Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 29. Juni 2007
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UNESCO-Welterbeliste: Enttäuschung in Heidelberg über Ablehnung
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Das Welterbe-Komitee der UNESCO hat auf seiner 31. Sitzung in Christchurch, Neuseeland, den Antrag, Heidelberg auf die Liste des Weltkulturerbes aufzunehmen, an Deutschland zurückverwiesen (Deferral). Heidelberg müsste demnach einen vollständig neuen Antrag schreiben und würde wohl erst in einigen Jahren – auf jeden Fall nach Berlin 2008 und Schwetzingen 2009 – erneut zur Entscheidung stehen. Die Entscheidung über den Zeitpunkt einer erneuten Bewerbung träfe die Kultusministerkonferenz.
Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner zeigte sich enttäuscht über die Ablehnung des Antrags. „Angesichts der weltweiten Berühmtheit Heidelbergs als Stadt der Romantik, der Einmaligkeit einer weitgehend erhaltenen barocken Altstadt auf mittelalterlichem Grundriss und der von Künstlern seit Jahrhunderten gepriesenen Schönheit des Ensembles von Altstadt, Schloss und Neckar können wir die Entscheidung des Welterbe-Komitees nicht nachvollziehen. Heidelberg gehört zum kulturellen Erbe der Menschheit – auch wenn wir jetzt (noch) nicht auf der Liste stehen. Wir werden in Kürze mit dem Gemeinderat und dem Land Baden-Württemberg über das weitere Vorgehen beraten.“
Zur Vorgeschichte des Antrags
Im Jahr 1996 traf der Heidelberger Gemeinderat die Grundsatzentscheidung, sich um die Aufnahme Heidelbergs in die Welterbeliste zu bewerben. 1997 wurde eine Satzung zum Schutz des Gebietet „Alt-Heidelberg“ verabschiedet, ein Jahr später nahm die Kultusministerkonferenz Heidelberg in die vorläufige deutsche Liste für die Anmeldung als UNESCO-Weltkulturerbe auf. 2003 beschloss der Gemeinderat, dem Antrag auf Anerkennung als Welterbe durch die UNESCO die Heidelberger Altstadt in ihren historischen Grenzen zugrunde zu legen. Diese Grenzen orientieren sich an den historisch und archäologisch für die Zeit von 1392 bis ins 19. Jahrhundert belegbaren Stadtgrenzen. Danach erstreckt sich das Areal von Ost nach West vom Karlstor bis zur Sofienstraße, im Norden bildet der Neckar einschließlich der Alten Brücke eine natürliche Grenze, im Süden die Linie Friedrich-Ebert-Anlage – Klingentor – Südrand des Schlossgartens. Das nominierte Gebiet ist von einer sogenannten Pufferzone, einem Gebiet eingeschränkter Nutzung, umschlossen.
Am 14. Januar 2004 fand im Heidelberger Rathaus die offizielle Unterzeichnung des Nominierungsantrags zur Eintragung des Gebietes „Heidelberger Schloss und Altstadt“ statt. Im Jahre 2005 lag der Heidelberger Antrag dem Welterbe-Komitee erstmalig zur Entscheidung vor, wurde aber auf Empfehlung von ICOMOS zurückgestellt.
Im Pressemeldungsarchiv Weltkulturerbe sind alle Pressemitteilungen der Stadt Heidelberg zum bisherigen Verlauf der Bewerbung Heidelbergs als Weltkulturerbe dokumentiert.
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Umstrukturierung des HVV-Konzerns abgeschlossen
Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner hat heute gemeinsam mit den HVV-Geschäftsführern Klaus Blaesius und Heike Kuntz in einer notariell beurkundeten Gesellschafterversammlung der HVV beziehungsweise Hauptversammlung der SWH den Umstrukturierungsprozess des HVV-Konzerns formal besiegelt.
Seit Herbst 2005 hatte sich eine Strukturkommission der HVV, bestehend aus Oberbürgermeister, Gemeinderäten, Aufsichtsratsmitgliedern, Arbeitnehmern sowie Vertretern der Stadtverwaltung, unter Moderation der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Roelfs WP Partner AG mit den Vorschriften der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes zur Trennung von Wettbewerbsbereich und reguliertem Netzbereich bei den Stadtwerken beschäftigt.
Der HVV-Konzern ist in Zukunft ein reiner GmbH-Konzern mit der Folge, dass dadurch der Einfluss der Stadt Heidelberg auf die Unternehmen gestärkt wird. Die bisherigen Aktiengesellschaften SWH AG und HSB AG wurden deshalb in GmbHs umgewandelt. Die SWH wurde zur Erfüllung der Unbundling-Vorschriften in eine SWH Stadtwerke Netz und Umwelt GmbH und in eine SWH Stadtwerke Heidelberg Handel und Vertrieb GmbH gespalten.
Die unverändert als Holding fungierende bisherige HVV wird in diesem Zusammenhang in Heidelberger Stadtwerke GmbH umbenannt.
