„Netzwerk Prävention“
Neue gemeinsame Broschüre von Stadt und Polizeidirektion Heidelberg
Rechtzeitig zur diesjährigen Fachtagung der Polizeidirektion Heidelberg Ende April unter dem Leitthema „Jugend ohne Wert(e)“ ist die Broschüre „Netzwerk Prävention – Heidelbergs Investition in die Zukunft“ erschienen. Die Broschüre ist in Zusammenarbeit von Stadt Heidelberg und Polizeidirektion Heidelberg entstanden.
Für Heidelberg gilt: Möglichst früh, am Anfang einer Abwärtsspirale, muss notwendiger Handlungsbedarf erkannt und entsprechend interveniert werden. Dies gelingt nur in sehr frühzeitiger und enger Kooperation zwischen pädagogischen Fachkräften in Kindertagesstätten, Schulen und Jugendhäusern, mit der Polizei, Ärzten, Beratungsstellen, Vereinen und allen anderen, die Angebote für Kinder und Jugendliche vorhalten. Hier können die Fachkräfte vor Ort problematische Entwicklungen erkennen und gemeinsam notwendige und geeignete Maßnahmen ergreifen.
Prävention ist in Heidelberg ein wichtiger Bestandteil des Engagements für ein familienfreundliches Heidelberg. Deshalb haben Stadt und Polizeidirektion gemeinsam ein abgestimmtes Präventionsprogramm entwickelt. Im Netzwerk mit vielen Partnern werden vielschichtige Probleme und Themen aufgegriffen: der Umgang mit aggressivem Verhalten in Kindertagesstätten und Schulen, Verbesserung des Schulklimas, Fragen zur Berufsorientierung, Suchtprobleme oder Sanktionen für Fehlverhalten an der Schule. Alle Partner, die sich in diesem Netzwerk engagieren, investieren in die Zukunft. Sie bieten Kindern, Jugendlichen und Eltern frühzeitig Orientierung und Hilfe an, damit aus jungen Menschen eigenverantwortliche und gemeinschaftsfähige Persönlichkeiten werden.
Die neue Broschüre ist gegliedert in folgende Abschnitte:
- Betreuung und Bildung
- Präventives Netzwerk
- Begleitkonzept für Haupt- und Förderschulen
- Jugend- und Schulsozialarbeit
- Polizeiliche Prävention
- Gewaltprävention für Jungs/ für Mädchen
- Offene Kinder- und Jugendarbeit
- Hilfen zur Erziehung
- Umfassendes Register von Anlauf- und Beratungsstellen
Die Broschüre richtet sich an interessierte Eltern und Multiplikatoren im Bereich Erziehung. Sie ist kostenlos erhältlich im Kinder- und Jugendamt der Stadt Heidelberg, Telefon 58-31500, E-Mail: jugendamt@heidelberg.de .
Theatersanierung: Beurteilungsgremium empfiehlt Kostenoptimierung des Waechter + Waechter-Entwurfs
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Das Vergabeverfahren zur Sanierung des Heidelberger Theaters geht in die nächste Runde. Nach dem Abschluss des Architektenwettbewerbs und der Juryentscheidung für drei Preisträger im März wurde anschließend das sogenannte Verhandlungsverfahren eingeläutet. In dieser aktuellen Phase wird die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Entwürfe ebenso beurteilt wie die Abwicklungsstrategie der Baumaßnahme durch die künftige Projektleitung. Mit ersten Ergebnissen des Verhandlungsverfahrens beschäftigte sich am 24. April das Beurteilungsgremium aus Vertretern des Gemeinderates, der Verwaltung, des Preisgerichtes und des Kuratoriums zur Rettung des Theaters. So hat die Kostenüberprüfung des mit der Projektsteuerung beauftragten Stuttgarter Büros Drees & Sommer ergeben, dass das von der Jury mit großer Mehrheit zum ersten Preisträger gewählte Architektenbüro Waechter + Waechter aus Darmstadt den entsprechend den vom Gemeinderat beschlossenen Kriterien als am besten bewerteten und auch kostengünstigsten Entwurf vorgelegt hat. Allerdings weist auch dieser Entwurf deutlich Mehrflächen sowie eine sehr aufwendige Fassade aus und geht von einem Abriss und Neubau des Foyers aus. Entsprechend belaufen sich die Kosten des Entwurfs auf 49,7 Millionen Euro und liegen damit über dem vorgesehenen Kostenrahmen. Die Entwürfe der beiden anderen Preisträger – Code Unique Architekten aus Dresden und KSV Krüger, Schuberth, Vandreike aus Berlin – sind nach der Überprüfung von Drees und Sommer allerdings noch weitaus kostenträchtiger.
