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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 22. Juni 2007

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Neue Gregor-Mendel-Realschule feierlich eingeweiht

Der Neubau der Gregor-Mendel-Realschule im Kirchheimer Harbigweg 24, in dem seit dem 15. Mai 2007 der Unterricht stattfindet, wurde am Freitag, 22. Juni, von Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die Stadt Heidelberg hat die zuvor in Rohrbach angesiedelte Schule nach Kirchheim verlegt. Für 9,7 Millionen Euro entstand dort innerhalb von knapp zwei Jahren ein Neubau, der es erlaubt, die Schule in vollem Umfang dreizügig zu führen.

Dr. Würzner: „Die Ansiedlung der Gregor-Mendel-Realschule in Kirchheim trägt insbesondere der dynamischen Entwicklung und dem Wachstum des Stadtteils Rechnung. Mit dem Beschluss des Gemeinderats im Jahr 1998, die Gregor-Mendel-Realschule in den zweitgrößten Heidelberger Stadtteil zu verlegen, hat das Gremium stadt- und schulplanerische Weitsicht bewiesen.“

Die Schule umfasst 18 Klassenräume und Fach-, Vorbereitungs- und Materialräume für den naturwissenschaftlichen, technischen und musischen Bereich einschließlich einer Lehrküche mit Essbereich, fünf Räume im Lehrer- und Verwaltungsbereich sowie eine Schülerbibliothek und einen Aufenthaltsraum. Die Gesamtfläche beträgt 2.667 Quadratmeter.

Oberbrügermeister Dr. Eckart Würzner spricht bei der Einweihung der neuen Gregor-Mendel-Realschule (Foto: Rothe)

Gregor-Mendel-Realschule beleuchtet am Abend (Foto: Friederike Hentschel)

Rektor Claus Heinrich dankte allen Beteiligten für die „tolle Gesamtleistung“: „Aus der Enge und Beschränktheit des alten Gebäudes in Rohrbach herauszukommen und in die Großzügigkeit des neuen Gebäudes versetzt zu sein, bedeutet für die Schulgemeinschaft nun endlich, seit langem geplante Projekte optimal verwirklichen zu können.“

Kompakt und doch luftig, funktional, aber nicht kühl: Der Neubau besticht durch klare Kanten, viel Licht und die konsequente Öffnung der Klassenräume hin zum Grün der Umgebung. Durch großzügige Glasfronten fällt viel Licht in den zweigeschossigen Flachbau. Der Atrium-Charakter des offenen, begrünten Innenhofs lockert die kühle und kompakte Kubusform auf und nimmt dem Gebäude die Strenge. Das Herz der Schule bilden der Innenhof und die Eingangshalle im Erdgeschoss, die, gekoppelt mit dem Musiksaal, auch als Aula genutzt werden kann. Hier befinden sich außerdem Aufenthalts-, Kiosk- und Hausmeisterraum als zentrale Anlaufstellen.

Auf dem Dach der Schule ist eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 37,8 Kilowatt peak (kWp) installiert. Der gewonnene Strom, der den Durchschnittsverbrauch von neun Haushalten deckt, wird in das Stromnetz der Stadtwerke Heidelberg AG eingespeist. Die Wärmeerzeugung erfolgt über eine gemeinsame Wärmeversorgung mit dem Sportzentrum Süd durch die Anbindung an eine neue Holzhackschnitzelheizung im Bereich der Sporthalle.


Ein „Wäscherei-Spielplatz" in Peterstal

Ziegelhausen-Peterstal verfügte seit 2006 über keinen öffentlichen Kinderspielplatz mehr. Daher stellte die Stadt Heidelberg vergangenes Jahr auf der Grundlage des vom Gemeinderat beschlossenen Spielplatzkonzeptes zunächst 100.000 Euro für den Bau eines neuen Kinderspielplatzes im Ortsteil bereit. Vor kurzem wurde der Spielplatz fertiggestellt, Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner weihte ihn am 22. Juni ein.

Als Standort für den Spielplatz wurde der verwilderte Hang unmittelbar neben der Bürgerbegegnungsstätte ausgewählt. Ziel der Planung war, den natürlichen Charakter der Örtlichkeit zu bewahren. Als Leitthema wurde dabei die Tradition Peterstals als ehemaliges Wäscherei-Dorf in die Ausgestaltung der Spielgeräte aufgenommen. In die Planung des Landschaftsamtes flossen auch die Wünsche von Kindern ein. So hatten Sonja Zahlmann und Mechthild Thewes, die Kinderbeauftragten von Ziegelhausen, 2005 einen Malwettbewerb für Kinder initiiert. Diese sollten mit Bildern ihren Gestaltungswünschen Ausdruck verleihen. Auch die Ideen von Schülern der Steinbachschule wurden berücksichtigt.

Der Auftrag für die Bauarbeiten wurde im Herbst 2006 an die Firma Hach Gartengestaltung und Landschaftsbau aus Neckarsteinach in Höhe von rund 56.000 Euro vergeben. Den Auftrag für die Ausführung und künstlerische Gestaltung der Spielgeräte in Höhe von 31.000 Euro erhielt die Firma Wissmeier Spielplatzgeräte aus St. Leon-Rot, die schon Spielgeräte aus Robinienholz in der gegenüberliegenden Kindertagesstätte Peterstal aufgestellt hatte.

In Anspielung auf das Thema Wäsche wurde das Karussell als „Wasch-Drehkreuz“, der Steigstamm in Form eines „Waschschlegels“, der Aufstieg aus Sandsteinplatten als „Waschstein“, die Rundbank als „Waschzuber“, das Balancierseil als „Wäscheleine“, das Kletternetz mit acht Standpfosten als „Wäschespinne“, und eine Kleinkindrutsche und Doppelschaukel mit Wäschemotiven aufgebaut.

Für die landschaftsgärtnerischen Arbeiten musste eine Fläche von rund 1.150 Quadratmetern freigeräumt werden. Witterungsbedingt konnte der Spielplatz nicht so zügig wie gewünscht fertiggestellt werden. Für 2008 sind noch zusätzlich 30.000 Euro für Erweiterungsmaßnahmen und die Ergänzung der Spielgeräte eingeplant.

Für die Ausstattung des neuen Spielplatzes rief der Stadtteilverein Ziegelhausen zu einer Spendenaktion auf. Daneben verkauft der Stadtteilverein noch Ziegel, die vor rund 115 Jahren in der ehemaligen Dampfziegelei Kühner hergestellt wurden, zum Preis von 10 Euro zu Gunsten des Kinderspielplatzes. Die CDU Ziegelhausen spendete den Erlös ihrer Kerwetombola, die SPD die Einnahmen ihres Waldfestes. Auch der Gesangverein Concordia 1885 Peterstal unterstützte aktiv den Bau des Spielplatzes.



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