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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 6. März 2009

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Vortrag: Renn-Amazonen auf dem Königstuhl

Heidelberger Renngeschichte, wie sie nur wenige kennen, und Frauen, die nicht nur zum An- und Zuschauen kamen: Am Mittwoch, 11. März 2009, veranstaltet das Stadtarchiv der Stadt Heidelberg in Kooperation mit dem Amt für Chancengleichheit und dem Verein Alt-Heidelberg einen Vortragsabend zum Thema „Rennamazonen auf dem Königstuhl – Illustrierte Geschichte der Heidelberger Bergrennen“. Die Zeitreise in die Geschichte führt an den Beginn des vergangenen Jahrhunderts, als das Automobil in Heidelberg seinen Siegeszug antrat und die Neckarstadt zum Mekka der Rennfahrer avancierte. Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die Frauen; unter anderem „Fräulein Bläser“, die den Familien-Benz aufs Siegertreppchen fährt, Gertruda Eisenmann, deren „vorzügliche Leistungen“ Bewunderung erregen, und Ernes Merck, die als die „Frau in Rot“ in Heidelberg an den Start rollt. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Amtsstübl, Kettengasse 25. Der Eintritt ist frei.


Spende für Kindertagesstätte

Die Kurpfälzer Trabanten haben beim diesjährigen Sturm auf das Rathaus Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner einen Scheck in Höhe von 333,33 Euro überreicht. Nun wurde entschieden, wem das Geld zugute kommen soll.

Es geht an die städtische Kindertagesstätte Emmertsgrundpassage 43. Mit dem Geld werden Materialien für die Natur- und Umweltbildung angeschafft. Alle städtischen Kitas haben die „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ mit Schwerpunkt Natur- und Umweltbildung mittlerweile fest in ihrem Programm verankert. Denn es kann nicht früh genug damit begonnen werden, Kinder für Fragen des Natur- und Umweltschutzes zu sensibilisieren. Mit den neuen Materialien werden die Kinder sicher mit Begeisterung experimentieren.

In der Kindertagesstätte auf dem Emmertsgrund werden 54 Kinder in drei altersgemischten Gruppen im Alter von eineinhalb Jahren bis zum Schuleintritt betreut.


Plöck: Über langfristige Lösung ist nicht entschieden

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hatte sich in einem „Offenen Brief“ zum Thema Verkehr in der Plöck an Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner gewandt. OB Dr. Würzner nimmt dazu wie folgt Stellung:

„Die aufgrund der Baustelle Neubau Wilhelm-Frommel-Haus erfolgte Sperrung der Plöck für den Radverkehr in Richtung Westen ist aus Sicherheitsgründen zwingend erforderlich. Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen erst jetzt. Der Bereich der Engstelle wird deutlich länger werden, da hier Lkw zum Be- und Entladen stehen und rangieren werden.

Nach den Aushubarbeiten, die noch in dieser Woche beginnen und rund zwei Wochen dauern, muss die gegenüberliegende Straßenseite wegen Kanalbauarbeiten gesperrt werden. Auch während der Rohbauarbeiten wird die Plöck als Baustellenzufahrt und Lagerfläche benötigt. Mit Ende des Innenausbaus Ende 2009 wandert die Baustelle etwas nach Osten. Die unmittelbar an den ersten Bauabschnitt angrenzende Fassade, die erhalten bleibt, wird abgestützt, dahinter wird der nächste Rohbau errichtet.

Angesichts dieser wechselnden Bauzustände und Behinderungen ist die Freigabe der Plöck für Radfahrer im Gegenverkehr nicht möglich. Der verbleibende Gehweg auf der Südseite ist eigentlich selbst für den Fußgängerverkehr zu schmal. Hinzu kommt, dass im Sommer, wenn die Hauptstraße sehr stark frequentiert ist, der Fußgängerverkehr in der Plöck zunimmt.

Die Führung des Radverkehrs in der Friedrich-Ebert-Anlage ist nochmals verbessert worden, indem der Schutzstreifen auch im Bereich der Baustelle Friedrich-Ebert-Platz markiert wurde.

Mit der baustellenbedingten Umleitung über die Friedrich-Ebert-Anlage ist keine Entscheidung über eine endgültige Lösung für den Radverkehr in westlicher Richtung gefallen. Eine langfristige Lösung ist aber erforderlich, denn in den vergangenen fünfzehn Jahren ist –  außer der Planung verschiedener Varianten –  nichts geschehen.

Für eine dauerhafte Lösung ist auch die klare und sichere Führung der westwärts fahrenden Radler über den Adenauerplatz von besonderer Bedeutung.

Das Amt für Verkehrsmanagement habe ich gebeten, einen „Runden Tisch“ zum Thema Verkehr in der Plöck unter Beteiligung von Pro Heidelberg, des Amtes für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung, des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC), des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und weiterer Mitglieder einzurichten, um zu einer für alle annehmbaren Lösung für den Verkehr in der Plöck im Allgemeinen und den Radverkehr von der Altstadt in Richtung Bismarckplatz im Besonderen zu finden. Der Gesprächskreis wird noch im März erstmalig zusammentreten.