Oberbürgermeister Dr. Würzner brachte zum Ausdruck, dass mit dieser neuen Struktur die Stadtwerke Heidelberg den wesentlich schwieriger werdenden Anforderungen des Energiemarktes gewachsen sein werden. Die SWH Handel und Vertrieb GmbH soll in Zukunft mit einem einheitlichen Marktauftritt um die Kunden in den Sparten Strom, Gas, Fernwärme und Wasser werben. Die SWH Netz und Umwelt GmbH hat demgegenüber die Aufgabe, die Versorgungssicherheit in Heidelberg und der Region auch in Zukunft auf dem bewährten hohen Niveau zu gewährleisten.
Der Oberbürgermeister hob weiter hervor, dass die Arbeitnehmer der betroffenen Gesellschaften in den Umstrukturierungsprozess voll integriert waren und durch ihre aktive Mitarbeit in der Strukturkommission zum Erfolg des Vorhabens maßgeblich beigetragen haben.
Heidelberger Umweltpreis verliehen: Anerkennung für sieben Natur- und Umweltschützer
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Alle zwei Jahre schreibt die Stadt Heidelberg einen Umweltpreis aus. 2007 wurden vorbildliche innovative Projekte mit Kindern, Jugendlichen oder Schulen im Bereich Umweltbildung gesucht. Dazu gehören unter anderem Umweltbildungsprojekte zu Energie und Klimaschutz, Wasser, Arten- und Biotopschutz, Gesundheit oder Abfall.
Die Träger des Umweltpreises 2007
Am Freitag, 29. Juni, überreichte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner im Heidelberger Zoo an sieben Heidelberger Einrichtungen und Initiativen den Umweltpreis 2007. Insgesamt 19 Vereine, Verbände, Schulen und Firmen hatten sich dafür beworben. Die Gesamtsumme von 5.000 Euro teilen sich Renate Exner (1. Preis) mit ihrer alljährlichen Krötenhilfsaktion (1.500 Euro), die Initiative Zooerlebnis (2. Preis) mit dem Bildungstag für Sonder- und Förderschulen (1.000 Euro) und das Englische Institut und der Heidelberger Biotopschutz (2.Preis) für die gemeinsame Bachpatenschaft für das Mühltal (1.000 Euro). Den dritten Platz (je 500 Euro) belegen die Landhausschule für ihre Umweltprojekte, die Johannes-Gutenberg-Schule für ihre Solarprojekte und das Hectorseminar für die Biotoppatenschaft Steinberg
Über die Vergabe des Preises entschied im April 2007 eine unabhängige Jury, der Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, Gemeinderäte und Umweltexperten angehörten. |

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Die ausgezeichneten Projekte
- Krötenhilfsaktion mit Renate Exner
Seit 15 Jahren schart Renate Exner jedes Frühjahr zu Beginn der Krötenwanderung viele Kinder und Jugendliche, um mit ihnen vor allem in den Abendstunden die Amphibienauf dem Weg zu Ihren Laichgewässern zu schützen. Die Tiere werden über Straßen getragen und dabei auch statistisch erfasst.
- Initiative Zooerlebnis: Bildungstag im Zoo für Sonder- und Förderschulen
Die Initiative Zooerlebnis im Heidelberger Tiergarten veranstaltet seit 2006 Zooführungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung, um bei ihnen die Aufmerksamkeit für Natur und Umwelt zu schärfen. Finanziert wird der Besuch von der Anja und Markus Adam-Stiftung für Tier- und Artenschutz. Nach 820 Kindern und Jugendlichen 2006 soll 2007 die Zahl auf 1.500 steigen.
- Englisches Institut und Heidelberger Biotopschutz: Bachpatenschaft für das Mühltal
Das Englische Institut und der Verein Heidelberger Biotopschutz betreuen seit langer Zeit gemeinsam das Gelände rund um den Bach im Mühltal. Sie erforschen Amphibienarten, pflegen deren Laichgewässer, untersuchen die Qualität des Bachwassers und pflegen das Wiesengelände. Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren erfahren hier Umweltbildung vor Ort.
- Landhausschule: Umweltprojekte
In der Schule wird viel und kontinuierlich das Thema Umwelt behandelt. Beispielsweise wird jedes Jahr zu Schulbeginn ein Fahrplan für die Umwelt erarbeitet, es gab eine Aufklärungskampagne über Recyclingpapier und Nistkästen wurden gesäubert. An der Schule gibt es ein E-Team, die Umweltadler, und vergangenes Jahr wurde ein Umweltmanagementsystem eingeführt.
- Johannes-Gutenberg-Schule: Solarprojekte
An der Berufsfachschule wird eifrig mit Solarzellen hantiert, um das Interesse für erneuerbare Energien zu fördern. Die Schülerinnen und Schüler bauen dort seit Jahren verschiedene Modelle mit Solarmotoren zusammen. Entstanden sind bisher das Solarmobil Speedy, ein Solarboot oder auch eine netzunabhängige, solarbetriebene Bewässerungsanlage. Auch mit Brennstoffzellentechnik beschäftigt man sich an der Schule.
- Hectorseminar: Biotoppatenschaft für den Steinberg
In den Naturwissenschaften besonders befähigte Schüler/innen werden im Hectorseminar gezielt gefördert. Die 11- bis 18-Jährigen haben mit der Patenschaft für den Steinberg in Handschuhsheim die Aufgabe übernommen, die Grundstücke zu pflegen, Tiere und Pflanzen zu dokumentieren und weitere Naturschutzaktivitäten durchzuführen.
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