Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 12. März 2009
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Frühjahrsputz 2009: anmelden und gewinnen
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Gemeinsam für ein sauberes Heidelberg: Eine Woche lang, vom 18. bis zum 25. April 2009, sind die Bürger/innen, Gruppen und Vereine Heidelbergs aufgerufen, sich am stadtweiten Frühjahrsputz zu beteiligen. Es gilt, den Vorjahresrekord zu brechen: 2008 haben knapp 2.000 Helferinnen und Helfer insgesamt über 110 Kubikmeter Abfall eingesammelt; damit lassen sich umgerechnet rund 1.000 Badewannen füllen. Gereinigt werden solche Plätze und Ecken in Heidelberg, die nicht regelmäßig durch die Angrenzer oder durch die Mitarbeiter/innen der Straßenreinigung gesäubert werden können, insbesondere Stadtrandgebiete, Parkplätze, Treffpunkte, Verbindungswege und freie ungenutzte Flächen. |

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Jeder Tag der Woche steht wieder unter einem bestimmten Motto. Als Abschluss sind alle Helfer/innen am Samstag, 25. April, zum großen Abschlussfest mit Verlosung auf den Kornmarkt eingeladen. Die Woche über wird ein Fotograf die Aktivitäten begleiten. Die Fotos werden auf der städtischen Website im Internet veröffentlicht. Anmeldungen sind ab Montag, 16. März, im Internet unter www.heidelberg.de/fruehjahrsputz möglich oder telefonisch beim Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der Stadt Heidelberg unter der Nummer 58-29999.
Frühjahrsputz 2009 im Überblick
- Samstag, 18. April, 10 Uhr: Auftaktveranstaltung am Bismarckplatz. Mit dabei: Bürgermeister Wolfgang Erichson, Rolf Friedel, Leiter des Amts für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung, sowie Stadträtinnen und Stadträte.
- Sonntag, 19. April: Waldputztag. Spontan entschlossenen Mitputzer/innen wird in Zusammenarbeit mit dem städtischen Landschaft- und Forstamt etwas Besonderes geboten: Während des Müllsammelns im Wald führen die Geoparkbegleiterinnen von „Natürlich Heidelberg“ und die Revierförster die Putzer/innen zu interessanten Orten im Stadtwald. Treffpunkte (dort verteilt ein städtischer Mitarbeiter die notwendige Ausrüstung):
- 10 Uhr: Parkplatz Langer Kirschbaum/Peterstal - 10.30 Uhr: Bushaltestelle Posseltslust/Alter Kohlhof - 13.30 Uhr: Wandertafel Königstuhl/Parkplatz beim Märchenpark - 14 Uhr: NABU Ökogarten/Handschuhsheim Hellenbach - 15 Uhr: Parkplatz Waldschänke/Heiligenberg.
- Montag, 20. April: Mittagspausenputzaktion. Mitarbeiter/innen von Firmen und Institutionen greifen während ihrer Mittagspause zu Zangen, Handschuhen und Säcken und reinigen rund um die jeweilige Arbeitsstelle.
- Dienstag, 21. April: Saubere Spielplätze. Heidelberger Kindergartenkinder und Erzieher/innen reinigen die Spielplätze im Stadtteil.
- Mittwoch, 22. April: Blinkende Stadtteile. Die Bewohner/innen und Vereine in den Stadtteilen reinigen öffentliche Plätze, Wege und Kulturdenkmäler.
- Donnerstag, 23. April: Schulwegputzfete. Schülerinnen und Schüler putzen ihren Schulweg.
- Freitag, 24. April: Putzaktion der Sport- und Freizeitvereine. Rund um die Vereinsgelände wird gründlich geputzt.
- Samstag, 25. April, von 14 bis 18 Uhr: Abschlussfest auf dem Kornmarkt. Nach einer Woche Frühjahrsputz wird gefeiert: Die Stadt lädt alle Helferinnen und Helfer ein, mit ihren Familien und Freunden ihren Einsatz zu feiern. Neben Essen und Getränken gibt es ein musikalisches Unterhaltungsprogramm, Spiele und Informationsstände. Außerdem werden die Preise des Gewinnspiels unter den Anwesenden verlost. Zu gewinnen gibt es 200 Euro und viele tolle Sachpreise, die von Heidelberger Firmen gespendet worden sind.
Eidechsen in der Bahnstadt: Stadt, EGH und Regierungspräsidium suchen Gespräch mit dem Naturschutzbund
Kein Zweifel an vorbildlichen Artenschutz-Maßnahmen in der Bahnstadt, aber ausdrücklicher Wille zu gemeinsamen Lösungen
Bei der Entwicklung von Heidelbergs neuem Stadtteil Bahnstadt hat der Artenschutz hohe Priorität für die Stadt und die Entwicklungsgesellschaft Heidelberg (EGH). Dies betonten Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner und Vertreter der EGH erst vor wenigen Tagen wieder beim ersten Spatenstich in der Bahnstadt. So hatten eigens beauftragte Fachleute im vergangenen Jahr rund 1.500 Eidechsen auf dem Gelände der Bahnstadt vorsichtig eingefangen und auf Flächen am Rande der Bahnstadt neu angesiedelt. Die neu geschaffenen Lebensräume umfassen zwölf Hektar und entsprechen etwa der Fläche von 18 Fußballfeldern. Diese Umsiedlung der Eidechsen erfolgte in enger Abstimmung mit Fachleuten und dem Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe und wurde von dort artenschutzrechtlich genehmigt.