Noch ein Wort zu den Kontrollen des ruhenden Verkehrs in der Plöck durch den Gemeindevollzugsdienst: Im Jahre 2008 wurden 1.958 Verwarnungen ausgesprochen. In der Woche vom 9. bis zum 14. Februar 2009 wurde die Plöck verstärkt überwacht. Dabei wurden 144 Fahrzeuge wegen Parkens im absoluten Haltverbot beanstandet, davon allein 110 Fahrzeuge im westlichen Teil der Plöck zwischen Sofienstraße und Nadlerstraße. Die Kontrollen werden fortgesetzt.“


Bundesverdienstkreuz für Ingo Franz

Bundespräsident Horst Köhler hat Ingo Franz das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen und damit sein herausragendes Engagement für das integrative Wohnprojekt „Diakonische Hausgemeinschaften e.V.“ gewürdigt. Georg Wacker, Staatssekretär für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, überreichte ihm am Freitag, 6. März 2009, im Spiegelsaal des Prinz Carl die Ordensinsignien. Heidelbergs Erster Bürgermeister Bernd Stadel und er würdigten gemeinsam die Leistungen des Ausgezeichneten.

Ingo Franz ist Gründer und Leiter der „Diakonischen Hausgemeinschaften“. Er wurde 1956 in Nürnberg geboren, studierte Sonderpädagogik in Köln, Reutlingen und Tübingen. Mitte der Achtziger Jahre begann er mit dem Aufbau vernetzter integrativer Nachbarschaftsmodelle. Bereits im Jahre 1990 startete sein erstes Pilotprojekt in Freiburg. Dieses war nach nur vier Jahren bereits so stabil, dass er das Modell der „Diakonischen Hausgemeinschaft“ auch auf Heidelberg ausweiten konnte. Er begann seine Initiative hier im Jahre 1998 mit einer kleinen Wohnung im Stadtteil Bergheim. Seitdem wohnt Ingo Franz auch mit seiner Familie in der Stadt.

In einer diakonischen Hausgemeinschaft leben Behinderte, Kranke, Pflegebedürftige und gesunde Menschen in Familienhaushalten und in Wohngemeinschaften zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Ingo Franz verfolgt mit seiner Initiative das Ziel, behinderten Menschen ein isoliertes Dasein in Spezialeinrichtungen zu ersparen und sie stattdessen in einer nachbarschaftlich strukturierten Wohnform von professionellen und ehrenamtlichen Helfern zu betreuen. So wird ihnen ein weitgehend selbstbestimmtes Leben und mehr Lebensqualität ermöglicht.

Vor allem jüngere Menschen mit Assistenzbedarf leben in den Hausgemeinschaften. Sie werden häufig in Alteneinrichtungen und anderen Einrichtungen untergebracht, die nicht auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Das gemeinschaftliche Leben, gepaart mit professioneller Betreuung und Rehabilitation, hat außergewöhnliche Therapieerfolge bewirkt. Mittlerweile engagieren sich über 100 freiwillige Helfer für die Hausgemeinschaften.

Zusätzlich zu den Wohnprojekten wurde auch ein Treffpunkt in den Räumen der Markus-Gemeinde in Rohrbach eingerichtet, dort können sich behinderte und nichtbehinderte Menschen treffen und austauschen. Nach dem Erwerb und behindertengerechten Umbau des „Schweizer Hofs“ in der Heinrich-Fuchs-Straße 85 wurde hier 2007 ein Mehrgenerationenhaus mit 20 Wohnungen für assistenzbedürftige Menschen und ein Begegnungszentrum eingeweiht.

Ingo Franz wird vielfach als Experte und Berater für den Aufbau neuer Nachbarschaftsprojekte von kommunalen und kirchlichen Verantwortungsträgern herangezogen. Für seinen Einsatz im Sinne innovativer Vernetzung von freiwilligem Engagement und professioneller Arbeit verschiedener Fachdisziplinen erhielt er 1996 den Förderpreis der „Plansecur-Stiftung“. Zudem wurden die „Diakonischen Hausgemeinschaften e. V.“ – Heidelberg – mit diversen Sozialpreisen ausgezeichnet.


Neckaruferpromenade aus erster Hand

Am Freitag, 13. März 2009, können sich Interessierte ab 20 Uhr im Neuen Sitzungssaal des Heidelberger Rathauses über den Siegerentwurf aus dem Gestaltungswettbewerb zur Neckaruferpromenade aus erster Hand informieren.
Nach einer kurzen Einführung durch Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner wird die Vorsitzende des Preisgerichts, Professor Undine Giesecke, von der Arbeit der Jury berichten und die Gründe für die Wahl des Siegerentwurfs darlegen. Der Preisträger selbst, vertreten durch Diplom-Ingenieur Michael Palm, stellt den Entwurf der Heidelberger Architekten-Arbeitsgemeinschaft vor und erläutert das dahinter stehende Konzept. Alle Referenten stehen im Anschluss für Fragen des Publikums und eine Diskussion zur Verfügung.

Die ursprünglich bis Freitag,13. März 2009, im Rathaus geöffnete Ausstellung zum Gestaltungswettbewerb Neckarufertunnel wird um eine Woche bis zum Freitag, 20. März 2009, verlängert. Die letzte fachkundige Führung durch das Stadtplanungsamt findet am Donnerstag, 19. März 2009, um 17 Uhr statt.

Informationen zur Veranstaltung, Ausstellung und zum Siegerentwurf.

Ein Bereich mit Leben: Ein Blick von der Alten Brücke wirkt mehr vertraut als fremd. Erst der zweite Blick offenbart das Neue.

„Nur dem ersten Preisträger ist es gelungen, einen durch seine Schlichtheit beeindruckenden Entwurf zu schaffen, der über alle politischen Grenzen hinweg überzeugt.“ (Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner)





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