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Pressedienst der Stadt Heidelberg vom 20. Juli 2009

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Stadtverwaltung Heidelberg geht neue Wege für mehr Familienfreundlichkeit

Die Stadt Heidelberg veranstaltet erstmalig eine verwaltungsinterne Open Space-Konferenz zum Thema „Wir für Familien“

Am 28. Juli treffen sich für einen ganzen Tag etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung unter dem Motto „Marktplatz der Ideen – Wir für Familien“ zu einer Großgruppenkonferenz im Helmholtz-Gymnasium. Bei dieser Ideenbörse in der innovativen Veranstaltungsform des „Open Space“ sollen neue Ideen und Konzepte für eine noch bessere Verwaltungsarbeit zugunsten von Kindern und Familien in Heidelberg entwickelt werden.

Logo Familienoffensive Heidelberg
Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner: „Mein Ziel ist es, Familien in Heidelberg zu halten, nach Heidelberg zu holen und auch jungen Menschen die Entscheidung für eine Familiengründung in Heidelberg zu erleichtern. Hier ist die Verwaltung in vielen Bereichen schon sehr gut aufgestellt. Nun möchten wir aber mit dieser neuen Veranstaltungsform alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motivieren, ihre Kompetenz und Kreativität für weitere Ideen einzusetzen: Wie können wir bestehende Leistungen verbessern? Wo sind Lücken? Welche neuen Ideen haben wir? Heidelberg soll sich als eine Stadt weiterentwickeln, in der sich Familien wohl fühlen und gerne zu Hause sind. Neben den fachlichen Ideen geht es mir aber auch darum, einen kulturellen Wandel hin zur familienfreundlichen Verwaltung anzustoßen. Dazu gehört auch, dass sich die Stadtverwaltung noch stärker als familienfreundliche Arbeitgeberin profiliert.“

Beim „Marktplatz der Ideen – Wir für Familien“ kommen nicht nur das Fachwissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Tragen, sondern auch deren ganz privaten Erfahrungen und Anliegen. Denn sie sind neben ihrer Berufstätigkeit auch Eltern, Großeltern oder junge Menschen, die eine Familie planen, und wissen genau, was für Familien gut und wichtig ist.

Myriam Feldhaus, Leiterin des Kinder- und Jugendamtes und Mit-Initiatorin der ersten städtischen Open Space-Konferenz freut sich sehr auf die bevorstehende Veranstaltung: „Mit dieser Konferenz gehen wir einen ganz neuen Weg, der – zumindest in Baden-Württemberg – wohl so noch nie von einer Kommunalverwaltung begangen wurde.“

Moderiert wird der gesamte Tag von Roswitha Vesper und Holger Scholz von den „Kommunikationslotsen“, einer Agentur für Organisationsberatung und Coaching aus der Nähe von Bonn. Roswitha Vesper erläutert die Open Space-Methode so: „Viele meinen, dass auf Konferenzen oder Workshops die wichtigsten Gespräche eigentlich in den Kaffeepausen stattfinden. Genau diese Erkenntnis hat sich Harrison Owen, Erfinder des Open Space, zunutze gemacht und das „Prinzip der Kaffeepause“ als Element der Selbstorganisation und Selbstverantwortung im Open Space verankert. Denn gerade der informelle, lockere Geist einer Kaffeepause hat eine kreative und unbeschwerte Kraft, die sich viele Manager in ihren Unternehmen wünschen.“

Die Ergebnisse der Heidelberger Open Space-Konferenz werden bis zum Herbst zusammengefasst und in ein konkretes Handlungsprogramm münden. Voraussichtlich finden im kommenden Jahr weitere Konferenzen statt, in die dann auch Bürgerschaft, Institutionen und Einrichtungen einbezogen werden.

Besonderer Dank geht an die Rektorin des Helmholtz-Gymnasiums, Karsta Holch, die für diesen Tag das gesamte Schulgebäude zur Verfügung stellt.

Open Space-Konferenz

Open Space (englisch für „geöffneter, offener oder auch weiter Raum“) ist eine Methode zur Strukturierung von Besprechungen und Konferenzen. Sie eignet sich für Gruppen von etwa 12 bis 2.000 Teilnehmern und kann von zwei Stunden bis zu drei Tage dauern.

Die Open Space-Methode wurde in den USA um 1985 von Harrison Owen „entdeckt“ und ist inzwischen weltweit verbreitet. Charakteristisch ist die inhaltliche und formale Offenheit: Open Space schafft einen Raum, in dem viele Menschen selbstorganisiert und selbstverantwortlich ihre Anliegen gemeinschaftlich bearbeiten können. Außer einem umfassenden großen Thema, sind keine einzelnen Themen vorgegeben. Jeder kann ein Anliegen, das ihm besonders am Herzen liegt, vorantreiben. Das können gemeinsame, aber auch persönliche Fragen und Themen sein. Sie werden erst zu Beginn der Veranstaltung formuliert. So entsteht ein großer „Themen-Marktplatz“ auf dem sich die Teilnehmer zu Themengruppen zusammenschließen.

