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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 3. Juli 2009

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01805 365690 - ‚HeiHieLs‘, die Hilfe in extremen Lebenssituationen

Arbeitsgruppe ‚Notfallpflege‘ schaltet am 13. Juli 2009 Unterstützungsangebot frei

Heidelberg, Juli 2009 – Notfälle, in vielfältigen Situationen können sie plötzlich bei Familien auftreten. Tritt ein unvorhergesehener Krankenhausaufenthalt ein, ist die weitere Versorgung von Kindern oder auch beispielsweise älteren Familienmitgliedern nicht mehr gewährleistet. Kurzfristige Hilfen im Haushalt oder bei der Betreuung sind erforderlich. Alleinstehende Menschen sind, wenn kein familiäres Umfeld besteht, im Akut-Fall auf fremde Hilfe angewiesen. Haustiere, die zum Leben von Familien und Alleinstehenden gehören, müssen in solchen extremen Lebenslagen ebenfalls berücksichtigt werden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird erschwert bzw. fast unmöglich, wenn in Familien eine „Versorgungsperson“ unvorhergesehen ausfällt.

Die Arbeitsgruppe ‚Notfallpflege‘ im ‚Bündnis für Familie Heidelberg‘ will diese Versorgungslücken in Notfallsituationen kurzfristig und unbürokratisch überbrücken. Vor allem die Mitglieder aus dem Bereich ambulante Pflege- und Betreuungsdienste wollen sich in diesen extremen Lebenslagen einschalten und uneingeschränkt ihre Dienste leisten.

So hat die Arbeitsgruppe ‚Notfallhilfe‘ das Projekt ‚HeiHieLs‘ entwickelt. ‚HeiHieLs‘, die Hilfe in extremen Lebenssituationen bietet ein Versorgungsangebot für Familien und Alleinstehende, wenn andere Hilfen nicht mehr erreichbar sind. Es richtet sich an alle Heidelberger Bürger, die in extremen Lebenssituationen für eine kurze Zeit schnell und unbürokratisch Hilfe brauchen. Über die eigens eingerichtete Telefonnummer 01805 365690 (14 cent/Minute aus dem Fetznetz. Mobilfunktarife können je nach Anbieter abweichen.)
können von Montag bis Freitag durchgehend von 16 bis 6 Uhr sowie an Wochenenden und an Feiertagen 24-Stunden folgenden Leistungen abgerufen werden: Haus- und Wohnservice, Versorgung der Wohnung während Abwesenheit, Pflege- und Behandlungspflege (Nachtwache, Nachtbereitschaft, Sitzwache), Kinderversorgung, Kurzzeitpflege, Tierversorgung, etc. Die Abrechnungen der Leistungen erfolgt nach den jeweils gültigen Sätzen der Anbieter.

Praktisches Fallbeispiel HeiHieLs:

Frau H. ist eine alleinerziehende Mutter zweier minderjähriger Kinder in Heidelberg. In ihrem Haus leben außer ihnen noch ein Elternteil, der 82jährige pflegebedürftige Vater. Während sich morgens ein ambulanter Dienst um den Vater kümmert, ist dies eine gerne auf sich genommene zusätzliche Aufgabe für Frau H. während der Abend- und Nachtstunden. Unerwartet muss Frau H. nach einem Sturz im Haushalt zu einem stationären Aufenthalt in eine Klinik aufgenommen werden.

Von dort kann Frau H. rasch die notwendigen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung ihres Haushaltes ergreifen, indem sie die zentrale HeiHieLs-Hotline unter 01805 365690  anruft.

Die Hotline läuft beim Deutschen Roten Kreuz in Heidelberg ein, wo ein Call-Center-Agent den Anruf entgegen nimmt und im persönlichen Gespräch Anliegen und Dringlichkeit klärt. Je nach Situation stellt der Agent direkt eine persönliche Kommunikation zwischen dem Anrufenden und dem entsprechenden HeiHieLs-Partner her bzw. sorgt für einen Rückruf.

In ihrem Falle wird Frau H. die Rufnummern, z. B. der Ambulanten Nachtpflege Daheim gGmbH mitgeteilt, die unverzüglich die Pflege des Vaters in der Nacht organisiert. Zusätzlich schaltet sich die Familienpflege Mobil Heidelberg gGmbH wegen der Kinder dazu. Der mit in HeiHieLs integrierte Tierbetreuungsdienst Dogsitting Verband für Haustierbetreuung kümmert sich um den ebenfalls im Haushalt lebenden Hund.

In der Arbeitsgruppe ‚Notfallpflege‘ engagieren sich folgende Einrichtungen: Ambulante Nachtpflege Daheim gGmbH, Betreuungsservice Simon, Betreuung und Pflege DAHEIM gGmbH, Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg e.V, Dogsitting Verband für Haustierbetreuung, Familienpflege Mobil Heidelberg gGmbH, Frauen pflegen Frauen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, in extremen Notsituationen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern.

Flyer zu diesem Angebot liegen in vielen öffentlichen Institutionen und bei allen Heidelberger Bürgerämtern aus. Weitere Informationen erhalten Sie bei Arbeitsgruppenkoordinatorin Bärbel Straub-Krieg von ‚Frauen pflegen Frauen‘, Tel. 06221 970361, E-Mail: fpf@vbi-heidelberg.de .de und unter www.familie-heidelberg.de

‚Bündnis für Familie Heidelberg‘

Das ‚Bündnis für Familie Heidelberg‘ steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner. Seit seiner Gründung im März 2007 wurde schon viel erreicht: Neben einem umfangreichen Internetauftritt, werden Ausbildungsplätze in Teilzeit angeboten und auch im Bereich der verlässlichen Ferienbetreuung wurden Angebote entwickelt. Das Bündnis engagiert sich für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und trägt maßgeblich dazu bei, dass Familie in der Öffentlichkeit uneingeschränkt positiv wahrgenommen wird.

Das Bündnis besteht derzeit aus acht Arbeitsgruppen und zählt heute über 160 Akteure aus Unternehmen, lokalen Institutionen, Verwaltung, Politik sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich alle für mehr Familienfreundlichkeit in Heidelberg einsetzen.

Weitere Informationen

Bündnis für Familie Heidelberg:  
Heidelberger Dienste gGmbH   
Bündnis-Koordination: Aline Moser  
Hospitalstraße 5, 69115 Heidelberg
Telefon: 06221 141013, Fax 06221 141012  
E-Mail: moser@hddienste.de  
 www.familie-heidelberg.de

Arbeitsgruppe ‚Notfallpflege‘
Arbeitsgruppenleitung: Bärbel Straub-Krieg
Frauen pflegen Frauen
Alte Eppelheimer Straße 38, 69115 Heidelberg 
Telefon: 06221 970361
E-Mail: fpf@vbi-heidelberg.de





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