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat sich jedoch kritisch über Art und Umfang der Artenschutz-Maßnahmen geäußert. In einem bereits vor längerer Zeit anberaumten Gespräch in Karlsruhe haben Vertreter der Stadt, der EGH, des Instituts für Umweltstudien und des Regierungspräsidiums am Mittwoch, 11. März, nochmals unterstrichen, dass die bisherigen Artenschutz-Maßnahmen vorbildlich und zielführend für den Erhalt der Eidechsenpopulation sind. Allerdings nehmen die Beteiligten die Kritik des NABU ernst. Sie streben ein gemeinsames Gespräch an, in dem sie mit Vertretern des NABU gemeinsam Lösungsmöglichkeiten und, falls erforderlich, eine Optimierung der Ausgleichsmaßnahmen erarbeiten wollen. In Kürze wird das Regierungspräsidium als Genehmigungsbehörde zu einem entsprechenden Termin einladen.
Laura Thimm-Braun ist neue Vorsitzende des Heidelberger Jugendgemeinderates
Laura Thimm-Braun ist neue Vorsitzende des Heidelberger Jugendgemeinderates. Die 16-jährige Schülerin der Elisabeth-von-Thadden-Schule löst Hannah Eberle ab, die sich verstärkt den Abiturvorbereitungen widmen und nach dem Schulabschluss zum Sprachunterricht nach Wales gehen will.
Laura Thimm-Braun, die gerade von einem siebenmonatigen Amerika-Aufenthalt zurückgekehrt ist, möchte sich künftig vor allem den Themen Jugendkultur im Bahnbetriebswerk, Zukunft der Halle 02 und der Villa Nachttanz widmen. Sie setzte sich bei der Wahl am 11. März gegen die 18-jährige Tanja Baumann (Carl-Bosch-Schule) durch, die ebenfalls für den Vorsitz kandidiert hatte.
Viel Applaus und ein Dankeschön gab es für die scheidende Vorsitzende Hannah Eberle, die zum Abschied auf die „große politische Einflussmöglichkeit“ des Jugendgemeinderates verwies. „Es ist wichtig, dass wir weiterhin in der Öffentlichkeit präsent sind“, appellierte die 18-Jährige an die Jugendlichen. Der dritte Heidelberger Jugendgemeinderat soll im Dezember gewählt werden.
Nachhaltiges Wirtschaften lohnt sich
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„Betriebskosten senken, gleichzeitig den Umweltschutz voranbringen und am Ende das gemeinsam Erreichte in diesem schönen Rahmen zu würdigen – nachhaltiges Wirtschaften kann Freude machen!“ So auf den Punkt brachte Ministerialdirigent Dr. Albrecht Rittmann vom Umweltministerium Baden-Württemberg am 11. März bei der Prämierungsveranstaltung „Nachhaltiges Wirtschaften“ die Stimmung und Motivation, die im gleichnamigen Projekt unter den beteiligten Partnern herrscht.
Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner zeichnete gemeinsam mit Eppelheims Bürgermeister Dieter Mörlein und Siegfried Schlüter, erster Bürgermeister-Stellvertreter von Schriesheim, insgesamt neun Betriebe aus, die im vergangenen Jahr erfolgreich an Phase VII des städtischen Projekts teilgenommen hatten, und ein Unternehmen, das sich revalidieren ließ. Zusammen mit diesen Betrieben wurden auch eine Schule und ein Unternehmen geehrt, die noch eine Stufe weiter gegangen waren und sich nach der europäischen Öko-Audit-Norm EMAS haben zertifizieren lassen. Bereits zum zweiten Mal hat die Stadt Eppelheim teilgenommen, erstmals war ein Betrieb aus Schriesheim dabei.
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Stadt unterstützt mit Rat und Tat
„Es hat sich gelohnt“, waren sich alle prämierten Betriebe einig, auch wenn der Weg zur Auszeichnung durchaus „lang und anstrengend“ gewesen sei. Ziel des vom Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie 2001 initiierten und koordinierten Projekts ist es, kleinen und mittelständischen Unternehmen Hilfestellung bei der Einführung eines Umweltmanagementsystems zu geben, um die Betriebsabläufe zu optimieren, Energiekosten zu senken und so auch bares Geld zu sparen. So konnten die beteiligten Unternehmen der ersten beiden Projekt-Phasen ihre laufenden Kosten um rund 150.000 Euro senken und 275 Tonnen an Kohlendioxid einsparen. Mit Unterstützung der Stadt entwickelten die Betriebe eine Unternehmenskultur, die ökonomischen Erfolg, umweltfreundliche Produktion und soziale Verantwortung als gleichberechtigte Säulen des Wirtschaftens betrachtet. Städtische und externe Berater stehen mit Rat und Tat zur Seite, wofür sich alle beteiligten Unternehmen ausdrücklich bedankten.