Die Übersetzung „Freiraum“-Methode weist darauf hin, dass man hier im Gegensatz zu bekannten Konferenzmodellen vor allem freien Raum vorfindet. Freien Raum, um sich gegenseitig zu treffen, sich zu bewegen, dorthin zu gehen, wo man etwas erfahren oder beitragen kann.

Ziel

Ziel ist es, in kurzer Zeit mit einer großen Zahl von Menschen zu einem umfassenden Thema eine Aufbruchsstimmung zu nutzen (oder zu erzeugen) und zu vertiefen, in der wesentliche Teilthemen lösungsorientiert besprochen werden, damit daraus konkrete Projekte entstehen können.


Praktikum in der Wissenschaftsstadt

Vom 19. Juli bis 15. August findet wieder die International Summer Science School Heidelberg (ISH) statt. Zum 14. Mal sind naturwissenschaftlich begabte Abiturientinnen und Abiturienten aus Heidelbergs Partnerstädten Bautzen, Cambridge, Kumamoto, Montpellier und Rehovot sowie aus Bautzens Partnerstadt Jablonec zu Gast, um unter Anleitung renommierter Wissenschaftler erste Einblicke in die Welt der Forschung zu bekommen.

13 Jugendliche absolvieren in diesem Jahr ein Praktikum in wissenschaftlichen Einrichtungen. Außerdem sollen sie etwas über die Stadt Heidelberg und das Gastgeberland Deutschland erfahren.

Die ISH wird finanziell von der Stadt Heidelberg getragen und organisiert und sowohl personell als auch materiell durch die beteiligten Institute unterstützt. Sie findet seit 1996 in Zusammenarbeit mit namhaften wissenschaftlichen Einrichtungen in Heidelberg statt. Beteiligt sind in diesem Jahr: Biochemie-Zentrum Heidelberg, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), Explo LearnLab Heidelberg, Heidelberger Institut für Pflanzenwissenschaften, Institut für Pharmakologie, Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie, Kinderklinik der Universität Heidelberg, Max-Planck-Institut für Astronomie, Max-Planck-Institut für Kernphysik, Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung und das Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg. EMBL und Explo Heidelberg gestalten die Einführungswoche.

Die Idee der International Summer Science School Heidelberg geht auf das International Summer Science Institute des Weizmann-Instituts in Rehovot zurück. Ziel der ISH ist die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses sowie des internationalen Austauschs.

Der hohe Anspruch des Programms fordert von den Teilnehmer/innen überdurchschnittliche naturwissenschaftliche Begabung und Eigenverantwortlichkeit sowie Interesse und Toleranz gegenüber anderen Kulturen. Die ISH wird in englischer Sprache durchgeführt. Die Teilnehmer/innen tragen die Flug- oder Anreisekosten selbst und bringen auch einen Eigenbeitrag von 300 Euro für Unterkunft, Praktikum und Rahmenprogramm ein.

Teilnehmer/innen International Summer Science School 2009

Kumamoto
Aya Maeda
Kaori Matsuzaki
Jun Urata

Bautzen
Stefan Lucas
Johanna Kruner

Jablonec
Martin Pusztai

Cambridge
Mulin He

Montpellier
Amélie Martinez

Simferopol
Olga Zhaglina
Anna Brylyakova

Rehovot
Dan Becker
Tali Oher
Idan Batuner


Neue Hundewiese in Kirchheim

In Kirchheim am Leimer Weg gibt es ab sofort eine neue Hundewiese. Auf Anregung und unter engagierter Mitwirkung einer privaten Initiative von Hundebesitzer/innen haben Mitarbeiter das Landschafts- und Forstamts der Stadt Heidelberg die städtische Wiesenfläche hergerichtet und eingezäunt. Der Zaun um die Wiese verhindert, dass die frei laufenden Hunde auf die nahe Bundesstraße B 535 gelangen. Außerdem verhindert der Zaun, dass Fußgänger oder Radfahrer, die an dem Gelände vorbeikommen, durch die Hunde belästigt oder gefährdet werden.

Vier städtische Mitarbeiter und 20 ehrenamtliche Helfer hatten am Samstag, 11. Juli 2009, gemeinsam die knapp 100 Zaunpfosten aufgestellt – aufgrund des sehr harten Bodens eine mühevolle Arbeit. An den Pfosten befestigten sie rund 230 Meter Wildzaun und installierten eine Metalltür am Leimer Weg als Eingang und im hinteren Teil der Wiese eine Zufahrt für ein Wartungsfahrzeug. Die von allen Teilnehmer/innen sowohl vom Ablauf als auch vom Ergebnis her als sehr positiv bewertete Aktion war dank des großen Engagements innerhalb einiger Stunden abgeschlossen. Die Metalltür ist unverschlossen, so dass die Wiese allen Hundebesitzer/innen zur Verfügung steht. Das Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung wird an der Wiese einen Hundekottüten-Spender und einen Abfallbehälter aufstellen. Die Mitglieder der privaten Initiative haben sich bereit erklärt, die Hundewiese zu säubern und zu pflegen. Eine weitere, in diesem Fall nicht eingezäunte, Hundewiese gibt es hinter der Ernst-Walz-Brücke.



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