-aktiv nutzen. Bei freien Plätzen steht das Ferienangebot anderen Kindern offen. Die Ferienbetreuung an der Schule konzentriert sich wie in den städtischen Horten auf alle kleinen Ferien sowie drei Wochen im Sommer. Ausgenommen sind die Weihnachtsferien und die andere Hälfte der Sommerferien. Der Elternbeitrag liegt bei 72 Euro pro Woche plus 15 Euro für das Mittagessen und ist damit mit anderen Anbietern vergleichbar.

Nimmt man das bereits bestehende Platzangebot hinzu, gibt es im gesamten Schuljahr 2007/2008 für rund 1000 Grundschulkinder eine verlässliche Ferienbetreuung. Damit kann rund ein Viertel aller 4.178 Heidelberger Kinder zwischen sechseinhalb und zehneinhalb Jahren in den Ferien gut versorgt werden. „Schon heute ist unser Modell der außerschulischen Betreuung an allen Heidelberger Grundschulen einzigartig in Baden-Württemberg“, so Bürgermeister Dr. Joachim Gerner. „Mit der nun geplanten Ausweitung und Verbesserung können wir unsere Vorreiterrolle im Land weiter ausbauen.“

Zusammenlegung der Hauptschulen

Grund für die Zusammenlegung der acht Hauptschulen: Die Zahl der Hauptschülerinnen und -schüler ist seit 2001 um 25,5 Prozent auf derzeit 798 gesunken. Damit war eine umfassende Qualitätssicherung nicht mehr gewährleistet. Denn aufgrund der geringen Schülerzahlen wird an manchen Heidelberger Hauptschulen bereits jetzt jahrgangsübergreifend unterrichtet, obwohl aus pädagogischer Sicht eine zweizügige Jahrgangsführung erforderlich ist, um unterschiedlichen Schülergruppen differenzierte Angebote und spezielle Förderungen zu ermöglichen.

Hauptschulstandorte sind künftig die Heiligenbergschule in Handschuhsheim (Zusammenlegung mit dem Hauptschulzweig der Steinbachschule), die Albert-Schweitzer-Schule im Pfaffengrund (Zusammenlegung mit dem Hauptschulzweig der Fröbelschule), die Geschwister-Scholl-Schule in Kirchheim (Zusammenlegung mit den Hauptschulzweigen der Wilckensschule und der Landhauschule) sowie die Waldparkschule im Stadtteil Boxberg. So sind die Hauptschulen in Heidelberg künftig mit zwei Ganztagesschulen (Geschwister-Scholl-Schule und Waldparkschule) vertreten und zusätzlich mit zwei Werkrealschulen (Albert-Schweitzer-Schule und Heiligenbergschule), an denen ein mittlerer Bildungsabschluss möglich ist. Für die Auswahl der vier Standorte sprach unter anderem deren gute Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen Personennahverkehr und ihre bauliche Eignung: Alle vier sind so ausgelegt, dass sie jeweils zusätzliche Schüler/innen aufnehmen können.

Gemeinsam schmeckt's am besten. Bald haben die Kinder auch in den Ferien gemeinsam viel Spaß, wie hier in der Mittagsbetreuung der Wilckensschule. (Foto: Rothe)

Gemeinsam schmeckt's am besten. Bald haben die Kinder auch in den Ferien gemeinsam viel Spaß, wie hier in der Mittagsbetreuung der Wilckensschule. (Foto: Rothe)





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