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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 22. August 2007

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In Heidelberg wird Klimaschutz gefördert

Seit Mai 2007 läuft in Heidelberg die Kampagne „Klima sucht Schutz in Heidelberg“, mit der die Stadt Heidelberg alle Bürgerinnen und Bürger aufruft, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen. Ziel ist es, den Ausstoß von CO2 in Heidelberg bis zum Jahr 2015 um 20 Prozent zu verringern.

Salopp ausgedrückt: Für weniger Kohlendioxidausstoß gibt es in Heidelberg schon seit 14 Jahren kräftig Kohle. Mit dem Förderprogramm „Rationelle Energieverwendung“ unterstützt die Stadt schon seit 1993 energetische Sanierungsmaßnahmen bei Altbauten, aber auch den Neubau von Niedrigenergie- und Passivhäusern. Die Potenziale sind gewaltig: Über 80 Prozent der Energiekosten können durch eine gute Dämmung und eine effiziente Heizung eingespart werden.

Fördergelder 2007 schon vergriffen
Das Förderprogramm ist überaus erfolgreich: Über 1.800 Personen haben seit dem Start mit dem Zuschuss der Stadt ihren Altbau energetisch sanieren lassen oder energiesparende Neubauten erstellt. 2007 sind die Fördergelder in Höhe von 640.000 Euro bereits vergriffen. Allerdings wird der Gemeinderat im November darüber entscheiden, ob er zusätzliche Mittel zur Verfügung stellt.

Vor allem die Verbesserung des Wärmeschutzes von Altbauten im Dachbereich und an den Außenwänden lassen sich die Gebäudebesitzer fördern. Aber auch für den Einbau neuer wärmegedämmter Fenster werden häufig Fördergelder bewilligt. Allerdings gibt es einige Richtlinien zu beachten: Die Fenster beispielsweise dürfen keinen Rahmen aus PVC oder Tropenholz haben und müssen zudem einen bestimmten Dämmwert vorweisen. Auch bei Außenwänden sind für die Dämmwerte Mindeststandards einzuhalten. Niedrigenergiehäuser werden nur dann bezuschusst, wenn ihre Wärmeschutzwerte rund 30 Prozent unter denen der gesetzlichen Energieeinsparverordnung liegen. Maximal 12.800 Euro pro Haus können an Fördermitteln für die Altbausanierung abgerufen werden.

Auch Berthold Faller aus Handschuhsheim bekam städtische Fördermittel für seine  Altbausanierung. Er ließ 2005 eine zwölf Zentimeter dicke Dämmung auf die Außenwände seines 1974 erbauten Zweifamilienhauses aufbringen und die Hälfte der Fenster durch Wärmeschutzverglasung ersetzen. „Ich gehe nach ersten Berechnungen davon aus, dass wir durch die Sanierung rund ein Drittel der Heizenergie einsparen“, so Berthold Faller. Jetzt will er noch die alte Ölheizung durch eine klimaneutrale Holzpellets-Anlage ersetzen.

Mit einer Modernisierung werden der Gebrauchswert des Wohnraums und der Wert der Immobilie nachhaltig erhöht, ein besserer Wohnkomfort gegeben und die Energiekosten reduziert. Das Förderprogramm schützt zudem das Klima und es kurbelt die heimische Wirtschaft an. Im städtischen Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie schätzt man, dass jeder Fördereuro das Fünffache an Investitionen für energetische Sanierungen auslöst. Das heißt, allein mit den über 600.000 Euro Fördergeldern aus dem Programm 2007 werden Gesamtinvestition von rund drei Millionen Euro getätigt. Da mit den Sanierungen zumeist lokale und regionale Betriebe betraut werden, profitiert vom städtischen Förderprogramm auch das heimische Handwerk.

Die genauen Richtlinien für die Förderung einzelner Maßnahmen sind auch hier zu finden.



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