„Mit dem Projekt wollen wir zeigen, dass wir nicht verordnende Behörde mit Verboten und Geboten sein wollen. Wir bei der Stadt setzen auf Zusammenarbeit, Wissenstransfer und Angebote, um Sie in Ihren Betrieben, Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für eine nachhaltige Unternehmensführung zu gewinnen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner in seiner Begrüßung.
Eine Kommission begleitet das Projekt und entscheidet als Jury über die Prämierungswürdigkeit der Betriebe. Neben Verbänden (IHK, Kreishandwerkerschaft, BUND), dem Umweltkompetenz-Netzwerk UKOM e.V., Forschungseinrichtungen (Universität Heidelberg, IUWA) und den Heidelberger Stadtwerken sind auch weltweit agierende Firmen der Region vertreten (ABB-Stotz Kontakt GmbH, Henkel KGaA, Rudolf Wild GmbH & Co. KG).
Vorbild für Landesprojekt „ECOfit“
Inzwischen ist ein Netzwerk aus engagierten Unternehmern entstanden, die sich untereinander in Arbeitskreistreffen und mit Vertretern der Verwaltung austauschen. Auch Folgeprojekte wurden dabei angestoßen, so zum Beispiel Veranstaltungen und Ausstellungen zu umweltfreundlichen Kraftfahrzeugen, die von der „Heidelberger Kundendienstgemeinschaft“, einem Zusammenschluss lokaler Autohändler, gemeinsam mit dem Umweltamt organisiert wurden. Zurzeit wird in Zusammenarbeit mit dem Umweltkompetenzzentrum Rhein-Neckar e.V. (UKOM) und der IHK Rhein-Neckar ein Konzept mit dem Ziel erarbeitet, Nachhaltiges Wirtschaften in der Metropolregion zu verankern und mit Unterstützung durch das Landesförderprogramm „ECOfit“ allen kleinen und mittleren Unternehmen aus dem Bereich der IHK Rhein-Neckar zugänglich zu machen.
Das baden-württembergische Umweltministerium hatte das Projekt als Vorbild für das landesweite Förderprogramm „ECOfit“ übernommen, an dem sich seit April 2005 Betriebe und Kommunen beteiligen können. Durch die Unterstützung des Landes und des Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft reduziert sich der Eigenanteil der teilnehmenden Unternehmen auf rund 1.800 Euro.
Ausgezeichnete Unternehmen
Zu den jetzt ausgezeichneten Projekten gehören:
- die Johannes-Gutenberg-Schule, die als erste Schule in Heidelberg an dem Projekt teilgenommen hat und die EMAS-Zertifizierung erhalten hat;
- das Unternehmen abc-Druck, das im Konvoi mit der Johannes-Gutenberg-Schule das EMAS-Zertifikat erhalten hat;
- Hornbach Heidelberg;
- das Rathaus der Stadt Eppelheim;
- der „Talhof“ aus Schriesheim, ein Haus zur Wiedereingliederung obdachloser Frauen und Männer;
- die Tyco Thermal Controls GmbH;
- die Altenpflegeheime St. Anna und Wilhelm-Frommel-Haus;
- die Reha-Klinik Königstuhl;
- die Link Fahrzeugbau GmbH;
- „Das Lamm“ in Heidelberg, der erste Hotel- und Gaststätten-Betrieb, der sich beteiligt hat;
- die M.E.G. Gottlieb Diaderma-Haus GmbH + Co. KG;
- die Kraftanlagen Heidelberg GmbH; das Unternehmen hat bereits 2004 am Kooperationsprojekt „Nachhaltiges Wirtschaften“ teilgenommen und hat sich jetzt revalidieren lassen.
Damit haben sich inzwischen 65 Betriebe an dem Projekt beteiligt, in der nächsten Phase kommen sieben weitere dazu. „Wir würden uns freuen, wenn wir zum zehnjährigen Bestehen auf die Zahl 100 kommen würden“, erklärte der Leiter des städtischen Umweltamtes, Dr. Hans-Wolf Zirkwitz, der einer der Initiatoren des Projektes war, und bat die rund 150 Gäste aus Politik und Wirtschaft: „Werben Sie bitte für uns und dieses Projekt.“
Kontakt
Weitere Informationen zum Projekt „Nachhaltiges Wirtschaften für kleine und mittelständische Betriebe“ sind erhältlich beim Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie, Prinz Carl, Kornmarkt 1, 69117 Heidelberg, Telefon 58-18000, E-Mail: Umweltamt.Heidelberg@Heidelberg.de oder unter www.heidelberg.de/umwelt
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