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Das Beurteilungsgremium hat sich vor allem wegen der Qualität des Entwurfes einstimmig dafür ausgesprochen, dem Gemeinderat vorzuschlagen, im weiteren Verlauf des Verhandlungsverfahrens zunächst den Entwurf des ersten Preisträgers mit dem Ziel einer Kostenreduzierung zu optimieren – zumal dieser Entwurf auch auf die größte Zustimmung der Jury gestoßen ist und von dieser mit großer Mehrheit zur Ausführung empfohlen wurde. In enger Kooperation zwischen Waechter + Waechter, dem Theater und dem Planungsteam soll schnellstmöglich eine Überarbeitung des Entwurfs erfolgen.
Die gemeinderätlichen Gremien werden das Thema Anfang Mai beraten.
Weitere Information zur Theatersanierung
Dritte Sitzung des Innenstadtforums Einzelhandel im Heidelberger Rathaus
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Blick zurück auf die Maastricht-Exkursion, Blick nach vorn auf sinnvolle Bereiche und mögliche Standorte für eine räumliche Entwicklung des Einzelhandels in der Innenstadt: Das Heidelberger Innenstadtforum Einzelhandel traf sich am 22. April zu seiner dritten Sitzung im Rathaus.
Unter Moderation des Teams vom Büro „Netzwerk für Planung und Kommunikation“ aus Stuttgart gab es zunächst einen Gedankenaustausch über die Exkursion nach Maastricht vom 15. März. Dort hatten die Teilnehmer des Innenstadtforums die Einzelhandelsentwicklung innerhalb der historischen Altstadt und Beispiele für eine gelungene Einbindung großflächiger Einzelhandelsmagneten in einen kleinteilig strukturierten historischen Kontext besichtigt und sich Anregungen für Heidelberg geholt. Beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer von der guten Maastrichter Mischung aus vielfältigen Einzelhandels-Angeboten, besonderen Qualitäten und Flair.
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Eine Präzisierung und Qualifizierung der Branchenauswahl, die die Teilnehmer auf der zweiten Forumssitzung am 5. März getroffen hatten, folgte als zweiter Tagesordnungspunkt des Abends. Fachkundigen Input zur konstruktiven Diskussion lieferte der Raumplaner Rolf Junker aus Dortmund. Er unterstrich die mehrheitliche Meinung des Forums, neben der qualitativen Verbesserung des Einzelhandelsangebotes in Heidelberg auch die Erhöhung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum anzugehen. Seine Empfehlung zur räumlichen Entwicklung des Einzelhandels in Heidelberg lautete: „Kürzer ist besser als länger“, die ideale Einkaufslage erstrecke sich über 800 Meter. Außerdem biete sich die „Knochenstruktur“ – die Hauptstraße unter Einbeziehung der Seitenstraßen – für Heidelberg an.
Vom Moderatorenteam abgefragt wurde anschließend ein Stimmungsbild zur räumlichen Entwicklung des Einzelhandels in der Innenstadt und zur ersten Einschätzung der in Frage kommenden Standorte für die Ansiedlung von Einzelhandelsflächen. Diese Standorte sollen bis zur nächsten Sitzung am 12. Juni von der Verwaltung nach verschiedenen Kriterien – wie: Lage, städtebauliche Einbindung, Auswirkungen auf andere Funktionen oder Erreichbarkeit – bewertet werden. Ziel ist es, in dieser vierten und letzten Sitzung des Forums konkrete Standortempfehlungen zu erarbeiten.
Info zum Forum
Das Innenstadtforum Einzelhandel soll bis zum Sommer 2008 in insgesamt vier Sitzungen eine konkrete Empfehlung an den Gemeinderat erarbeiten, wie der innerstädtische Einzelhandel gestärkt werden kann. Teilnehmer des Forums sind Vertreter der Gemeinderatsfraktionen, der Bezirksbeiräte Altstadt und Bergheim, der Stadtteilvereine Altstadt und Bergheim, des Vereins Bürger für Heidelberg, der Initiative Lebendige Altstadt, der Verbände und Organisationen der Wirtschaft und des Einzelhandels, der Architektenkammer Heidelberg, des Verbandes der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer Heidelberg und Umgebung e.V. sowie des Beirats zur Gesamtanlagenschutzsatzung. Moderiert wird das Innenstadtforum vom Team des Büros Netzwerk für Planung und Kommunikation aus Stuttgart in Kooperation mit dem Heidelberger Büro PlanImDialog.
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